Husten

Auf dieser Seite finden Sie alle Informationen zum Thema Husten und Diagnostik.

Im Rahmen des 65. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) in Leipzig wurde die neue Fachärztliche Leitlinie Diagnostik und Therapie von erwachsenen Patienten mit Husten vorgestellt.  Dr. Kardos fasst die Neuerungen kurz und prägnant im Videointerview zusammen.

S2k-Leitlinie Fachärztliche Diagnostik und Therapie von erwachsenen Patienten mit Husten

Federführend: Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V.  | P. Kardos, T. Köhnlein et al.
Aktuelle Fassung vom Februar 2025, gültig bis 30.01.2030

Husten: Kompass für Ärzte

1. Der akute Husten, der bis zu acht Wochen anhalten kann, ist bei ansonsten Gesunden ein spontan abklingendes Leiden. Antibiotika wirken nicht; eine symptomatische Therapie kann die Beschwerden lindern und deren Dauer verkürzen.

2. Bei chronischem, über acht Wochen anhaltendem Husten ist in jedem Fall eine Basisdiagnostik erforderlich:

    • Anamnese (Raucheranamnese? ACE Hemmer Einnahme? Sputum?)
    • Körperliche Untersuchung (Allgemeinzustand? Pneumonie? Fibrosegeräusche? Stauung?)
    • Röntgenaufnahme der Thoraxorgane
    • Lungenfunktionsprüfung (Obstruktion? Restriktion?)
3. Falls die Basisdiagnostik nicht weiterführt: personalisierte Diagnostik
    • Husten durch Erkrankung der oberen Atemwege HNO Arzt)
    • Husten als Asthmaäquivalent (Asthma ohne manifeste Obstruktion), Pneumologie
    • Refluxhusten (nur falls Sodbrennen, Aufstoßen besteht) Gastroenterologe

4. Bei 10% der Patienten mit chronischem Husten findet sich keine Ursache

    • Chronisch refraktärer Husten: erfolglose Therapie der vermuteten Ursache
    • Chronisch idiopathischer Husten

Für Betroffene:

Informationen der Atemwegsliga: Flyer 39: Husten
Videos der Firma MSD zum Thema "Chronischer Husten / Atemphysiotherapie"

Patientenleitlinie

Die Patienten-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin  zum Update der S2k-Leitlinie Fachärztliche Diagnostik und Therapie von erwachsenen Patienten mit Husten wurde im September 2025 bei AWMF publiziert:

https://register.awmf.org/assets/guidelines/020-003p1_S2k_Fachaerztliche-Diagnostik-Therapie-erwachsene-Patienten-Husten__2025-09.pdf

Husten- was tun?

Liebe Patientin, lieber Patient,

wenn Sie auf der Webseite der Atemwegsliga nach Information zum Husten suchen, möchten wir Ihnen folgende, kurze Empfehlungen zusammenstellen:

1. Wenn sie akut, d.h. seit weniger als seit 8 Wochen husten, handelt es sich meist um einen viralen Erkältungsinfekt. Der klingt spontan ab. Antibiotika haben keine Wirkung bei viralen Infekten. Der Apotheker kann Sie beraten, um die Symptome zu lindern und die Dauer der Beschwerden zu verkürzen.

Ausnahme: Wenn Sie chronisch krank sind oder Atemnot haben, Blut abhusten, Fieber über 38.5 Grad haben sollen Sie als Notfall einen Arzt aufsuchen.

2. Wenn Sie seit über 8 Wochen husten, ist eine Untersuchung beim Arzt erforderlich: Beschwerden angeben, Lunge abhören, eine Röntgenaufnahme und einen Lungenfunktionstest veranlassen, um die Grundkrankheit zu erfassen, die für das Symptom Husten verantwortlich ist.

Falls keine solche Grundkrankheit diagnostiziert wurde, sind mögliche Ursachen:

    • Nebenwirkung von Medikamenten (häufig Blutdruckmittel)
    • eine Erkrankung der oberen Atemwege
    • ein „verstecktes“ Asthma (ohne Atemnotanfälle)
    • eine Refluxkrankheit der Speiseröhre.

3. Bei 10% der Patienten mit chronischem Husten lässt sich keine Ursache finden:

    • Der Husten kann eine eigenständige Krankheit sein.