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  • Einführung Lungenkrebs
  • Schema zur Behandlung des nichtkleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC) Stadium IV Stand Dezember 2017
  • Videos: Experten-Interviews
  • Informationen für Patienten
  • Zertifizierte Zentren
  • Erklärung wichtiger Begriffe aus der Onkologie

Lungenkrebs

Lungenkrebs gehört zu den am häufigsten diagnostizierten Krebsarten. Allgemein ist Lungenkrebs durch eine frühe Metastasierung und eine späte Diagnose gekennzeichnet, da Symptome meist erst in fortgeschrittenen Krankheitsstadien auftreten.

Beim Lungenkrebs werden zwei Hauptformen unterschieden: Das kleinzellige und das nicht-kleinzellige Lungenkarzinom. Insgesamt werden vier Tumorstadien unterschieden: Die Stadien I und II beschreiben allgemein lokal begrenzte Tumoren, das Stadium III lokal fortgeschrittene Tumoren und das Stadium IV Tumoren mit Organmetastasierung. In allen Stadien hängt jedoch die Therapierbarkeit ganz wesentlich von Tumorlage und –größe und von den Begleiterkrankungen des Patienten ab. Prinzipiell werden drei verschiedene Therapieformen angewandt: Operative Entfernung des Tumors, Bestrahlung und Chemotherapie.

Behandlung des nichtkleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC) Stadium IV

Die personalisierte Medizin brachte in den letzten Jahren einen großen Fortschritt in der Behandlung von bösartigen Tumoren, so auch in der Behandlung von Lungenkrebs. Personalisierte Medizin bedeutet, dass jeder Patient eine möglichst zielgenaue, individuell angepasste Behandlung seiner Erkrankung erhält. Dabei müssen zahlreiche Faktoren berücksichtig werden.
Das nachfolgende Schema (Algorithmus) stellt den Stand der Wissenstand im Dezember 2017 für die medikamentöse Behandlung des fortgeschrittenen nicht operablen Lungenkrebses dar.

Die Deutsche Atemwegsliga dankt herzlich Herrn Prof. Schütte, Halle, für die Erstellung des Algorithmus

NSCLC mit Treibermutation NSCLC ohne Treibermutation
Grafik Grafik Seite 2 des Plakates

Die Erkundung, was das beste Therapieschema für einen konkreten Patienten ist, ist für den Pathologen eine große Herausforderungen: Das Tumorgewebe muss minutiös analysiert werden. Tumoren können verschiedene molekularbiologische Merkmale aufweisen, die durch Veränderungen des Erbguts des Tumors zustande kommen.
Aufgrund der vom Pathologen erstellten individuellen Tumor-Merkmale wählt der behandelnde Arzt (Pneumologe oder Onkologe) das passende Medikament aus. Auch die Wirkungsstärke und Nebenwirkungen müssen in Betracht gezogen werden, ebenso die Ergebnisse der Vorbehandlung.
Die Deutsche Atemwegsliga möchte mit der Veröffentlichung dieses Schemas den Betroffenen eine Vorstellung über die Komplexität der personalisierten medikamentösen Krebsbehandlung geben und gleichzeitig eine schnelle Informationsquelle für Fachleute sein.

Experten im Interview

Zertifizierte Zentren mit Schwerpunkt Lungenkrebs

Die Deutsche Krebsgesellschaft zertifiziert Netzwerke aus stationären und ambulanten Einrichtungen, in denen alle an der Behandlung eines Krebspatienten beteiligten Fachrichtungen eng zusammenarbeiten.

Eine Liste zertifizierter Kliniken mit Schwerpunkt Behandlung von Lungenkrebs finden Sie unter folgendem Link: http://www.oncomap.de/index.php

Fortschritte in der Vorbeugung, Früherkennung, Diagnostik und Therapie der Krebserkrankungen haben die Überlebenschancen und die Lebensqualität krebskranker Menschen in Deutschland in den vergangenen Jahren deutlich verbessert.
Derzeit unterstützt die Deutsche Krebshilfe 12 onkologische Spitzenzentren:
http://www.ccc-netzwerk.de/ccc-netzwerk/mitglieder.html

Wichtige Begriffe aus der Onkologie

Im Folgenden haben wir Fachbegriffe erklärt, die im Zusammenhang mit der Diagnose, Therapie und Nachsorge immer wieder auftauchen:

A

Adenokarzinom

bösartiger Tumor mit Ursprung in Drüsenzellen, z.B. Bronchien, Magen, Milchdrüse usw.

Adjuvante Therapie

unterstützende Therapie, z.B. adjuvante Chemotherapie, wenn nach einer Operation zwar kein Tumor mehr nachweisbar ist, das Vorhandensein einzelner Krebszellen jedoch nicht ausgeschlossen werden kann.

Aktives Rauchen

Rauchen von Tabakprodukten (Zigaretten, Zigarren, Pfeife)

ALK

anaplastische Lymphom-Kinase. Durch Hemmung dieses Enzyms kann unter bestimmten Voraussetzungen das Tumorwachstum gehemmt werden.

Alveole

Lungenbläschen

Angiogenese

Wachstum neuer Blutgefäße.
Dies passiert z.B. bei der Wundheilung. Wenn ein Tumor wächst, bilden sich jedoch auch neue Blutgefäße, die die Tumorzellen versorgen und so das Tumorwachstum ermöglichen.

Antikörper

Abwehrstoffe des Körpers
Körpereigene Antikörper reagieren mit Antigenen (das können z.B. Fremdkörper, Allergene oder Bakterien sein) und machen die Eindringlinge unschädlich.

Asbest

krebserregende Mineralien, die früher als Baustoff verwendet wurden

Atemmuskulatur

Muskel, die bei der Ein- und Ausatmung benötigt werden. Dazu gehören Zwerchfell, Zwischenrippenmuskeln sowie Teile der Brust- und Schultermuskeln (Atemhilfsmuskulatur)

B

B-RAF

ein Teil des Erbgutes einer Zelle, der das ungebremste Tumorwachstum einer Zelle fördert (Onkogen)

Bestrahlung

Eine Strahlentherapie wird bei nicht-kleinzelligem Lungenkrebs erst in fortgeschrittenen Stadien (III und IV) und meist in Kombination mit einer Chemotherapie empfohlen. Bei kleinzelligem Lungenkrebs erfolgt im begrenzten Stadium eine Bestrahlung zusätzlich zur Chemotherapie, wenn bereits Lymphknoten befallen sind oder wenn bei einer vorangegangenen Operation nicht das gesamte Tumorgewebe entfernt werden konnte. Zur Hemmung der Entstehung von Tochtergeschwülsten im Gehirn wird manchmal der Schädel vorbeugend bestrahlt.

Biologics

biologische, zumeist in gentechnischen Verfahren hergestellte Medikamente.
Einige dieser Medikamente eignen sich zur zielgerichteten („personalisierten“) Therapie von Tumoren, die genetisch bedingt gegen diese Medikamente empfindlich sind.

Brachytherapie

Form der Strahlentherapie. Die Strahlenquelle wird innerhalb oder in unmittelbarer Nähe des zu bestrahlenden Gebietes in den Atemwegen über eine Bronchoskopie platziert.

Bronchialkarzinom

Ein von den Bronchien ausgehendes bösartiges Geschwulst (= Lungenkrebs). Hauptursache ist langjähriges Rauchen. Weitere aber seltenere Auslöser sind arbeitsplatzbezogene oder umweltbedingte Schadstoffe wie z.B. Asbest.

Bronchitis

Enzündung der Bronchien

Brustfell

Pleura; Schicht, die die Oberfläche der Lunge (Lungenfell) und der Rippen (Rippenfell) bedeckt.
Das Brustfell ermöglicht die Ausdehnung und das Zusammenziehen der Lunge bei der Atmung und verhindert, dass die Lunge zusammenfällt.

C

Checkpoint-Inhibitoren

Das Immunsystem verfügt über Mechanismen, um überschießende Abwehrreaktionen zu verhindern. Tumoren missbrauchen Immunkontrollpunkte (auch Checkpoints genannt), um die gegen sie gerichtete Immunabwehr außer Kraft zu setzen. Hier greifen Checkpoint-Inhibitoren ein:
Sie hemmen die Signalwege und geben damit der Körperabwehr wieder die Möglichkeit, den Tumor zu attackieren.

Chemotherapie

Behandlung mit Medikamenten (Zytostatika), die das Krebswachstum stoppen können
Die Chemotherapie spielt bei der Behandlung von Lungenkrebs für die meisten Patienten eine sehr große Rolle. Kleinzellige Tumoren werden grundsätzlich mit Chemotherapie behandelt, da sie besonders gut darauf reagieren. Bei nicht-kleinzelligem Lungenkrebs empfiehlt man in frühen Stadien die Chemotherapie im Anschluss an die Operation als sogenannte adjuvante Therapie. Im Spätstadium, wenn der Tumor bereits entfernt gelegene Lymphknoten oder andere Organe befallen hat, kann eine Chemotherapie in Kombination mit Strahlentherapie oder mit einer zielgerichteten Therapie erfolgen.

Chromosomen

Chromosomen befinden sich im Zellkern und sind die Träger der Erbinformation. Sie bestehen aus einem langen DNA-Faden und Eiweißen. DNA bzw. DNS steht für Desoxyribonukleinsäure.

Computertomografie (CT)

Spezielles Röntgenverfahren, mit dem der menschliche Körper in Querschnittbildern (Schnittbildverfahren) dargestellt wird. Im Vergleich zu einer herkömmlichen Röntgenaufnahme, auf der nur grobe Strukturen und Knochen erkennbar sind, wird in CT-Aufnahmen auch Weichteilgewebe mit geringen Kontrastunterschieden dargestellt.

D

DNA-Methylierung

Bei der DNA-Methylierung wird eine Kohlenwasserstoffverbindung, eine sogenannte Methylgruppe, an ein Stück der Erbinformation (DNA) gebunden und inaktiviert so das betreffende Gen, ohne die Reihenfolge der Basen der DNA zu verändern. Die DNA-Methylierung hat verschiedene biologische Funktionen und stellt keine genetische Mutation dar.

Drittlinientherapie

Die auf eine erste und zweite Behandlung (Erst- und Zweitlinientherapie) folgende Therapie, die durchgeführt wird, weil die Erst- und die Zweittherapie nicht den gewünschten Erfolg gebracht hat.

E

EGF - Epithelialer Wachstumsfaktor

Eiweiß, das bei der Einleitung der Zellteilung als Signalmolekül auftritt.
Es regt die Ausbildung einer Reihe von Zelltypen an.

EGF-Rezeptor

epidermal growth factor receptor
Bindungsstelle (Rezeptor) für den epidermalen Wachstumsfaktor in der Zellwand, über den Rezeptor werden EGF-Moleküle aktiviert und das Zellwachstum angeregt; eine Überaktivierung führt zu unkontrollierter Zellteilung und damit zum Krebswachstum

EGFR-Blocker

Molekül, das krankhaft erhöhtes Zellwachstum hemmt
EGFR steht für epidermal growth factor receptor Hemmer
Das ist ein Eiweißmolekül, das bei der Zellteilung wichtig ist. Es regt die Ausbildung einer Reihe von Zelltypen (Wachstumsfaktor) an.

Endothel

dünne Schicht aus Zellen, die die Innenwand von Blutgefäßen auskleidet.

Enzym

Stoff, der eine biochemische Umwandlung beschleunigt.

Erbinformation

Jede menschliche Zelle besitzt im Zellkern für jede Aufgabe eine doppelte Garnitur von Erbinformationen (Genen). Ein Gen stammt von der Mutter, das andere vom Vater.

Erstlinientherapie

Behandlung der ersten Wahl, von der man sich den besten Erfolg verspricht.

Exon

Bereich der DNA, der in messenger RNA (mRNA) abgeschrieben (transkribiert) wird.
Bei der Transkription wird ein DNA-Gen abgelesen und als RNA-Molekül vervielfältigt. Der abgelesene DNA-Abschnitt ist also die Vorlage zur Bildung eines neuen RNA-Strangs.
mRNA ist die Boten-RNA: Die mRNA ist Vorlage für die Proteinbiosynthese durch Ribosomen. Die Erbinformation wird exprimiert.
Exons sind durch Introns unterbrochen und werden während der Transkription wieder verbunden

Exprimieren

Expression oder Exprimierung, beschreibt wie die genetische Information zum Ausdruck kommt und in Erscheinung tritt.

F

FGF

fibroblast growth factor: Gruppe von Wachstumsfaktoren
steuern und verändern die Vermehrung, Wanderung und Differenzierung von Zellen, insbesondere von Endothelzellen, aber auch von Muskelzellen und Fibroblasten

FGFR

fibroblast growth factor receptor: Bindungsstelle (Rezeptor) für FGF

Fibroblast

Bindegewebszellen

H

Haferzellkarzinom

die Tumorzellen erinnern an Haferkörner, andere Bezeichnung für kleinzelliges Bronchialkarzinom

I

Inhibitor

Substanz, die die Wirkung eines anderen Stoffes hemmt.

Intravenöse Injektion

Spritze (Injektion) in die Vene. Venen sind die Blutgefäße, die Blut aus dem Gewebe in Richtung Herz transportieren.

K

Karzinogen, kanzerogen

krebserzeugend

Kleinzelliges Bronchialkarzinom SCLC

Lungenkrebsart, bei der die Zellen klein und rund sind

Komplementäre Medizin

Komplementär bedeutet "Ergänzung" bzw. "Erweiterung" der schulmedizinischen Therapie mit naturheilkundlichen Methoden.
Man geht von der Aktivierung selbstregulierender Prozesse im menschlichen Organismus aus. Ziel ist die Verbesserung der Lebensqualität

Kontraindikation

Gegenanzeige, Umstand, der die Anwendung eines Verfahren verbietet.

Krebs

Erkrankungen bei denen sich krankhaft veränderte Zellen unkontrolliert teilen. Die bösartigen Zellen können in die benachbarten Gewebe einwachsen und über die Blutbahn oder das lymphatische System in andere Körperregionen gelangen und dort Tochtertumoren (Metastasen) bilden.

Kurative Therapie

Behandlung, deren Ziel die Heilung ist.

L

Lambert-Eaton-Syndrom

Autoimmunerkrankung des peripheren Nervensystems:
Meist im Zusammenhang mit einem kleinzelligen Bronchialkarzinom (SCLC). Das SCLC bildet an seiner Oberfläche Calciumkanäle aus, gegen die sich die Immunabwehr richtet. Dabei werden auch Calciumkanäle, die für die Signalübertragung von Nerven zu Muskeln wichtig sind, zerstört. Symtome: Muskelschwäche, verminderter Tränenfluss, Mundtrockenheit, vermindertes Schwitzen.

Lokale Therapie

Lokale Behandlung, z.B. Operation, lokale Bestrahlung

Lokalrezidiv

Wiederauftreten der Krebserkrankung an der ursprünglichen Krankheitsstelle , nachdem der Tumor zwischenzeitlich dort nicht nachweisbar war.

Lunge

Die Lunge ist das Atmungsorgan. Sie besteht aus zwei Lungenflügeln (auch rechte und linke Lunge genannt). Der rechte Lungenflügel gliedert sich in drei Lungenlappen. Der linke Lungenflügel hat zwei Lungenlappen.
Durch die Luftröhre gelangt Luft in die Lunge. Die Luftröhre teilt sich in zwei Hauptbronchien, die die rechte bzw. die linke Lunge versorgen. Die Bronchien verzweigen sich weiter und werden immer kleiner. Der Gasaustausch findet in den Lungenbläschen statt, die sich an Ende der kleinsten Bronchien befinden.

Lungenbläschen

Alveolen; hier findet der Sauerstoff- und Kohlendioxidaustausch zwischen Atemluft und Blut statt

Lungenhilus

Mitte zwischen den Lungenflügeln; hier treten Blutgefäßen und Bronchien in die Lunge ein.
Im Lungenhilus befinden sich zahlreiche Lymphknoten, in die sich Lungenkrebs ausbreiten kann. Deshalb sind sie von besonderer Bedeutung bei der Diagnose und Behandlung von Lungenkrebs.

Lungenkarzinom

gehört zu den am häufigsten diagnostizierten Krebsarten. Beim Lungenkrebs werden zwei Hauptformen unterschieden: Das kleinzellige und das nicht-kleinzellige Lungenkarzinom. Insgesamt werden vier Tumorstadien unterschieden: Die Stadien I und II beschreiben allgemein lokal begrenzte Tumoren, das Stadium III lokal fortgeschrittene Tumoren und das Stadium IV Tumoren mit Organmetastasierung. In allen Stadien hängt jedoch die Therapierbarkeit ganz wesentlich von Tumorlage und –größe und von den Begleiterkrankungen des Patienten ab. Prinzipiell werden drei verschiedene Therapieformen angewandt: Operative Entfernung des Tumors, Bestrahlung und Chemotherapie

Lymphknoten

Lymphdrüsen
„Filterstation“ für Lymphe (Gewebswasser). Jeder Lymphknoten ist für die Aufnahme und Filtration der Lymphe einer Körperregion zuständig (regionaler Lymphknoten). Mehrere Reihen Lymphknoten sind hintereinander geschaltet (N1, N2, N3 / erste, zweite, dritte Reihe). Lymphknoten enthalten spezielle Abwehrzellen, die Krankheitserreger oder Krebszellen aus dem Lymphstrom herausfiltern. Lymphknoten finden sich überall im Körper

M

Maligne

bösartig

MEK

(Mitogen-activated Extracellular signal regulated Kinase)-Hemmer
Die Wirkungen beruhen auf der Hemmung bestimmter Enzyme, der sogenannten MEK-Kinasen 1 und 2

Metastase

Tochtergeschwulst, die durch Absiedlung von Krebszellen und Ausbreitung über die Blut- und Lymphbahnen entstanden ist.
Metastasen bestehen aus denselben Zellen wie der ursprüngliche Tumor. Im Gegensatz zum Lokalrezidiv entstehen Metastasen an einer anderen Stelle als der zuerst vorhandene Tumor.

Molekulare Marker

eindeutig identifizierbare, kurze Abschnitte der Erbsubstanz

Monoklonale Antikörper

Gentechnisch hergestellte, hochspezifische Antikörper, die sowohl zur Diagnose als auch zur Therapie von Tumorerkrankungen eingesetzt werden können

Monotherapie

Behandlung mit nur einem Medikament bzw. einer Wirksubstanz

Mutation

Veränderung der Erbinformation

N

Nachsorge

Nach Abschluss der Krebsbehandlung wird Lungenkrebspatienten empfohlen, regelmäßig an Nachsorgeuntersuchungen teilzunehmen. Mit deren Hilfe können Krankheitsrückfälle und Begleiterkrankungen erkannt und eine entsprechende Therapie eingeleitet werden.

Neoadjuvante Therapie

Therapie zur Verkleinerung der Tumormasse vor einer geplanten Tumoroperation; kann aus einer Chemotherapie, Tumorbestrahlung oder einer Kombination beider Verfahren bestehen

Neuroendokriner Tumor

Alte Bezeichnung: Karzinoid (karzinomähnlicher Tumor). Manche Formen sind relativ gutartig und auf den Bronchialbaum beschränkt. Eine aggressive bösartige Variante ist das kleinzellige Bronchialkarzinom. Am häufigsten kommen aber neuroendokrine Tumoren im Magen-Darm-Trakt und in der Bauchspeicheldrüse vor.
Die Tumorzellen stammen von hormonproduzierenden Drüsenzellen ab und produzieren häufig Eiweißkörper, die wie Hormone wirken. Dies kann zur Entstehung eines so genannten paraneoplastischen Syndroms führen. Hierbei können z. B. Herzklopfen, Gesichtsrötung und andere Symptome auftreten.
Als paraneoplastische Begleiterscheinung des kleinzelligen Bronchialkarzinoms kann ebenfalls ein Lambert-Eaton-Syndrom (PLEMS) auftreten - in einigen Fällen lange, bevor der Tumor klinisch manifest wird.

Nicht-kleinzelliges Bronchialkarzinom

Lungenkrebsform, nach der Art der Zellen werden nicht-kleinzellige Tumore in Plattenepithelkarzinome, Adeno- und großzellige Karzinome unterteilt

NSCLC

Nicht-kleinzelliges Bronchialkarzinom (englische Abkürzung)

O

Onkologie

die Wissenschaft, die sich mit Krebs befasst

Operation

Die Operation spielt vor allem beim nicht-kleinzelligen Lungenkrebs eine Rolle. Kleinzelliger Lungenkrebs wächst oft sehr schnell und breitet sich frühzeitig über die Lymph- und Blutbahnen im ganzen Körper aus. Eine Operation ist dann meist nicht sinnvoll, da der Tumor nicht komplett entfernt werden kann. Es gibt aber auch Operationen in Fällen, in denen aufgrund der Tumorgröße Nachbarorgane abgedrückt werden.

P

Palliative Therapie

Behandlung unheilbarer Krankheiten mit dem Ziel, Beschwerden zu lindern, wenn keine Heilung möglich ist.
Im weit fortgeschrittenen Stadium einer Lungenkrebserkrankung und wenn sich keine wirksamen Behandlungsoptionen gegen den Krebs mehr anbieten, geht es bei der Behandlung vor allem darum, auftretende Beschwerden zu lindern und das Befinden des Patienten zu verbessern. Eine wirksame Schmerztherapie steht dabei im Vordergrund. Ebenso wichtig ist die Behandlung der Atemnot.
Darüber hinaus kommen Maßnahmen zum Einsatz, die sich gezielt gegen bestimmte Beschwerden richten, z.B. Operationen bei lebensbedrohlichen Blutungen oder metastasenbedingten Knochenbrüchen.

Pancost Tumor

Bronchialkarzinom im Bereich der Lungenspitze, das meist schnell wächst.

Paraneoplastisches Syndrom

Symptome und Befunde, die im Zusammenhang mit einer Tumorerkrankung auftreten, wenn der Tumor bestimmte hormonähnliche Substanzen produziert und in den Kreislauf abgibt.
Die Beschwerden sind jedoch nicht unmittelbare Folge des Tumorwachstums oder von Metastasen.

Passivrauchen

Inhalation von Tabakrauch, ohne selbst zu rauchen, z.B bei Aufenthalt in Räumen, in denen andere rauchen.

PD-L1 programmed death-ligand 1

hemmt aktivierte T-Zellen durch Bindung an den Rezeptor (PD-1).
Wird PD-L1 blockiert, wir die körpereigene Abwehr gegen Tumore reaktiviert und der Tumor wird vom Immunsystem wieder angegriffen.

PDGF

platelet-derived growth factor: 
Gruppe von Wachstumsfaktoren, die bei Verletzungen von Blutplättchen freigesetzt werden, um die Wundheilung anzuregen.

PDGFR

Bindungsstelle (Rezeptor) für PDGF

PET

siehe Positronen-Emissionstomographie

Plattenepithelkarzinom

Krebs aus dünnen, flachen Zellen, die wie Fischschuppen aussehen.
Plattenepithelzellen bilden normalerweise die Oberfläche der Haut und der Schleimhäute

Pleura

Brustfell

Pneumologe

Pulmologe, Facharzt für Erkrankungen der Atmungsorgane

Positronen-Emissionstomographie

Untersuchungsverfahren, mit dem Stoffwechselvorgänge im Körper sichtbar gemacht werden können, dient z.B. zur Suche nach Metastasen

Primärturmor

zuerst entstandener Tumor

Prognose

Vorhersage zum wahrscheinlichen Verlauf und Ausgang einer Krankheit
Angaben zur Prognose sind statistische Angaben, die sich auf alle Patienten mit ähnlichen Befunden beziehen. Ob die Prognose auch im Einzelfall wirklich zutrifft, kann nicht vorhergesagt werden.

Progression

Fortschreiten (einer Erkrankung)

R

Radiochemotherapie (RCT)

Kombination aus Strahlentherapie und Chemotherapie

Radiotherapie

Bestrahlung, siehe  Strahlentherapie

Radon

Radioaktives Gas,
kommt natürlicherweise im Erdreich und manchen Baumaterialien (z.B. Beton) vor, kann Lungenkrebs auslösen

Rauchen

Inhalation von Tabakrauch;
Hauptursache von Lungenkrebs
Rauchen von Zigaretten erhöht das Risiko für Lungenkrebs; Pfeifen- und Zigarrenrauch löst vermehrt Krebs in Mund, Rachen und Kehlkopf aus.

Rehabilitation

Das Wort Rehabilitation bedeutet „Wiederbefähigung“. Durch verschiedene Maßnahmen sollen die körperlichen, aber auch seelischen und sozialen Folgen einer chronischen Krankheit vermindert werden. Die Rehabilitation ergänzt die Behandlung beim Haus-/Facharzt oder im Krankenhaus.

Remission

Nachlassen von Krankheitssymptomen
komplette Remission: Es ist kein Tumor mehr nachweisbar
teilweise (= partielle) Remission: Viele oder nicht alle Tumoranzeichen sind verschwunden

Resistenz

Medikamente sind nicht mehr wirksam

Rezeptor

Andockstelle an einer Zelle für Botenstoffe

Rezidiv

Erneutes Auftreten eines Tumors nach vorheriger Behandlung; kann auf den ursprünglichen Entstehungsort beschränkt sein (Lokalrezidiv), die benachbarten Lymphknoten erfassen oder an einer vom Entstehungsort entfernten Körperstelle auftreten (Fernrezidiv = Metastase)

Röntgenstrahlen

Energiereiche Strahlen, die in niedriger Dosierung zur Diagnose von Krankheiten (Röntgenaufnahmen) und in hoher Dosis zur Krebstherapie verwendet werden

ROS

reactive oxygen species, Sauerstoffradikale, für den Organismus möglicherweise schädliche Formen von Sauerstoff

S

SCLC

Englische Abkürzung für „Kleinzelliges Lungenkarzinom“, welches auch als Haferzellkarzinom bezeichnet wird und von endokrinen Zellen ausgeht.

Strahlentherapie

Anwendung energiereicher Strahlen zur Abtötung von Krebszellen; wird auch als Radiotherapie bezeichnet

Supportiva

Medikamente und Maßnahmen zur Linderung von Beschwerden

Symptom

Krankheitszeichen

Systemische Therapie

Behandlung mit Auswirkungen auf den ganzen Körper, z.B. durch Einnahme einer Tablette, einer Injektion oder Infusion.
Im Gegensatz dazu wirkt sich eine lokale Therapie nur auf einzelne Bereiche des Körpers aus (Auftragen einer Creme, lokale Behandlung einer Wunde).

T

T790M Testung

nicht-kleinzellige Bronchialkarzinome (NSCLC) mit einer Mutation im Rezeptor für den epidermalen Wachstumsfaktor (EGFR), werden oft mit einem EGFR-Tyrosinkinaseinhibitor (TKI) behandelt. Im Laufe der Behandlung bildet sich oft eine Resistenz. Ursache dieser Resistenz ist  in etwa zwei Drittel der Fälle eine T790M-Mutation im Gen für den EGFR. Für diese Patienten ist  EGFR T790M-TKI eine weitere Therapieoption.

Targetstrukturen

Target (englisch für „Ziel“) ist ein Molekül, an das ein Wirkstoff binden
kann. Der Wirkstoff entfaltet genau dadurch seine Wirkung.

Taxane

Zytostatika, die aus der Rinde und den Nadeln der Eibe gewonnen werden; seit Beginn der 90er Jahre in der Krebstherapie eingesetzt

Telomerase

Enzym, das bei Zellteilung wichtig ist. Sie regeneriert die bei jeder Zellteilung kürzer werdenden Endstücke der Chromosomen, die Telomere, und verlängert so das Leben der Zelle – eine bei Krebszellen fatale Funktion.

TKI

siehe Tyrosinkinase-Inhibitor

TNM-Klassifikation

Tumor-Klassifikation nach Größe und Ausdehnung des Primärtumors (T), Befall der benachbarten (regionalen) Lymphknoten (N) und anderer Organe/Metastasen (M)

Transkription

Synthese von RNA anhand einer DNA als Vorlage
siehe auch Exon

Translokation

Umlagerung von Chromosomenabschnitten. Dabei tauschen in der Regel zwei Chromosomen Stücke untereinander aus.

Translokation der EML4-ALK-Struktur

Die Erbinformation für das Eiweiß EML4 und das Enzym ALK liegennormalerweise an unterschiedlichen Stellen im Erbgut. Aufgrund einer Verschiebung können beide Erbinformationen verschmelzen. Dann bildet der Körper einen Stoff, der Tumorwachstum fördert.

Treibermutation

Veränderung im Erbgut des Tumors, die dazu führt, dass die Tumorzelle ein ganz bestimmtes Eiweißmolekül in veränderter Form bildet. Weil dieses Eiweiß das unkontrollierte Zellwachstum „antreibt“, wird aus der normalen Zelle eine Tumorzelle.

Tumor

Geschwulst; entsteht durch überschießende Zellteilung; Tumoren erfüllen keine nützlichen Körperfunktionen; sie können gutartig (kein Krebs) oder bösartig (Krebs) sein

Tumormarker

biologische Substanzen wie z.B. Eiweiße, die im Gewebe oder anderen Körperflüssigkeiten vorkommen, sich jedoch auch im Blut  nachweisen lassen. Wenn die Konzentration dieser Stoffe im Blut erhöht ist, kann dies auf einen Tumor oder das Rezidiv eines Tumors hindeuten.
Die meisten dieser Marker sind jedoch wenig spezifisch, so dass die meisten nur zur Verlaufskontrolle, jedoch nicht zur Frühdiagnose geeignet sind.

Tyrosinkinase-Inhibitor

Wirkstoff, der die Bindungsstellen für Wachstumsfaktoren hemmt. Dadurch soll das Wachstum von (Tumor-)Zellen verringert werden.
Beim Lungenkrebs können Tyrosinkinase-Inhibitoren zur Hemmung des EGF-Rezeptors eingesetzt werden.

V

VEGF

vascular endothelial growth factor: 
Wachstumsfaktoren, die vor allem das Wachstum von Blutgefäßen anregen. Es gibt verschiedene Unterformen.

VEGF-AK / VEGF-2AK

vascular endothelial growth factor antikörper: verschiedene Antikörper gegen VEGF

Z

Zielgerichtete Therapie

Behandlungsverfahren gegen Krebs, bei dem Medikamente eingesetzt werden, die gezielt Stoffwechselprozesse von Krebs- und Körperzellen beeinflussen, die dem Krebswachstum oder der Versorgung des Tumors mit Blut dienen

Zweitlinientherapie

Behandlung die nach der Ersten erfolgt, weil die erste Behandlung (Erstlinientherapie) nicht den gewünschten Erfolg gebracht hat.

Zytostatikum

Medikament, das die Teilung von sich teilenden Zellen hemmt,
Mehrzahl: Zytostatika

Zytotoxisch

zellvergiftend, zellschädigend

A

Adenokarzinom

bösartiger Tumor mit Ursprung in Drüsenzellen, z.B. Bronchien, Magen, Milchdrüse usw.

Adjuvante Therapie

unterstützende Therapie, z.B. adjuvante Chemotherapie, wenn nach einer Operation zwar kein Tumor mehr nachweisbar ist, das Vorhandensein einzelner Krebszellen jedoch nicht ausgeschlossen werden kann.

Aktives Rauchen

Rauchen von Tabakprodukten (Zigaretten, Zigarren, Pfeife)

ALK

anaplastische Lymphom-Kinase. Durch Hemmung dieses Enzyms kann unter bestimmten Voraussetzungen das Tumorwachstum gehemmt werden.

Alveole

Lungenbläschen

Angiogenese

Wachstum neuer Blutgefäße.
Dies passiert z.B. bei der Wundheilung. Wenn ein Tumor wächst, bilden sich jedoch auch neue Blutgefäße, die die Tumorzellen versorgen und so das Tumorwachstum ermöglichen.

Antikörper

Abwehrstoffe des Körpers
Körpereigene Antikörper reagieren mit Antigenen (das können z.B. Fremdkörper, Allergene oder Bakterien sein) und machen die Eindringlinge unschädlich.

Asbest

krebserregende Mineralien, die früher als Baustoff verwendet wurden

Atemmuskulatur

Muskel, die bei der Ein- und Ausatmung benötigt werden. Dazu gehören Zwerchfell, Zwischenrippenmuskeln sowie Teile der Brust- und Schultermuskeln (Atemhilfsmuskulatur)

B

B-RAF

ein Teil des Erbgutes einer Zelle, der das ungebremste Tumorwachstum einer Zelle fördert (Onkogen)

Bestrahlung

Eine Strahlentherapie wird bei nicht-kleinzelligem Lungenkrebs erst in fortgeschrittenen Stadien (III und IV) und meist in Kombination mit einer Chemotherapie empfohlen. Bei kleinzelligem Lungenkrebs erfolgt im begrenzten Stadium eine Bestrahlung zusätzlich zur Chemotherapie, wenn bereits Lymphknoten befallen sind oder wenn bei einer vorangegangenen Operation nicht das gesamte Tumorgewebe entfernt werden konnte. Zur Hemmung der Entstehung von Tochtergeschwülsten im Gehirn wird manchmal der Schädel vorbeugend bestrahlt.

Biologics

biologische, zumeist in gentechnischen Verfahren hergestellte Medikamente.
Einige dieser Medikamente eignen sich zur zielgerichteten („personalisierten“) Therapie von Tumoren, die genetisch bedingt gegen diese Medikamente empfindlich sind.

Brachytherapie

Form der Strahlentherapie. Die Strahlenquelle wird innerhalb oder in unmittelbarer Nähe des zu bestrahlenden Gebietes in den Atemwegen über eine Bronchoskopie platziert.

Bronchialkarzinom

Ein von den Bronchien ausgehendes bösartiges Geschwulst (= Lungenkrebs). Hauptursache ist langjähriges Rauchen. Weitere aber seltenere Auslöser sind arbeitsplatzbezogene oder umweltbedingte Schadstoffe wie z.B. Asbest.

Bronchitis

Enzündung der Bronchien

Brustfell

Pleura; Schicht, die die Oberfläche der Lunge (Lungenfell) und der Rippen (Rippenfell) bedeckt.
Das Brustfell ermöglicht die Ausdehnung und das Zusammenziehen der Lunge bei der Atmung und verhindert, dass die Lunge zusammenfällt.

C

Checkpoint-Inhibitoren

Das Immunsystem verfügt über Mechanismen, um überschießende Abwehrreaktionen zu verhindern. Tumoren missbrauchen Immunkontrollpunkte (auch Checkpoints genannt), um die gegen sie gerichtete Immunabwehr außer Kraft zu setzen. Hier greifen Checkpoint-Inhibitoren ein:
Sie hemmen die Signalwege und geben damit der Körperabwehr wieder die Möglichkeit, den Tumor zu attackieren.

Chemotherapie

Behandlung mit Medikamenten (Zytostatika), die das Krebswachstum stoppen können
Die Chemotherapie spielt bei der Behandlung von Lungenkrebs für die meisten Patienten eine sehr große Rolle. Kleinzellige Tumoren werden grundsätzlich mit Chemotherapie behandelt, da sie besonders gut darauf reagieren. Bei nicht-kleinzelligem Lungenkrebs empfiehlt man in frühen Stadien die Chemotherapie im Anschluss an die Operation als sogenannte adjuvante Therapie. Im Spätstadium, wenn der Tumor bereits entfernt gelegene Lymphknoten oder andere Organe befallen hat, kann eine Chemotherapie in Kombination mit Strahlentherapie oder mit einer zielgerichteten Therapie erfolgen.

Chromosomen

Chromosomen befinden sich im Zellkern und sind die Träger der Erbinformation. Sie bestehen aus einem langen DNA-Faden und Eiweißen. DNA bzw. DNS steht für Desoxyribonukleinsäure.

Computertomografie (CT)

Spezielles Röntgenverfahren, mit dem der menschliche Körper in Querschnittbildern (Schnittbildverfahren) dargestellt wird. Im Vergleich zu einer herkömmlichen Röntgenaufnahme, auf der nur grobe Strukturen und Knochen erkennbar sind, wird in CT-Aufnahmen auch Weichteilgewebe mit geringen Kontrastunterschieden dargestellt.

D

DNA-Methylierung

Bei der DNA-Methylierung wird eine Kohlenwasserstoffverbindung, eine sogenannte Methylgruppe, an ein Stück der Erbinformation (DNA) gebunden und inaktiviert so das betreffende Gen, ohne die Reihenfolge der Basen der DNA zu verändern. Die DNA-Methylierung hat verschiedene biologische Funktionen und stellt keine genetische Mutation dar.

Drittlinientherapie

Die auf eine erste und zweite Behandlung (Erst- und Zweitlinientherapie) folgende Therapie, die durchgeführt wird, weil die Erst- und die Zweittherapie nicht den gewünschten Erfolg gebracht hat.

E

EGF - Epithelialer Wachstumsfaktor

Eiweiß, das bei der Einleitung der Zellteilung als Signalmolekül auftritt.
Es regt die Ausbildung einer Reihe von Zelltypen an.

EGF-Rezeptor

epidermal growth factor receptor
Bindungsstelle (Rezeptor) für den epidermalen Wachstumsfaktor in der Zellwand, über den Rezeptor werden EGF-Moleküle aktiviert und das Zellwachstum angeregt; eine Überaktivierung führt zu unkontrollierter Zellteilung und damit zum Krebswachstum

EGFR-Blocker

Molekül, das krankhaft erhöhtes Zellwachstum hemmt
EGFR steht für epidermal growth factor receptor Hemmer
Das ist ein Eiweißmolekül, das bei der Zellteilung wichtig ist. Es regt die Ausbildung einer Reihe von Zelltypen (Wachstumsfaktor) an.

Endothel

dünne Schicht aus Zellen, die die Innenwand von Blutgefäßen auskleidet.

Enzym

Stoff, der eine biochemische Umwandlung beschleunigt.

Erbinformation

Jede menschliche Zelle besitzt im Zellkern für jede Aufgabe eine doppelte Garnitur von Erbinformationen (Genen). Ein Gen stammt von der Mutter, das andere vom Vater.

Erstlinientherapie

Behandlung der ersten Wahl, von der man sich den besten Erfolg verspricht.

Exon

Bereich der DNA, der in messenger RNA (mRNA) abgeschrieben (transkribiert) wird.
Bei der Transkription wird ein DNA-Gen abgelesen und als RNA-Molekül vervielfältigt. Der abgelesene DNA-Abschnitt ist also die Vorlage zur Bildung eines neuen RNA-Strangs.
mRNA ist die Boten-RNA: Die mRNA ist Vorlage für die Proteinbiosynthese durch Ribosomen. Die Erbinformation wird exprimiert.
Exons sind durch Introns unterbrochen und werden während der Transkription wieder verbunden

Exprimieren

Expression oder Exprimierung, beschreibt wie die genetische Information zum Ausdruck kommt und in Erscheinung tritt.

F

FGF

fibroblast growth factor: Gruppe von Wachstumsfaktoren
steuern und verändern die Vermehrung, Wanderung und Differenzierung von Zellen, insbesondere von Endothelzellen, aber auch von Muskelzellen und Fibroblasten

FGFR

fibroblast growth factor receptor: Bindungsstelle (Rezeptor) für FGF

Fibroblast

Bindegewebszellen

H

Haferzellkarzinom

die Tumorzellen erinnern an Haferkörner, andere Bezeichnung für kleinzelliges Bronchialkarzinom

I

Inhibitor

Substanz, die die Wirkung eines anderen Stoffes hemmt.

Intravenöse Injektion

Spritze (Injektion) in die Vene. Venen sind die Blutgefäße, die Blut aus dem Gewebe in Richtung Herz transportieren.

K

Karzinogen, kanzerogen

krebserzeugend

Kleinzelliges Bronchialkarzinom SCLC

Lungenkrebsart, bei der die Zellen klein und rund sind

Komplementäre Medizin

Komplementär bedeutet "Ergänzung" bzw. "Erweiterung" der schulmedizinischen Therapie mit naturheilkundlichen Methoden.
Man geht von der Aktivierung selbstregulierender Prozesse im menschlichen Organismus aus. Ziel ist die Verbesserung der Lebensqualität

Kontraindikation

Gegenanzeige, Umstand, der die Anwendung eines Verfahren verbietet.

Krebs

Erkrankungen bei denen sich krankhaft veränderte Zellen unkontrolliert teilen. Die bösartigen Zellen können in die benachbarten Gewebe einwachsen und über die Blutbahn oder das lymphatische System in andere Körperregionen gelangen und dort Tochtertumoren (Metastasen) bilden.

Kurative Therapie

Behandlung, deren Ziel die Heilung ist.

L

Lambert-Eaton-Syndrom

Autoimmunerkrankung des peripheren Nervensystems:
Meist im Zusammenhang mit einem kleinzelligen Bronchialkarzinom (SCLC). Das SCLC bildet an seiner Oberfläche Calciumkanäle aus, gegen die sich die Immunabwehr richtet. Dabei werden auch Calciumkanäle, die für die Signalübertragung von Nerven zu Muskeln wichtig sind, zerstört. Symtome: Muskelschwäche, verminderter Tränenfluss, Mundtrockenheit, vermindertes Schwitzen.

Lokale Therapie

Lokale Behandlung, z.B. Operation, lokale Bestrahlung

Lokalrezidiv

Wiederauftreten der Krebserkrankung an der ursprünglichen Krankheitsstelle , nachdem der Tumor zwischenzeitlich dort nicht nachweisbar war.

Lunge

Die Lunge ist das Atmungsorgan. Sie besteht aus zwei Lungenflügeln (auch rechte und linke Lunge genannt). Der rechte Lungenflügel gliedert sich in drei Lungenlappen. Der linke Lungenflügel hat zwei Lungenlappen.
Durch die Luftröhre gelangt Luft in die Lunge. Die Luftröhre teilt sich in zwei Hauptbronchien, die die rechte bzw. die linke Lunge versorgen. Die Bronchien verzweigen sich weiter und werden immer kleiner. Der Gasaustausch findet in den Lungenbläschen statt, die sich an Ende der kleinsten Bronchien befinden.

Lungenbläschen

Alveolen; hier findet der Sauerstoff- und Kohlendioxidaustausch zwischen Atemluft und Blut statt

Lungenhilus

Mitte zwischen den Lungenflügeln; hier treten Blutgefäßen und Bronchien in die Lunge ein.
Im Lungenhilus befinden sich zahlreiche Lymphknoten, in die sich Lungenkrebs ausbreiten kann. Deshalb sind sie von besonderer Bedeutung bei der Diagnose und Behandlung von Lungenkrebs.

Lungenkarzinom

gehört zu den am häufigsten diagnostizierten Krebsarten. Beim Lungenkrebs werden zwei Hauptformen unterschieden: Das kleinzellige und das nicht-kleinzellige Lungenkarzinom. Insgesamt werden vier Tumorstadien unterschieden: Die Stadien I und II beschreiben allgemein lokal begrenzte Tumoren, das Stadium III lokal fortgeschrittene Tumoren und das Stadium IV Tumoren mit Organmetastasierung. In allen Stadien hängt jedoch die Therapierbarkeit ganz wesentlich von Tumorlage und –größe und von den Begleiterkrankungen des Patienten ab. Prinzipiell werden drei verschiedene Therapieformen angewandt: Operative Entfernung des Tumors, Bestrahlung und Chemotherapie

Lymphknoten

Lymphdrüsen
„Filterstation“ für Lymphe (Gewebswasser). Jeder Lymphknoten ist für die Aufnahme und Filtration der Lymphe einer Körperregion zuständig (regionaler Lymphknoten). Mehrere Reihen Lymphknoten sind hintereinander geschaltet (N1, N2, N3 / erste, zweite, dritte Reihe). Lymphknoten enthalten spezielle Abwehrzellen, die Krankheitserreger oder Krebszellen aus dem Lymphstrom herausfiltern. Lymphknoten finden sich überall im Körper

M

Maligne

bösartig

MEK

(Mitogen-activated Extracellular signal regulated Kinase)-Hemmer
Die Wirkungen beruhen auf der Hemmung bestimmter Enzyme, der sogenannten MEK-Kinasen 1 und 2

Metastase

Tochtergeschwulst, die durch Absiedlung von Krebszellen und Ausbreitung über die Blut- und Lymphbahnen entstanden ist.
Metastasen bestehen aus denselben Zellen wie der ursprüngliche Tumor. Im Gegensatz zum Lokalrezidiv entstehen Metastasen an einer anderen Stelle als der zuerst vorhandene Tumor.

Molekulare Marker

eindeutig identifizierbare, kurze Abschnitte der Erbsubstanz

Monoklonale Antikörper

Gentechnisch hergestellte, hochspezifische Antikörper, die sowohl zur Diagnose als auch zur Therapie von Tumorerkrankungen eingesetzt werden können

Monotherapie

Behandlung mit nur einem Medikament bzw. einer Wirksubstanz

Mutation

Veränderung der Erbinformation

N

Nachsorge

Nach Abschluss der Krebsbehandlung wird Lungenkrebspatienten empfohlen, regelmäßig an Nachsorgeuntersuchungen teilzunehmen. Mit deren Hilfe können Krankheitsrückfälle und Begleiterkrankungen erkannt und eine entsprechende Therapie eingeleitet werden.

Neoadjuvante Therapie

Therapie zur Verkleinerung der Tumormasse vor einer geplanten Tumoroperation; kann aus einer Chemotherapie, Tumorbestrahlung oder einer Kombination beider Verfahren bestehen

Neuroendokriner Tumor

Alte Bezeichnung: Karzinoid (karzinomähnlicher Tumor). Manche Formen sind relativ gutartig und auf den Bronchialbaum beschränkt. Eine aggressive bösartige Variante ist das kleinzellige Bronchialkarzinom. Am häufigsten kommen aber neuroendokrine Tumoren im Magen-Darm-Trakt und in der Bauchspeicheldrüse vor.
Die Tumorzellen stammen von hormonproduzierenden Drüsenzellen ab und produzieren häufig Eiweißkörper, die wie Hormone wirken. Dies kann zur Entstehung eines so genannten paraneoplastischen Syndroms führen. Hierbei können z. B. Herzklopfen, Gesichtsrötung und andere Symptome auftreten.
Als paraneoplastische Begleiterscheinung des kleinzelligen Bronchialkarzinoms kann ebenfalls ein Lambert-Eaton-Syndrom (PLEMS) auftreten - in einigen Fällen lange, bevor der Tumor klinisch manifest wird.

Nicht-kleinzelliges Bronchialkarzinom

Lungenkrebsform, nach der Art der Zellen werden nicht-kleinzellige Tumore in Plattenepithelkarzinome, Adeno- und großzellige Karzinome unterteilt

NSCLC

Nicht-kleinzelliges Bronchialkarzinom (englische Abkürzung)

O

Onkologie

die Wissenschaft, die sich mit Krebs befasst

Operation

Die Operation spielt vor allem beim nicht-kleinzelligen Lungenkrebs eine Rolle. Kleinzelliger Lungenkrebs wächst oft sehr schnell und breitet sich frühzeitig über die Lymph- und Blutbahnen im ganzen Körper aus. Eine Operation ist dann meist nicht sinnvoll, da der Tumor nicht komplett entfernt werden kann. Es gibt aber auch Operationen in Fällen, in denen aufgrund der Tumorgröße Nachbarorgane abgedrückt werden.

P

Palliative Therapie

Behandlung unheilbarer Krankheiten mit dem Ziel, Beschwerden zu lindern, wenn keine Heilung möglich ist.
Im weit fortgeschrittenen Stadium einer Lungenkrebserkrankung und wenn sich keine wirksamen Behandlungsoptionen gegen den Krebs mehr anbieten, geht es bei der Behandlung vor allem darum, auftretende Beschwerden zu lindern und das Befinden des Patienten zu verbessern. Eine wirksame Schmerztherapie steht dabei im Vordergrund. Ebenso wichtig ist die Behandlung der Atemnot.
Darüber hinaus kommen Maßnahmen zum Einsatz, die sich gezielt gegen bestimmte Beschwerden richten, z.B. Operationen bei lebensbedrohlichen Blutungen oder metastasenbedingten Knochenbrüchen.

Pancost Tumor

Bronchialkarzinom im Bereich der Lungenspitze, das meist schnell wächst.

Paraneoplastisches Syndrom

Symptome und Befunde, die im Zusammenhang mit einer Tumorerkrankung auftreten, wenn der Tumor bestimmte hormonähnliche Substanzen produziert und in den Kreislauf abgibt.
Die Beschwerden sind jedoch nicht unmittelbare Folge des Tumorwachstums oder von Metastasen.

Passivrauchen

Inhalation von Tabakrauch, ohne selbst zu rauchen, z.B bei Aufenthalt in Räumen, in denen andere rauchen.

PD-L1 programmed death-ligand 1

hemmt aktivierte T-Zellen durch Bindung an den Rezeptor (PD-1).
Wird PD-L1 blockiert, wir die körpereigene Abwehr gegen Tumore reaktiviert und der Tumor wird vom Immunsystem wieder angegriffen.

PDGF

platelet-derived growth factor: 
Gruppe von Wachstumsfaktoren, die bei Verletzungen von Blutplättchen freigesetzt werden, um die Wundheilung anzuregen.

PDGFR

Bindungsstelle (Rezeptor) für PDGF

PET

siehe Positronen-Emissionstomographie

Plattenepithelkarzinom

Krebs aus dünnen, flachen Zellen, die wie Fischschuppen aussehen.
Plattenepithelzellen bilden normalerweise die Oberfläche der Haut und der Schleimhäute

Pleura

Brustfell

Pneumologe

Pulmologe, Facharzt für Erkrankungen der Atmungsorgane

Positronen-Emissionstomographie

Untersuchungsverfahren, mit dem Stoffwechselvorgänge im Körper sichtbar gemacht werden können, dient z.B. zur Suche nach Metastasen

Primärturmor

zuerst entstandener Tumor

Prognose

Vorhersage zum wahrscheinlichen Verlauf und Ausgang einer Krankheit
Angaben zur Prognose sind statistische Angaben, die sich auf alle Patienten mit ähnlichen Befunden beziehen. Ob die Prognose auch im Einzelfall wirklich zutrifft, kann nicht vorhergesagt werden.

Progression

Fortschreiten (einer Erkrankung)

R

Radiochemotherapie (RCT)

Kombination aus Strahlentherapie und Chemotherapie

Radiotherapie

Bestrahlung, siehe  Strahlentherapie

Radon

Radioaktives Gas,
kommt natürlicherweise im Erdreich und manchen Baumaterialien (z.B. Beton) vor, kann Lungenkrebs auslösen

Rauchen

Inhalation von Tabakrauch;
Hauptursache von Lungenkrebs
Rauchen von Zigaretten erhöht das Risiko für Lungenkrebs; Pfeifen- und Zigarrenrauch löst vermehrt Krebs in Mund, Rachen und Kehlkopf aus.

Rehabilitation

Das Wort Rehabilitation bedeutet „Wiederbefähigung“. Durch verschiedene Maßnahmen sollen die körperlichen, aber auch seelischen und sozialen Folgen einer chronischen Krankheit vermindert werden. Die Rehabilitation ergänzt die Behandlung beim Haus-/Facharzt oder im Krankenhaus.

Remission

Nachlassen von Krankheitssymptomen
komplette Remission: Es ist kein Tumor mehr nachweisbar
teilweise (= partielle) Remission: Viele oder nicht alle Tumoranzeichen sind verschwunden

Resistenz

Medikamente sind nicht mehr wirksam

Rezeptor

Andockstelle an einer Zelle für Botenstoffe

Rezidiv

Erneutes Auftreten eines Tumors nach vorheriger Behandlung; kann auf den ursprünglichen Entstehungsort beschränkt sein (Lokalrezidiv), die benachbarten Lymphknoten erfassen oder an einer vom Entstehungsort entfernten Körperstelle auftreten (Fernrezidiv = Metastase)

Röntgenstrahlen

Energiereiche Strahlen, die in niedriger Dosierung zur Diagnose von Krankheiten (Röntgenaufnahmen) und in hoher Dosis zur Krebstherapie verwendet werden

ROS

reactive oxygen species, Sauerstoffradikale, für den Organismus möglicherweise schädliche Formen von Sauerstoff

S

SCLC

Englische Abkürzung für „Kleinzelliges Lungenkarzinom“, welches auch als Haferzellkarzinom bezeichnet wird und von endokrinen Zellen ausgeht.

Strahlentherapie

Anwendung energiereicher Strahlen zur Abtötung von Krebszellen; wird auch als Radiotherapie bezeichnet

Supportiva

Medikamente und Maßnahmen zur Linderung von Beschwerden

Symptom

Krankheitszeichen

Systemische Therapie

Behandlung mit Auswirkungen auf den ganzen Körper, z.B. durch Einnahme einer Tablette, einer Injektion oder Infusion.
Im Gegensatz dazu wirkt sich eine lokale Therapie nur auf einzelne Bereiche des Körpers aus (Auftragen einer Creme, lokale Behandlung einer Wunde).

T

T790M Testung

nicht-kleinzellige Bronchialkarzinome (NSCLC) mit einer Mutation im Rezeptor für den epidermalen Wachstumsfaktor (EGFR), werden oft mit einem EGFR-Tyrosinkinaseinhibitor (TKI) behandelt. Im Laufe der Behandlung bildet sich oft eine Resistenz. Ursache dieser Resistenz ist  in etwa zwei Drittel der Fälle eine T790M-Mutation im Gen für den EGFR. Für diese Patienten ist  EGFR T790M-TKI eine weitere Therapieoption.

Targetstrukturen

Target (englisch für „Ziel“) ist ein Molekül, an das ein Wirkstoff binden
kann. Der Wirkstoff entfaltet genau dadurch seine Wirkung.

Taxane

Zytostatika, die aus der Rinde und den Nadeln der Eibe gewonnen werden; seit Beginn der 90er Jahre in der Krebstherapie eingesetzt

Telomerase

Enzym, das bei Zellteilung wichtig ist. Sie regeneriert die bei jeder Zellteilung kürzer werdenden Endstücke der Chromosomen, die Telomere, und verlängert so das Leben der Zelle – eine bei Krebszellen fatale Funktion.

TKI

siehe Tyrosinkinase-Inhibitor

TNM-Klassifikation

Tumor-Klassifikation nach Größe und Ausdehnung des Primärtumors (T), Befall der benachbarten (regionalen) Lymphknoten (N) und anderer Organe/Metastasen (M)

Transkription

Synthese von RNA anhand einer DNA als Vorlage
siehe auch Exon

Translokation

Umlagerung von Chromosomenabschnitten. Dabei tauschen in der Regel zwei Chromosomen Stücke untereinander aus.

Translokation der EML4-ALK-Struktur

Die Erbinformation für das Eiweiß EML4 und das Enzym ALK liegennormalerweise an unterschiedlichen Stellen im Erbgut. Aufgrund einer Verschiebung können beide Erbinformationen verschmelzen. Dann bildet der Körper einen Stoff, der Tumorwachstum fördert.

Treibermutation

Veränderung im Erbgut des Tumors, die dazu führt, dass die Tumorzelle ein ganz bestimmtes Eiweißmolekül in veränderter Form bildet. Weil dieses Eiweiß das unkontrollierte Zellwachstum „antreibt“, wird aus der normalen Zelle eine Tumorzelle.

Tumor

Geschwulst; entsteht durch überschießende Zellteilung; Tumoren erfüllen keine nützlichen Körperfunktionen; sie können gutartig (kein Krebs) oder bösartig (Krebs) sein

Tumormarker

biologische Substanzen wie z.B. Eiweiße, die im Gewebe oder anderen Körperflüssigkeiten vorkommen, sich jedoch auch im Blut  nachweisen lassen. Wenn die Konzentration dieser Stoffe im Blut erhöht ist, kann dies auf einen Tumor oder das Rezidiv eines Tumors hindeuten.
Die meisten dieser Marker sind jedoch wenig spezifisch, so dass die meisten nur zur Verlaufskontrolle, jedoch nicht zur Frühdiagnose geeignet sind.

Tyrosinkinase-Inhibitor

Wirkstoff, der die Bindungsstellen für Wachstumsfaktoren hemmt. Dadurch soll das Wachstum von (Tumor-)Zellen verringert werden.
Beim Lungenkrebs können Tyrosinkinase-Inhibitoren zur Hemmung des EGF-Rezeptors eingesetzt werden.

V

VEGF

vascular endothelial growth factor: 
Wachstumsfaktoren, die vor allem das Wachstum von Blutgefäßen anregen. Es gibt verschiedene Unterformen.

VEGF-AK / VEGF-2AK

vascular endothelial growth factor antikörper: verschiedene Antikörper gegen VEGF

Z

Zielgerichtete Therapie

Behandlungsverfahren gegen Krebs, bei dem Medikamente eingesetzt werden, die gezielt Stoffwechselprozesse von Krebs- und Körperzellen beeinflussen, die dem Krebswachstum oder der Versorgung des Tumors mit Blut dienen

Zweitlinientherapie

Behandlung die nach der Ersten erfolgt, weil die erste Behandlung (Erstlinientherapie) nicht den gewünschten Erfolg gebracht hat.

Zytostatikum

Medikament, das die Teilung von sich teilenden Zellen hemmt,
Mehrzahl: Zytostatika

Zytotoxisch

zellvergiftend, zellschädigend

Geschrieben von Redaktion | Zuletzt bearbeitet am 20.03.2017 13:31