Glossar

A

A/H1N1

Typ eines bestimmten Influenzavirus, auch bekannt als Schweinegrippe

A/H5N1

Typ eines bestimmten Influenzavirus, auch bekannt als Vogelgrippe

Acetylcholin

Botenstoff der Nervenzellen zu den Muskelzellen, der eine Verengung der Bronchien auslösen kann.

ACO

Asthma-COPD-Overlap: Die Betroffenen leiden an Asthma- und an COPD-Symptomen

Adhärenz

Adhärenz (engl. ad-herence für Befolgen, Festhalten) bedeutet Einhaltung der gemeinsam vom Patienten und dem medizinischen Fachpersonal (Ärzte, Pflegekräfte) gesetzten Therapieziele. Das Einhalten von Therapieplänen und  der Therapieerfolg liegen in der gemeinsamen Verantwortung von Fachleuten und dem Patienten. Alle Beteiligten sollen gleichberechtigt zusammen arbeiten.
Das bedeutet für den Patienten:

  • aktives Mitwirken am Gesundungsprozess,
  • befolgen ärztlicher Empfehlungen, wie z. B. die Einnahme von Medikamenten oder Änderungen des Lebensstils.

Für das medizinische Fachpersonal bedeutet Adhärenz:

  • die Aufklärung und Information zu den Zielen der Behandlung und über die verordneten Arzneimittel sowie
  • die Anpassung der Therapie auf die individuellen Möglichkeiten und Bedürfnisse des Patienten.
Adjuvante Therapie

ergänzende oder unterstützende Therapiemaßnahme

Adrenalin

Hormon, das in den Nebennieren produziert wird. Es ist der Überträgerstoff im sympathischen Nervensystem.
Adrenalin beschleunigt u.a. die Herztätigkeit, lässt den Blutdrucks steigen, führt zur Verengung der Gefäße und zur Erweiterung der Bronchien. Es wird zur Behandlung von Schockzuständen eingesetzt.

Adrenergika

siehe Betamimetika

Aerosol

Feiner Nebel mit kleinsten Teilchen, die im Nebel schweben. Aerosole können für die Verabreichung von inhalierbaren Medikamenten werden, z.B. in Dosier-Aerosolen oder bei der Feuchtinhalation.

Aerosoltherapie

Inhalation von Medikamenten in einem Aerosol. Das Medikament gelangt auf diese Weise direkt an das Zielorgan, d.h. in die Atemwege. Der Vorteil der Inhalation eines Medikamentes im Vergleich zur Tablette oder Spritze besteht darin, dass die Substanz rasch den Wirkungsort erreicht. Darüber hinaus ist das Verhältnis von Wirkung/Dosis vorteilhafter als bei Gabe von Tabletten oder Spritzen.

AG Lungensport

Die Arbeitsgemeinschaft Lungensport in Deutschland e.V. ist ein Zusammenschluss von Personen und Institutionen zur Förderung der Bewegungstherapie und des körperlichen Trainings sowie zur Etablierung gesundheitsfördernder Maßnahmen für Patienten mit Atemwegs- und Lungenkrankheiten. Die Verbesserung der Belastbarkeit durch regelmäßiges körperliches Training ist neben der medikamentösen Therapie ein wichtiger Faktor für den Erfolg der Behandlung. Die AG Lungensport fördert, berät und unterstützt aktiv beim Aufbau von Lungengruppen in Deutschland.
AG Lungensport in Deutschland e.V.
Raiffeisenstr. 38
33175 Bad Lippspringe
www.lungensport.org

Airway remodelling

Bei einer chronischen Entzündung der Bronchien kommt es zu strukturellen Veränderungen durch eine vermehrte Einlagerung von Kollagen. Dies beinhaltet eine Verdickung der Bronchialwände durch verstärktes Wachstum von Muskelzellen, Bindegewebe und Blutgefäßen sowie eine Zunahme der Schleim bildenden Drüsenzellen mit verstärkter Schleimproduktion.

Akut

plötzlich auftretend

Akute Bronchitis

plötzlich auftretende Entzündung der Schleimhäute der Bronchien, die in den meisten Fällen durch Viren verursacht wird. Die akute Bronchitis wird auch als „Erkältung“ oder „Infekt“ bezeichnet.

Allele

gleiche oder unterschiedliche Formen eines Gens am selben Ort homologer Chromosomen. Ein Mensch besitzt jeweils zwei Allele, von jedem Elternteil eines.

Allergen

Substanz, die eine allergische Reaktion bei bezüglich Allergenen empfindlichen Personen hervorruft.

Allergenkarenz

Vermeidung von Allergenen

Allergie

Überreaktion des Immunsystems gegenüber körperfremden, eigentlich unschädlichen Substanzen

Allergiediagnostik

Bei der Feststellung/Diagnose einer Allergie werden unterschiedliche Testverfahren verwendet:

  • Prick-Test (Hauttest)
  • Rast-Test (Blutuntersuchung auf Antikörper)
  • Provokationstest (prüft, ob die Atemwege auf ein bestimmtes Allergen allergisch reagieren)
Allergologe

Fachärzte für Allergologie haben sich auf die Behandlung von Allergien spezialisiert und kennen die Ursachen für deren Entstehung, können die individuelle Ausprägung der jeweiligen Erkrankungen einschätzen und die angemessene Behandlung einleiten. Die Zusatzbezeichnung „Facharzt für Allergologie“ darf ein Arzt erst dann führen, wenn er sich nach einer mehrjährigen Weiterbildung fundierte Kenntnisse über dieses komplexe Krankheitsbild angeeignet hat. Bei dieser Weiterbildung erlernt er verschiedene diagnostische Verfahren und erwirbt detaillierte Kenntnisse zu modernsten Therapie-Methoden. Viele Haut- und Hals-Nasen-Ohren-Ärzte, aber auch Kinder- und Lungenfachärzte haben sich auf Allergien spezialisiert.

Allergologie

Als Allergologie wird das medizinische Fachgebiet bezeichnet, das sich mit der Erforschung und Behandlung von Allergien beschäftigt.

Alpha-1-Antitrypsin-Mangel

Bei manchen Menschen fehlt von Geburt an ein Eiweißkörper der die Lunge schützt, das Alpha-1-Antitrypsin. Diese Patienten entwickeln häufig frühzeitig ein Lungenemphysem, ganz besonders dann, wenn sie rauchen.

Alveolen

Alveolen (Lungenbläschen) sitzen am Ende des verästelten Bronchialbaums. In den Alveolen findet der Gasaustausch statt. Der eingeatmete Sauerstoff diffundiert durch die feine Membran der Lungenbläschen in die kleinsten Blutgefäße (Kapillaren). Kohlendioxid tritt von den Blutgefäßen in die Lunge über und kann auf diese Weise ausgeatmet werden.

Ambulante Rehabilitation

Rehabilitationsmaßnahmen, die wohnortnah / vor Ort angeboten werden.
Siehe Rehabilitationsmaßnahmen; Lungensport

Ampelsystem

Hilfsmittel zur Beurteilung der der Stabilität der Atemwege
Dieses System hat sich im Alltag aufgrund seiner Einfachheit bewährt. Wie im Straßenverkehr gilt:
Grüne Zone:       Freie Fahrt, die Atemwege sind stabil.
Gelbe Zone:       Achtung, die Atemwege sind labil, jetzt müssen Sie reagieren.
Rote Zone:         Stop, Notfall, die Atemwege sind instabil, hier müssen Sie sofort reagieren.

Um mit dem Ampelschema die Stabilität der Atemwege zu interpretieren, wird der morgendliche Peak-Flow-Wert mit dem persönlichen Bestwert verglichen:
Grüne Zone:       Morgenwert zwischen 80 und 100 % des Bestwertes.
Gelbe Zone:       Morgenwert zwischen 50 und 80 % des Bestwertes.
Rote Zone:         Morgenwert unter 50 % des Bestwertes.

Analgetika

Arzneimittel zur Schmerzbekämpfung

Anamnese

Erhebung der Krankengeschichte (Art, Beginn, Verlauf der Erkrankung, usw.) im Gespräch zwischen Arzt und Patient

Anaphylaktische Reaktion

rasch einsetzende, bedrohliche allergische Reaktion.
Sie kann zum Kollaps und zu einem Schock führen (anaphylaktischer Schock). Bei fehlender ärztlicher Hilfe besteht die Gefahr, dass der Patient im anaphylaktischen Schock stirbt.

Antiallergika

Arzneimittel gegen Allergien. Sie verhindern die allergische Reaktion oder blockieren den Ablauf der Allergie. Es handelt sich um Medikamente, die regelmäßig bei Allergenkontakt genommen werden müssen.

Antibiotika

Mit Antibiotika lassen sich Infektionen behandeln, die durch Bakterien hervorgerufen werden. Die Bakterien werden bei dieser Behandlung abgetötet oder an der Vermehrung gehindert. Antibiotika sind bei einer Virus-Infektion z.B. im Rahmen einer Erkältung wirkungslos, können aber beispielsweise zur Bekämpfung einer dazukommenden bakteriellen Infektion - sogenannte „Superinfektion“ - eingesetzt werden und verhindern so eine weitere Verschlechterung.

Anticholinergika

gehören wie die Betamimetika zu den Atemwegserweiterern. Anticholinergika werden häufig bei der Asthma- und COPD-Therapie eingesetzt.
Angriffspunkt dieser Substanzgruppe ist der so genannte muskarinische Acetylcholinrezeptor. Anticholinergika docken dort an und hemmen so die Wirkung des natürlichen Botenstoffs Acetylcholin. In den Atemwegen führt dies zu einer Entspannung der glatten Muskulatur und somit zu einer Erweiterung der Bronchien. Auch die Schleimproduktion wird durch Anticholinergika vermindert.

Antigen

körperfremder Stoff, auf den das Immunsystem reagiert, löst Antikörperbildung aus.

Antihistaminika

Antihistaminika, auch Histamin-Rezeptorblocker oder Histamin-Rezeptorantagonisten genannt, sind Wirkstoffe, die die Wirkung des körpereigenen Botenstoffs Histamin abschwächen oder aufheben. Sie blockieren die Wirkung von Histamin bei der allergischen Reaktion.

Antikörper

Abwehrstoffe des Körpers;
Eiweiße, die als Reaktion auf bestimmte Stoffe, sogenannte Antigene, gebildet werden. Antikörper stehen im Dienste des Immunsystems. Sie reagieren mit Antigenen (das können z.B. Fremdkörper oder Bakterien sein) und machen die Eindringlinge unschädlich.

Antileukotriene

Medikamente zur Asthmabehandlung in Tablettenform. Leukotriene sind körpereigene Botenstoffe, die eine wichtige Rolle bei entzündlichen und allergischen Vorgängen spielen. Die korrekte Bezeichnung der Medikamente lautet: Leukotrien-Rezeptor-Antagonisten.

Antitussiva

Arzneimittel, das den Husten dämpft bzw. stillt.

Apnoe

Atemstillstand
mehr oder weniger langes Aussetzen der Atmung oder willentliches Anhalten der Atmung (z.B. Apnoetauchen)

Apoptose

programmierter Zelltod; Zellen begehen "Selbstmord" indem ein auf den Genen festgelegtes Programm eingeschaltet wird.

ARDS

Akutes Lungenversagen (Adult Respiratory Distress Syndrome)

Arterien und Arteriolen

Arterien befördern Blut vom Herzen weg. Sehr kleine Arterien heißen Arteriolen. Arteriolen gehen in die sogenannten Haargefäßen (Kapillaren) über.

Asbestose

(Asbestlunge) entsteht durch die Einatmung und Ablagerung von Asbeststaub in den Atemwegen. Eine Asbestose kann zu einer Vernarbung des Lungengewebes, aber auch zu Lungenkrebs führen. Die Gefahr einer Asbestose steigt mit den Jahren der Asbest-Exposition.

ASIT/SIT

siehe spezifische Immuntherapie

Asthma / Asthma bronchiale

„Asthma“ ist aus dem Griechischen abgeleitet und bedeutet „Keuchen“ oder „schweres Atmen“.
Asthma ist die Folge einer anhaltenden Entzündung der Atemwege. Die Atemwege reagieren überempfindlich auf verschiedene Reize und sind zeitweise verengt.
Die typischen Beschwerden sind

  • Die Atemnot ist häufig anfallsartig und tritt vor allem nachts oder in den frühen Morgenstunden auf.
  • Pfeifendes Geräusch beim Atmen (Giemen),
  • Engegefühl in der Brust,
  • Husten
Asthma, allergisch

Ursache de Asthmas ist eine Allergie.

Asthma, eosinophil

Asthmaform, bei der im Blut die Zahl der eosinophilen Granulozyten erhöht ist.

Atembewegungen

Die Bewegungen beim Ein- und Ausatmen werden durch Muskeln, den Zwischenrippenmuskeln und dem Zwerchfell bewirkt. Die Atembewegungen sind durch das Heben und Senken des Brustkorbs gekennzeichnet. Beim Einatmen ziehen sich die Zwischenrippenmuskeln und das Zwerchfell zusammen. Dadurch heben sich die Rippen (der Brustkorb). Das Zwerchfell wird flacher und senkt sich. Dies bewirkt eine Vergrößerung des Brustraums. Die Lunge vergrößert sich, Luft strömt über die Atmungswege in die Lunge.
Erschlaffen die Zwischenrippenmuskeln und das Zwerchfell, senken sich die Rippen (der Brustkorb). Das Zwerchfell hebt sich. Dies bewirkt eine Verkleinerung des Brustraums. Die Luft wird aus der Lunge gedrückt. Sie wird ausgeatmet.
Die Änderung des Brustumfanges beim Ein- und Ausatmen kann man am Körper beobachten

Atemerleichternde Körperhaltungen

Es gibt ganz bestimmte Körperhaltungen oder Körperstellungen, die das Atmen erleichtern. Die bekanntesten sind:

  • Seitenlage im Bett, auf der Liege / Couch
  • Kutschersitz
  • Reitsitz
  • Torwartstellung
  • Abstützenim Stehen (mit einer Hand oder dem Ellenbogen an einer Wand 
    oder an einem Baum leicht abstützen)
Atemfrequenz

Anzahl der Atemzüge pro Minute

Atemhilfsmuskulatur

Muskeln, die zusätzlich zu den Hauptatemmuskeln bei erschwerter Atmung für die Ein- und Ausatmung gebraucht werden.

Atemmuskeltraining

gezieltes Training zur Kräftigung der Atemmuskulatur. Informationen stellt die Arbeitsgemeinschaft Atemmuskeltraining unter www.atemmuskeltraining.com zur Verfügung

Atemnot (Dyspnoe, Lufthunger etc.)

Atemnot gehört neben Husten (mit oder ohne Auswurf), Bluthusten und Brustschmerz zu den Hauptsymptomen bei Erkrankungen der Atemwege und der Lungen. Außerdem ist sie ein typisches Symptom bei Herzschwäche.

Atemnotanfall

anfallsweise auftretende Atemnot, typisch z.B. für Asthma

Atemphysiotherapie

Die physiotherapeutische Atemtherapie, auch Atemphysiotherapie genannt, beinhaltet aktive und passive Techniken und Maßnahmen, die unterstützend bei der Behandlung chronischer Atemwegserkrankungen (z.B. Asthma, COPD) eingesetzt werden. Die Atemphysiotherapie findet auch Anwendung zur Verbesserung der Atemfunktion vor Operationen, zur Vermeidung von lungenbedingten Komplikationen nach Operationen und bei der Entwöhnung von der Beatmung.

Adressen von Atemphysiotherapeuten sind unter Spezialistensuche im Servicebereich veröffentlicht:
www.atemwegsliga.de/physiotherapeuten.html

Atempumpe

die Gesamtheit aller anatomischen und funktionellen Einheiten, die eine Belüftung der Lunge ermöglichen: Atemzentrum im Gehirn, Nerven, Atemmuskulatur und Brustkorb

Atemtechniken

Je nach Atemfunktionsstörung werden in der Physiotherapie unterschiedliche Atemtechniken angewandt. Sie sollen zu einer Erleichterung der Atmung führen. Ein- und Ausatemtechniken sowie Techniken zur Befreiung der Atemwege von zähem Schleim gehören dazu. Die bekannteste Atemtechnik bei beginnender Atemnot ist die sogenannte Lippenbremse. Sie verhindert das Zusammenfallen der Atemwege.

Atemwegsobstruktion

Verengung der Bronchien. Die Verengung kann unterschiedliche Ursachen haben, z.B. Krampf der Bronchialmuskulatur, Schleimhautschwellung, Verlegung durch zähen Schleim oder Fremdkörper. Aufgrund der Behinderung des Luftstroms tritt Atemnot auf.

Atemwegsspiegelung

siehe Bronchoskopie

Atopie

genetisch bedingte Bereitschaft, auf bestimmte Stoffe oder Umwelteinflüsse allergisch zu reagieren.

Außerklinische Beatmung

(früher Heimbeatmung) Beatmung wird zu Hause, d.h. außerhalb der Klinik angewandt, wenn die Atmung dauerhaft unzureichend ist. Man unterscheidet nichtinvasive (Maske) und invasive (Zugang über die Luftröhre) außerklinische Beatmung.
Bei einem Ausfall der Atempumpe ist die Beatmung lebensnotwendig und muss daher 24 Stunden pro Tag dauerhaft vorgenommen werden.
Eine intermittierende Beatmung wird durchgeführt, wenn lediglich eine Überlastung der Atempumpe besteht. Die Beatmung wird vor allem in den Nachtstunden genutzt, um die Atmung zu entlasten. Die intermittierende Beatmung wird meist über eine Maske durchgeführt, die sich der Betroffene selbst aufsetzt.

Auskultation

Abhören der Lunge mit einem Stethoskop

Auswurf

Sputum, Expektorat
ausgehustete Absonderung der Atemwegsschleimhaut

AZV

Atemzugvolumen

Ä

Ätiologie

Lehre von den Krankheitsursachen und ihren auslösenden Faktoren

B

Becherzellen

schleimbildende Zellen in der Bronchialschleimhaut

Betamimetika (Beta2-Sympathomimetika)

Medikamente, die die Bronchien erweitern (dilatieren). Auf Grund dieser Eigenschaft gehören Betamimetika zu den Bronchodilatoren.
Andere Bezeichnungen sind Adrenergika, Beta2-Sympathikomimetika oder Sympathikomimetika .
Betamimetika werden zur Behandlung von Asthma oder COPD meist als Spray oder Pulver verordnet. Auch als Retard-Tabletten kommen sie zum Einsatz. Dies sind Tabletten, die den Wirkstoff verzögert über einen längeren Zeitraum freisetzen

BGA

siehe Blutgasanalyse

Blutgasanalyse

Blutproben werden aus dem gut durchbluteten Ohrläppchen oder aus Blutgefäßen entnommen. In diesen Proben werden die Drücke von Sauerstoff und Kohlendioxid ]sowie pH-Wert und Säurebasenhaushalt bestimmt. Die Blutgasanalyse (BGA) charakterisiert das Ausmaß der Beeinträchtigung durch eine Störung der Atemfunktion.

Blutgaswerte

Konzentration von Sauerstoff und Kohlendioxid im Blut:
Sauerstoffpartialdruck = pO2
Kohlendioxidpartialdruck  = pCO2

Bodyplethysmografie

Verfahren zur Messung der Lungenfunktion. Der Patient sitzt dabei in einer Kammer und atmet in ein Messgerät. Die Auswertung gibt Anhaltspunkte für das Vorliegen einer Atemwegserkrankung.

Borg-Skala

ein Bewertungsverfahren zur Einteilung des Schweregrades einer Atemnot. Die Einteilung erfolgt entweder durch den Arzt (Patienten-Interview) oder durch den Patienten selbst (Fragebogen). Erfasst wird die empfundene Atemnot in einer Skala von 1-10.

Bronchialkarzinom

Lungenkrebs

Bronchialobstruktion

Verengung der Atemwege

Bronchien

Äste der Luftröhre, über die die Luft in der Lunge verteilt wird.

Bronchitis

Entzündung der Schleimhäute der Bronchien, die in den meisten Fällen durch Viren verursacht wird

Bronchoalveoläre Lavage (BAL)

Diagnostisches Verfahren, bei dem Sekret aus der Lunge als Untersuchungsmaterial gewonnen wird.

Bronchodilatatoren

Medikamente, die die Bronchien erweitern

Bronchoskopie

Untersuchung der Atemwege meistens mit einem dünnen, biegsamen Schlauch. Dabei kann der Arzt in die Bronchien hineinsehen.

Bronchospasmolyse

Entkrampfung der Bronchialmuskulatur durch Medikamente

Bronchospasmolytika

(s. auch Bronchodilatatoren) Medikamente, die die verkrampften Muskeln in den Bronchien lockern

C

Chromosom

Strukturen im Zellkern, die Gene und damit Erbinformationen enthalten.

Coils

„Lung Volume Reduction Coils“, kurz LVRC, sind kleine Nitinol-Spiralen, die mittels eines minimalinvasiven Eingriffs in die Atemwege eingesetzt werden und das Lungenvolumen reduzieren. In zwei separaten Eingriffen, typischerweise im Abstand von zirka 30 Tagen werden jeweils bis zu zehn Spiralen in beide Lungenlappen implantiert.

Compliance

(engl. für Einhaltung, Folgsamkeit) bedeutet Therapietreue des Patienten, d.h. Mitarbeit bei der Therapie und  Bereitschaft, ärztliche Verordnungen und Empfehlungen zu befolgen. Diesem Verständnis zufolge trägt der Patient einseitig die Verantwortung für das Einhalten der Therapie. Heute verfolgt man eher das Konzept der Adhärenz.

COPD

Chronisch obstruktive Bronchitis und Lungenemphysem treten häufig gemeinsam auf. Der englische Begriff für chronisch-obstruktive Bronchitis und Lungenemphysem heißt COPD (chronic obstructive pulmonary disease, chronisch obstruktive Lungenerkrankung: dauerhafte, fortschreitende Lungenerkrankung mit Einengung der Atemwege).

Cystische Fibrose (CF)

Internationler Begriff für die Mukoviszidose (erbliche Stoffwechselkrankheit)

D

DNA

Desoxyribonukleinsäure, Moleküle, die die Erbinformationen (Gene) verschlüsseln

Dosieraerosol

Treibgasgetriebenes Dosiergerät zum Einatmen von Medikamenten.

E

Emphysem

Beim Lungenemphysem sind die kleinsten Bronchien und die Lungenbläschen dauerhaft erweitert (Überblähung), verbunden mit einer Zerstörung der Lungenstruktur.

Enzym

früher Ferment genannt, ist ein Stoff, der eine oder mehrere biochemische Reaktionen einleiten oder beschleunigen kann. Fast alle Enzyme sind Eiweiße (Proteine).

Etagenwechsel

Eine Ausweitung der eigentlichen Heuschnupfen-Symptome auf die tieferen Atemwege bis hin zum Asthma bronchiale.

Exazerbation

Verschlimmerung, Verschlechterung einer Erkrankung (COPD; Lungenfibrose)

Exspiration

Ausatmung

F

Feuchtinhalation

Bei der Feuchtinhalation wird das Medikament in wässriger Lösung mit Hilfe eines Düsenverneblers oder Ultraschallverneblers eingeatmet.

FEV1

Exspiratorisches Volumen während der ersten Sekunde einer forcierten Ausatmung. Zeigt an, wie viel Liter Luft Sie nach vorangehender tiefer Einatmung bei maximaler Anstrengung in einer Sekunde ausatmen können (Sekundenluft).

Fibrose

Bei der Lungenfibrose geht gesundes Lungengewebe zugrunde und wird durch Narbengewebe ersetzt.

G

Gene

Erbanlagen, die an die Nachkommen weitergegeben werden

Genotyp

Gesamtheit aller Erbinformationen

H

Hauttest

Diagnoseverfahren bei Allergien. Hier wird die Haut des Patienten verschiedenen Allergenen ausgesetzt. Die gängigsten Verfahren sind der Prick-Test und Intrakutan-Test. Zur Diagnose von Kontaktallergien wird der Patch-Test verwendet.

Heimbeatmung

siehe "Außerklinische Beatmung"

Heterozygot

 zwei verschiedene Gene für eine bestimmte Erbinformation

Heuschnupfen

Umgangssprachliche Bezeichnung für eine allergische Rhinitis (Pollenallergie), d.h. eine Entzündung der Atemwege, die durch Allergenkontakt ausgelöst wird.

Homozygot

die beiden Gene für eine Erbinformation sind gleich

Hyposensibilisierung

"Verminderung der Empfindlichkeit"
Spezifische Immuntherapie: Dabei wird zuerst in geringen, dann in langsam gesteigerten Dosen das Allergen, auf das der Patient empfindlich reagiert, verabreicht. Auf diese Weise können sich die körpereigenen Abwehrkräfte an das Allergen gewöhnen, so dass der Körper nicht mehr mit Überreaktion (Allergie) reagiert, wenn er mit dem Allergen in Kontakt kommt.
Die verabreichten Allergenextrakte können eingenommen werden (orale Hyposensibilisierung) oder unter die Haut gespritzt werden (subkutane Hyposensibilisierung).

Hypoventilation

Minderbelüftung der Lunge

I

Immunglobulin E (IgE)

ist ein Antikörper, der in erster Linie Parasiten abwehren soll. Er ist auch verantwortlich für Allergien.

Immunsystem

 das körpereigene Abwehrsystem

Immuntherapie

Hyposensibilisierung

Inspiration

Einatmung

K

Karenz

Vermeiden des Kontaktes mit allergieauslösenden Stoffen

Kombinationspräparate

Kombinationspräparate in der Lungenheilkunde sind Inhalatoren,  die mehrere Wirkstoffe enthalten.

Kortikosteroide

Medikamente, die die Entzündung bekämpfen. Gibt es zum Einatmen (Inhalieren) oder als Tablette (auch: Glukokortikoide, Kortison oder Steroide), im Notfall auch als Spritze

Kreuzallergie

Von einer Kreuzallergie (Kreuzreaktion) wird dann gesprochen, wenn Immunglobulin E-Antikörper, die gegen ein bestimmtes Allergen in einer bestimmten Allergenquelle gerichtet sind, auch andere Allergene in anderen Allergenquellen erkennen und somit auch bei Kontakt mit diesen anderen Allergenquellen eine allergische Reaktion auslösen können.

Krupp-Symdrom

Sammelbegriff für infektbedingte Verengungen der oberen Atemwege z. B. durch Kehlkopfentzündung

L

Laryngitis

Kehlkopfentzündung

Lungenemphysem

Beim Lungenemphysem sind die kleinsten Bronchien und die Lungenbläschen dauerhaft erweitert (Überblähung), verbunden mit einer Zerstörung der Lungenstruktur.

M

Mendel

Gregor Johann Mendel war ein katholischer Priester und bedeutender Naturforscher, der die nach ihm benannten Mendel´schen Regeln der Vererbung entdeckte. Das Muster der Vererbung wird oft in Form eines Schaubildes/Diagramms dargestellt.

Mukopharmaka

Medikamente, die zähen Schleim lösen und ein Abhusten erleichtern

Mukovizidose

Erbkrankheit, bei der es zu einer Eindickung der Sekrete der Lunge und in anderen Organe kommt

Mutation

Veränderung der Erbinformation

N

Nosokomial

im Krankenhaus erworben(er Infekt)

O

Obstruktion

Verengung, Einengung (hier der Atemwege)

Obstruktiv

verengt, eingeengt z. B. Bronchitis: bei der obstruktiven Bronchitis sind die Atemwege verengt

P

Passivrauchen

Wenn man selber nicht rauchen, aber zu Hause oder am Arbeitsplatz Zigarettenrauchbelastung (häufig über den ganzen Tag) ausgesetzt wird. Nicht nur Rauchen, auch Passivrauchen schadet der Lunge

Peak-flow-Meter

Einfach zu handhabendes Messgerät, das die Spitzengeschwindigkeit der Luft beim Ausatmen misst. Die Messung hilft, den Verlauf der Erkrankung (besonders beim Asthma) zu kontrollieren

Pertussis

Keuchhusten. Infektionskrankheit, die hauptsächlich im Kindesalter auftritt

Physiotherapie

Krankengymnastische Begleittherapie z. B. bei COPD und Mukovizidose

Pneumokokken /-impfung

Pneumokokken sind häufig vorkommende Bakterien, die eine Lungenentzündung verursachen können und oft für plötzliche Verschlimmerungen von Atemwegserkrankungen verantwortlich sind. Deshalb wird verschiedenen Patienten z. B. mit COPD einmal im Leben eine Pneumokokken-Schutzimpfung empfohlen.

Pneumologie

Lehre von den Erkrankungen der Atmungsorgane, Lungenheilkunde

Pneumonie

Lungenentzündung

Pneumothorax

Luftansammlung im Brustfellraum, der zu einem Zusammenfallen der Lunge führt. Ein Pneumothorax kann durch Verletzungen oder im Verlauf einer bestehenden Grunderkrankung z. B. Emphysem, aber auch spontan entstehen.

Prick-Test

Eine Form des Hauttests zur Ermittlung der für die allergische Erkrankung ursächlichen Allergene .

Prognose

Vorhersage zum Verlauf einer Krankheit

Provokationstest

Test, bei dem ein Allergen an das betroffene Organ gebracht wird, z.B. Nasenschleimhaut oder Bindehaut des Auges, um die Wirkung zu beobachten. Wenn der Patient daraufhin niesen muss oder seine Augen tränen, wird damit der Verdacht auf eine bestimmte Allergie bestätigt.

Pulmonale Hypertonie

Hochdruck im Lungenkreislauf. Verursacht oft Atemnot schon bei geringer körperlicher Belastung und Herzschwäche.
Ursachen u.a.: wiederholte Lungenembolie, COPD, Lungenfinbrose. Nicht immer ist die Ursache bekannt.

Pulverinhalator

Dosiergerät zur Inhalation von Medikamenten, die in Pulverform vorliegen.

R

Rast-Test

Blutuntersuchung, bei der die im Blut vorhandenen Antikörper gegen ein vermutetes Allergen bestimmt werden.

Rehabilitation

Maßnahmen zur Linderung oder Beseitigung gesundheitlicher Störungen. Bei Atemwegserkrankungen stehen die Anpassung der medikamentösen Behandlung an den jeweiligen Schweregrad der Erkrankung, körperliches Training und Bewegungstherapie, Patientenschulung, Atem- und Physiotherapie, Ernährungsberatung sowie die soziale Betreuung im Vordergrund.

Residualvolumen

ist die Luftmenge, die nach maximaler Ausatmung in der Lunge bleibt. Es ist also die Luftmenge, die nicht willkürlich ausgeatmet werden kann.

Restriktion

Lungenfunktionsstörung mit Verminderung der Vitalkapazität und der Totalkapazität. Die Lungenoberfläche für den Gasaustausch ist vermindert. Eine Restriktion kann z.B. durch Vernarbungen bzw. Versteifung des Lungengewebes bei Lungenfibrose, nach Tuberkulose, Silikose oder durch Operationen eintreten.

Restriktiv

eingeschränkt (in Bezug auf das Lungenvolumen)

Retardtablette

Tablette, aus der das Medikament verlangsamt, dafür aber über einen längeren Zeitraum abgegeben wird.

 

S

SARS

Bei SARS (Severe Acute Respiratory Syndrome) handelt es sich um eine in 2002 in der südchinesischen Guangdong (Kanton) Provinz erstmalig aufgetretene ansteckende schwere Lungenentzündung.

Schlafapnoe

Häufig auftretende Atempausen von mehr als 10 Sekunden während des Schlafs.

Sekundenluft

= FEV1: Exspiratorisches Volumen während der ersten Sekunde einer forcierten Ausatmung. Zeigt an, wie viel Liter Luft Sie bei maximaler Anstrengung in einer Sekunde ausatmen können (Sekundenluft)

Silikose

Reaktion des Lungengewebes auf inhalierte, kristalline Kieselsäure (Quarz), die zu schweren Lungenzerstöungen mit Knötchenbildung und Vernarbung führt. Es kann zu COPD, Emphysem und pulmonaler Hypertonie kommen.
"Bergarbeiter-Krankheit", allerdings sind auch verwandte Berufe wie Zahntechniker, Steinhauer, Steinbrucharbeiter betroffen.
Anerkannte Berufskrankheit

Spezifische Immuntherapie (SIT)

= Hyposensibilisierung

Spirometer

Gerät zur Messung der Lungenfunktion. Die Auswertung gibt Anhaltspunkte für das Vorliegen z. B. einer Verengung der Atemwege beim Asthma

Spirometrie

Lungenfunktionsmessung

Sputum

Auswurf

T

Theophyllin

Medikament, in Tablettenform, das die Bronchien erweitert (meist als Retardtablette) oder zur Injektion.

Totalkapazität

gesamtes Fassungsvermögen der Lunge

Tuberkulose

Infektionskrankheit, die durch eine spezielle Bakterien­art –die Mykobakterien- hervorgerufen wird. Für die Verur­sachung einer Tuber­kulose ist beim Menschen das Mycobacterium tuberculosis verantwortlich.

V

Vitalkapazität

VK, VC oder IVC. Zeigt an, wie viel Liter Luft Sie nach einer tiefen Ausatmung während einer langsamen, maximal tiefen Einatmung in die Lunge einatmen können.
„I“ steht für Inspiration = Einatmung

W

Weaning

Das Wort to wean ist englisch und bedeutet entwöhnen. Als weaning bzw. Beatmungsentwöhnung wird die Phase der Entwöhnung eines beatmeten Patienten vom Beatmungsgerät bezeichnet.

A

A/H1N1

Typ eines bestimmten Influenzavirus, auch bekannt als Schweinegrippe

A/H5N1

Typ eines bestimmten Influenzavirus, auch bekannt als Vogelgrippe

Acetylcholin

Botenstoff der Nervenzellen zu den Muskelzellen, der eine Verengung der Bronchien auslösen kann.

ACO

Asthma-COPD-Overlap: Die Betroffenen leiden an Asthma- und an COPD-Symptomen

Adhärenz

Adhärenz (engl. ad-herence für Befolgen, Festhalten) bedeutet Einhaltung der gemeinsam vom Patienten und dem medizinischen Fachpersonal (Ärzte, Pflegekräfte) gesetzten Therapieziele. Das Einhalten von Therapieplänen und  der Therapieerfolg liegen in der gemeinsamen Verantwortung von Fachleuten und dem Patienten. Alle Beteiligten sollen gleichberechtigt zusammen arbeiten.
Das bedeutet für den Patienten:

  • aktives Mitwirken am Gesundungsprozess,
  • befolgen ärztlicher Empfehlungen, wie z. B. die Einnahme von Medikamenten oder Änderungen des Lebensstils.

Für das medizinische Fachpersonal bedeutet Adhärenz:

  • die Aufklärung und Information zu den Zielen der Behandlung und über die verordneten Arzneimittel sowie
  • die Anpassung der Therapie auf die individuellen Möglichkeiten und Bedürfnisse des Patienten.
Adjuvante Therapie

ergänzende oder unterstützende Therapiemaßnahme

Adrenalin

Hormon, das in den Nebennieren produziert wird. Es ist der Überträgerstoff im sympathischen Nervensystem.
Adrenalin beschleunigt u.a. die Herztätigkeit, lässt den Blutdrucks steigen, führt zur Verengung der Gefäße und zur Erweiterung der Bronchien. Es wird zur Behandlung von Schockzuständen eingesetzt.

Adrenergika

siehe Betamimetika

Aerosol

Feiner Nebel mit kleinsten Teilchen, die im Nebel schweben. Aerosole können für die Verabreichung von inhalierbaren Medikamenten werden, z.B. in Dosier-Aerosolen oder bei der Feuchtinhalation.

Aerosoltherapie

Inhalation von Medikamenten in einem Aerosol. Das Medikament gelangt auf diese Weise direkt an das Zielorgan, d.h. in die Atemwege. Der Vorteil der Inhalation eines Medikamentes im Vergleich zur Tablette oder Spritze besteht darin, dass die Substanz rasch den Wirkungsort erreicht. Darüber hinaus ist das Verhältnis von Wirkung/Dosis vorteilhafter als bei Gabe von Tabletten oder Spritzen.

AG Lungensport

Die Arbeitsgemeinschaft Lungensport in Deutschland e.V. ist ein Zusammenschluss von Personen und Institutionen zur Förderung der Bewegungstherapie und des körperlichen Trainings sowie zur Etablierung gesundheitsfördernder Maßnahmen für Patienten mit Atemwegs- und Lungenkrankheiten. Die Verbesserung der Belastbarkeit durch regelmäßiges körperliches Training ist neben der medikamentösen Therapie ein wichtiger Faktor für den Erfolg der Behandlung. Die AG Lungensport fördert, berät und unterstützt aktiv beim Aufbau von Lungengruppen in Deutschland.
AG Lungensport in Deutschland e.V.
Raiffeisenstr. 38
33175 Bad Lippspringe
www.lungensport.org

Airway remodelling

Bei einer chronischen Entzündung der Bronchien kommt es zu strukturellen Veränderungen durch eine vermehrte Einlagerung von Kollagen. Dies beinhaltet eine Verdickung der Bronchialwände durch verstärktes Wachstum von Muskelzellen, Bindegewebe und Blutgefäßen sowie eine Zunahme der Schleim bildenden Drüsenzellen mit verstärkter Schleimproduktion.

Akut

plötzlich auftretend

Akute Bronchitis

plötzlich auftretende Entzündung der Schleimhäute der Bronchien, die in den meisten Fällen durch Viren verursacht wird. Die akute Bronchitis wird auch als „Erkältung“ oder „Infekt“ bezeichnet.

Allele

gleiche oder unterschiedliche Formen eines Gens am selben Ort homologer Chromosomen. Ein Mensch besitzt jeweils zwei Allele, von jedem Elternteil eines.

Allergen

Substanz, die eine allergische Reaktion bei bezüglich Allergenen empfindlichen Personen hervorruft.

Allergenkarenz

Vermeidung von Allergenen

Allergie

Überreaktion des Immunsystems gegenüber körperfremden, eigentlich unschädlichen Substanzen

Allergiediagnostik

Bei der Feststellung/Diagnose einer Allergie werden unterschiedliche Testverfahren verwendet:

  • Prick-Test (Hauttest)
  • Rast-Test (Blutuntersuchung auf Antikörper)
  • Provokationstest (prüft, ob die Atemwege auf ein bestimmtes Allergen allergisch reagieren)
Allergologe

Fachärzte für Allergologie haben sich auf die Behandlung von Allergien spezialisiert und kennen die Ursachen für deren Entstehung, können die individuelle Ausprägung der jeweiligen Erkrankungen einschätzen und die angemessene Behandlung einleiten. Die Zusatzbezeichnung „Facharzt für Allergologie“ darf ein Arzt erst dann führen, wenn er sich nach einer mehrjährigen Weiterbildung fundierte Kenntnisse über dieses komplexe Krankheitsbild angeeignet hat. Bei dieser Weiterbildung erlernt er verschiedene diagnostische Verfahren und erwirbt detaillierte Kenntnisse zu modernsten Therapie-Methoden. Viele Haut- und Hals-Nasen-Ohren-Ärzte, aber auch Kinder- und Lungenfachärzte haben sich auf Allergien spezialisiert.

Allergologie

Als Allergologie wird das medizinische Fachgebiet bezeichnet, das sich mit der Erforschung und Behandlung von Allergien beschäftigt.

Alpha-1-Antitrypsin-Mangel

Bei manchen Menschen fehlt von Geburt an ein Eiweißkörper der die Lunge schützt, das Alpha-1-Antitrypsin. Diese Patienten entwickeln häufig frühzeitig ein Lungenemphysem, ganz besonders dann, wenn sie rauchen.

Alveolen

Alveolen (Lungenbläschen) sitzen am Ende des verästelten Bronchialbaums. In den Alveolen findet der Gasaustausch statt. Der eingeatmete Sauerstoff diffundiert durch die feine Membran der Lungenbläschen in die kleinsten Blutgefäße (Kapillaren). Kohlendioxid tritt von den Blutgefäßen in die Lunge über und kann auf diese Weise ausgeatmet werden.

Ambulante Rehabilitation

Rehabilitationsmaßnahmen, die wohnortnah / vor Ort angeboten werden.
Siehe Rehabilitationsmaßnahmen; Lungensport

Ampelsystem

Hilfsmittel zur Beurteilung der der Stabilität der Atemwege
Dieses System hat sich im Alltag aufgrund seiner Einfachheit bewährt. Wie im Straßenverkehr gilt:
Grüne Zone:       Freie Fahrt, die Atemwege sind stabil.
Gelbe Zone:       Achtung, die Atemwege sind labil, jetzt müssen Sie reagieren.
Rote Zone:         Stop, Notfall, die Atemwege sind instabil, hier müssen Sie sofort reagieren.

Um mit dem Ampelschema die Stabilität der Atemwege zu interpretieren, wird der morgendliche Peak-Flow-Wert mit dem persönlichen Bestwert verglichen:
Grüne Zone:       Morgenwert zwischen 80 und 100 % des Bestwertes.
Gelbe Zone:       Morgenwert zwischen 50 und 80 % des Bestwertes.
Rote Zone:         Morgenwert unter 50 % des Bestwertes.

Analgetika

Arzneimittel zur Schmerzbekämpfung

Anamnese

Erhebung der Krankengeschichte (Art, Beginn, Verlauf der Erkrankung, usw.) im Gespräch zwischen Arzt und Patient

Anaphylaktische Reaktion

rasch einsetzende, bedrohliche allergische Reaktion.
Sie kann zum Kollaps und zu einem Schock führen (anaphylaktischer Schock). Bei fehlender ärztlicher Hilfe besteht die Gefahr, dass der Patient im anaphylaktischen Schock stirbt.

Antiallergika

Arzneimittel gegen Allergien. Sie verhindern die allergische Reaktion oder blockieren den Ablauf der Allergie. Es handelt sich um Medikamente, die regelmäßig bei Allergenkontakt genommen werden müssen.

Antibiotika

Mit Antibiotika lassen sich Infektionen behandeln, die durch Bakterien hervorgerufen werden. Die Bakterien werden bei dieser Behandlung abgetötet oder an der Vermehrung gehindert. Antibiotika sind bei einer Virus-Infektion z.B. im Rahmen einer Erkältung wirkungslos, können aber beispielsweise zur Bekämpfung einer dazukommenden bakteriellen Infektion - sogenannte „Superinfektion“ - eingesetzt werden und verhindern so eine weitere Verschlechterung.

Anticholinergika

gehören wie die Betamimetika zu den Atemwegserweiterern. Anticholinergika werden häufig bei der Asthma- und COPD-Therapie eingesetzt.
Angriffspunkt dieser Substanzgruppe ist der so genannte muskarinische Acetylcholinrezeptor. Anticholinergika docken dort an und hemmen so die Wirkung des natürlichen Botenstoffs Acetylcholin. In den Atemwegen führt dies zu einer Entspannung der glatten Muskulatur und somit zu einer Erweiterung der Bronchien. Auch die Schleimproduktion wird durch Anticholinergika vermindert.

Antigen

körperfremder Stoff, auf den das Immunsystem reagiert, löst Antikörperbildung aus.

Antihistaminika

Antihistaminika, auch Histamin-Rezeptorblocker oder Histamin-Rezeptorantagonisten genannt, sind Wirkstoffe, die die Wirkung des körpereigenen Botenstoffs Histamin abschwächen oder aufheben. Sie blockieren die Wirkung von Histamin bei der allergischen Reaktion.

Antikörper

Abwehrstoffe des Körpers;
Eiweiße, die als Reaktion auf bestimmte Stoffe, sogenannte Antigene, gebildet werden. Antikörper stehen im Dienste des Immunsystems. Sie reagieren mit Antigenen (das können z.B. Fremdkörper oder Bakterien sein) und machen die Eindringlinge unschädlich.

Antileukotriene

Medikamente zur Asthmabehandlung in Tablettenform. Leukotriene sind körpereigene Botenstoffe, die eine wichtige Rolle bei entzündlichen und allergischen Vorgängen spielen. Die korrekte Bezeichnung der Medikamente lautet: Leukotrien-Rezeptor-Antagonisten.

Antitussiva

Arzneimittel, das den Husten dämpft bzw. stillt.

Apnoe

Atemstillstand
mehr oder weniger langes Aussetzen der Atmung oder willentliches Anhalten der Atmung (z.B. Apnoetauchen)

Apoptose

programmierter Zelltod; Zellen begehen "Selbstmord" indem ein auf den Genen festgelegtes Programm eingeschaltet wird.

ARDS

Akutes Lungenversagen (Adult Respiratory Distress Syndrome)

Arterien und Arteriolen

Arterien befördern Blut vom Herzen weg. Sehr kleine Arterien heißen Arteriolen. Arteriolen gehen in die sogenannten Haargefäßen (Kapillaren) über.

Asbestose

(Asbestlunge) entsteht durch die Einatmung und Ablagerung von Asbeststaub in den Atemwegen. Eine Asbestose kann zu einer Vernarbung des Lungengewebes, aber auch zu Lungenkrebs führen. Die Gefahr einer Asbestose steigt mit den Jahren der Asbest-Exposition.

ASIT/SIT

siehe spezifische Immuntherapie

Asthma / Asthma bronchiale

„Asthma“ ist aus dem Griechischen abgeleitet und bedeutet „Keuchen“ oder „schweres Atmen“.
Asthma ist die Folge einer anhaltenden Entzündung der Atemwege. Die Atemwege reagieren überempfindlich auf verschiedene Reize und sind zeitweise verengt.
Die typischen Beschwerden sind

  • Die Atemnot ist häufig anfallsartig und tritt vor allem nachts oder in den frühen Morgenstunden auf.
  • Pfeifendes Geräusch beim Atmen (Giemen),
  • Engegefühl in der Brust,
  • Husten
Asthma, allergisch

Ursache de Asthmas ist eine Allergie.

Asthma, eosinophil

Asthmaform, bei der im Blut die Zahl der eosinophilen Granulozyten erhöht ist.

Atembewegungen

Die Bewegungen beim Ein- und Ausatmen werden durch Muskeln, den Zwischenrippenmuskeln und dem Zwerchfell bewirkt. Die Atembewegungen sind durch das Heben und Senken des Brustkorbs gekennzeichnet. Beim Einatmen ziehen sich die Zwischenrippenmuskeln und das Zwerchfell zusammen. Dadurch heben sich die Rippen (der Brustkorb). Das Zwerchfell wird flacher und senkt sich. Dies bewirkt eine Vergrößerung des Brustraums. Die Lunge vergrößert sich, Luft strömt über die Atmungswege in die Lunge.
Erschlaffen die Zwischenrippenmuskeln und das Zwerchfell, senken sich die Rippen (der Brustkorb). Das Zwerchfell hebt sich. Dies bewirkt eine Verkleinerung des Brustraums. Die Luft wird aus der Lunge gedrückt. Sie wird ausgeatmet.
Die Änderung des Brustumfanges beim Ein- und Ausatmen kann man am Körper beobachten

Atemerleichternde Körperhaltungen

Es gibt ganz bestimmte Körperhaltungen oder Körperstellungen, die das Atmen erleichtern. Die bekanntesten sind:

  • Seitenlage im Bett, auf der Liege / Couch
  • Kutschersitz
  • Reitsitz
  • Torwartstellung
  • Abstützenim Stehen (mit einer Hand oder dem Ellenbogen an einer Wand 
    oder an einem Baum leicht abstützen)
Atemfrequenz

Anzahl der Atemzüge pro Minute

Atemhilfsmuskulatur

Muskeln, die zusätzlich zu den Hauptatemmuskeln bei erschwerter Atmung für die Ein- und Ausatmung gebraucht werden.

Atemmuskeltraining

gezieltes Training zur Kräftigung der Atemmuskulatur. Informationen stellt die Arbeitsgemeinschaft Atemmuskeltraining unter www.atemmuskeltraining.com zur Verfügung

Atemnot (Dyspnoe, Lufthunger etc.)

Atemnot gehört neben Husten (mit oder ohne Auswurf), Bluthusten und Brustschmerz zu den Hauptsymptomen bei Erkrankungen der Atemwege und der Lungen. Außerdem ist sie ein typisches Symptom bei Herzschwäche.

Atemnotanfall

anfallsweise auftretende Atemnot, typisch z.B. für Asthma

Atemphysiotherapie

Die physiotherapeutische Atemtherapie, auch Atemphysiotherapie genannt, beinhaltet aktive und passive Techniken und Maßnahmen, die unterstützend bei der Behandlung chronischer Atemwegserkrankungen (z.B. Asthma, COPD) eingesetzt werden. Die Atemphysiotherapie findet auch Anwendung zur Verbesserung der Atemfunktion vor Operationen, zur Vermeidung von lungenbedingten Komplikationen nach Operationen und bei der Entwöhnung von der Beatmung.

Adressen von Atemphysiotherapeuten sind unter Spezialistensuche im Servicebereich veröffentlicht:
www.atemwegsliga.de/physiotherapeuten.html

Atempumpe

die Gesamtheit aller anatomischen und funktionellen Einheiten, die eine Belüftung der Lunge ermöglichen: Atemzentrum im Gehirn, Nerven, Atemmuskulatur und Brustkorb

Atemtechniken

Je nach Atemfunktionsstörung werden in der Physiotherapie unterschiedliche Atemtechniken angewandt. Sie sollen zu einer Erleichterung der Atmung führen. Ein- und Ausatemtechniken sowie Techniken zur Befreiung der Atemwege von zähem Schleim gehören dazu. Die bekannteste Atemtechnik bei beginnender Atemnot ist die sogenannte Lippenbremse. Sie verhindert das Zusammenfallen der Atemwege.

Atemwegsobstruktion

Verengung der Bronchien. Die Verengung kann unterschiedliche Ursachen haben, z.B. Krampf der Bronchialmuskulatur, Schleimhautschwellung, Verlegung durch zähen Schleim oder Fremdkörper. Aufgrund der Behinderung des Luftstroms tritt Atemnot auf.

Atemwegsspiegelung

siehe Bronchoskopie

Atopie

genetisch bedingte Bereitschaft, auf bestimmte Stoffe oder Umwelteinflüsse allergisch zu reagieren.

Außerklinische Beatmung

(früher Heimbeatmung) Beatmung wird zu Hause, d.h. außerhalb der Klinik angewandt, wenn die Atmung dauerhaft unzureichend ist. Man unterscheidet nichtinvasive (Maske) und invasive (Zugang über die Luftröhre) außerklinische Beatmung.
Bei einem Ausfall der Atempumpe ist die Beatmung lebensnotwendig und muss daher 24 Stunden pro Tag dauerhaft vorgenommen werden.
Eine intermittierende Beatmung wird durchgeführt, wenn lediglich eine Überlastung der Atempumpe besteht. Die Beatmung wird vor allem in den Nachtstunden genutzt, um die Atmung zu entlasten. Die intermittierende Beatmung wird meist über eine Maske durchgeführt, die sich der Betroffene selbst aufsetzt.

Auskultation

Abhören der Lunge mit einem Stethoskop

Auswurf

Sputum, Expektorat
ausgehustete Absonderung der Atemwegsschleimhaut

AZV

Atemzugvolumen

Ä

Ätiologie

Lehre von den Krankheitsursachen und ihren auslösenden Faktoren

B

Becherzellen

schleimbildende Zellen in der Bronchialschleimhaut

Betamimetika (Beta2-Sympathomimetika)

Medikamente, die die Bronchien erweitern (dilatieren). Auf Grund dieser Eigenschaft gehören Betamimetika zu den Bronchodilatoren.
Andere Bezeichnungen sind Adrenergika, Beta2-Sympathikomimetika oder Sympathikomimetika .
Betamimetika werden zur Behandlung von Asthma oder COPD meist als Spray oder Pulver verordnet. Auch als Retard-Tabletten kommen sie zum Einsatz. Dies sind Tabletten, die den Wirkstoff verzögert über einen längeren Zeitraum freisetzen

BGA

siehe Blutgasanalyse

Blutgasanalyse

Blutproben werden aus dem gut durchbluteten Ohrläppchen oder aus Blutgefäßen entnommen. In diesen Proben werden die Drücke von Sauerstoff und Kohlendioxid ]sowie pH-Wert und Säurebasenhaushalt bestimmt. Die Blutgasanalyse (BGA) charakterisiert das Ausmaß der Beeinträchtigung durch eine Störung der Atemfunktion.

Blutgaswerte

Konzentration von Sauerstoff und Kohlendioxid im Blut:
Sauerstoffpartialdruck = pO2
Kohlendioxidpartialdruck  = pCO2

Bodyplethysmografie

Verfahren zur Messung der Lungenfunktion. Der Patient sitzt dabei in einer Kammer und atmet in ein Messgerät. Die Auswertung gibt Anhaltspunkte für das Vorliegen einer Atemwegserkrankung.

Borg-Skala

ein Bewertungsverfahren zur Einteilung des Schweregrades einer Atemnot. Die Einteilung erfolgt entweder durch den Arzt (Patienten-Interview) oder durch den Patienten selbst (Fragebogen). Erfasst wird die empfundene Atemnot in einer Skala von 1-10.

Bronchialkarzinom

Lungenkrebs

Bronchialobstruktion

Verengung der Atemwege

Bronchien

Äste der Luftröhre, über die die Luft in der Lunge verteilt wird.

Bronchitis

Entzündung der Schleimhäute der Bronchien, die in den meisten Fällen durch Viren verursacht wird

Bronchoalveoläre Lavage (BAL)

Diagnostisches Verfahren, bei dem Sekret aus der Lunge als Untersuchungsmaterial gewonnen wird.

Bronchodilatatoren

Medikamente, die die Bronchien erweitern

Bronchoskopie

Untersuchung der Atemwege meistens mit einem dünnen, biegsamen Schlauch. Dabei kann der Arzt in die Bronchien hineinsehen.

Bronchospasmolyse

Entkrampfung der Bronchialmuskulatur durch Medikamente

Bronchospasmolytika

(s. auch Bronchodilatatoren) Medikamente, die die verkrampften Muskeln in den Bronchien lockern

C

Chromosom

Strukturen im Zellkern, die Gene und damit Erbinformationen enthalten.

Coils

„Lung Volume Reduction Coils“, kurz LVRC, sind kleine Nitinol-Spiralen, die mittels eines minimalinvasiven Eingriffs in die Atemwege eingesetzt werden und das Lungenvolumen reduzieren. In zwei separaten Eingriffen, typischerweise im Abstand von zirka 30 Tagen werden jeweils bis zu zehn Spiralen in beide Lungenlappen implantiert.

Compliance

(engl. für Einhaltung, Folgsamkeit) bedeutet Therapietreue des Patienten, d.h. Mitarbeit bei der Therapie und  Bereitschaft, ärztliche Verordnungen und Empfehlungen zu befolgen. Diesem Verständnis zufolge trägt der Patient einseitig die Verantwortung für das Einhalten der Therapie. Heute verfolgt man eher das Konzept der Adhärenz.

COPD

Chronisch obstruktive Bronchitis und Lungenemphysem treten häufig gemeinsam auf. Der englische Begriff für chronisch-obstruktive Bronchitis und Lungenemphysem heißt COPD (chronic obstructive pulmonary disease, chronisch obstruktive Lungenerkrankung: dauerhafte, fortschreitende Lungenerkrankung mit Einengung der Atemwege).

Cystische Fibrose (CF)

Internationler Begriff für die Mukoviszidose (erbliche Stoffwechselkrankheit)

D

DNA

Desoxyribonukleinsäure, Moleküle, die die Erbinformationen (Gene) verschlüsseln

Dosieraerosol

Treibgasgetriebenes Dosiergerät zum Einatmen von Medikamenten.

E

Emphysem

Beim Lungenemphysem sind die kleinsten Bronchien und die Lungenbläschen dauerhaft erweitert (Überblähung), verbunden mit einer Zerstörung der Lungenstruktur.

Enzym

früher Ferment genannt, ist ein Stoff, der eine oder mehrere biochemische Reaktionen einleiten oder beschleunigen kann. Fast alle Enzyme sind Eiweiße (Proteine).

Etagenwechsel

Eine Ausweitung der eigentlichen Heuschnupfen-Symptome auf die tieferen Atemwege bis hin zum Asthma bronchiale.

Exazerbation

Verschlimmerung, Verschlechterung einer Erkrankung (COPD; Lungenfibrose)

Exspiration

Ausatmung

F

Feuchtinhalation

Bei der Feuchtinhalation wird das Medikament in wässriger Lösung mit Hilfe eines Düsenverneblers oder Ultraschallverneblers eingeatmet.

FEV1

Exspiratorisches Volumen während der ersten Sekunde einer forcierten Ausatmung. Zeigt an, wie viel Liter Luft Sie nach vorangehender tiefer Einatmung bei maximaler Anstrengung in einer Sekunde ausatmen können (Sekundenluft).

Fibrose

Bei der Lungenfibrose geht gesundes Lungengewebe zugrunde und wird durch Narbengewebe ersetzt.

G

Gene

Erbanlagen, die an die Nachkommen weitergegeben werden

Genotyp

Gesamtheit aller Erbinformationen

H

Hauttest

Diagnoseverfahren bei Allergien. Hier wird die Haut des Patienten verschiedenen Allergenen ausgesetzt. Die gängigsten Verfahren sind der Prick-Test und Intrakutan-Test. Zur Diagnose von Kontaktallergien wird der Patch-Test verwendet.

Heimbeatmung

siehe "Außerklinische Beatmung"

Heterozygot

 zwei verschiedene Gene für eine bestimmte Erbinformation

Heuschnupfen

Umgangssprachliche Bezeichnung für eine allergische Rhinitis (Pollenallergie), d.h. eine Entzündung der Atemwege, die durch Allergenkontakt ausgelöst wird.

Homozygot

die beiden Gene für eine Erbinformation sind gleich

Hyposensibilisierung

"Verminderung der Empfindlichkeit"
Spezifische Immuntherapie: Dabei wird zuerst in geringen, dann in langsam gesteigerten Dosen das Allergen, auf das der Patient empfindlich reagiert, verabreicht. Auf diese Weise können sich die körpereigenen Abwehrkräfte an das Allergen gewöhnen, so dass der Körper nicht mehr mit Überreaktion (Allergie) reagiert, wenn er mit dem Allergen in Kontakt kommt.
Die verabreichten Allergenextrakte können eingenommen werden (orale Hyposensibilisierung) oder unter die Haut gespritzt werden (subkutane Hyposensibilisierung).

Hypoventilation

Minderbelüftung der Lunge

I

Immunglobulin E (IgE)

ist ein Antikörper, der in erster Linie Parasiten abwehren soll. Er ist auch verantwortlich für Allergien.

Immunsystem

 das körpereigene Abwehrsystem

Immuntherapie

Hyposensibilisierung

Inspiration

Einatmung

K

Karenz

Vermeiden des Kontaktes mit allergieauslösenden Stoffen

Kombinationspräparate

Kombinationspräparate in der Lungenheilkunde sind Inhalatoren,  die mehrere Wirkstoffe enthalten.

Kortikosteroide

Medikamente, die die Entzündung bekämpfen. Gibt es zum Einatmen (Inhalieren) oder als Tablette (auch: Glukokortikoide, Kortison oder Steroide), im Notfall auch als Spritze

Kreuzallergie

Von einer Kreuzallergie (Kreuzreaktion) wird dann gesprochen, wenn Immunglobulin E-Antikörper, die gegen ein bestimmtes Allergen in einer bestimmten Allergenquelle gerichtet sind, auch andere Allergene in anderen Allergenquellen erkennen und somit auch bei Kontakt mit diesen anderen Allergenquellen eine allergische Reaktion auslösen können.

Krupp-Symdrom

Sammelbegriff für infektbedingte Verengungen der oberen Atemwege z. B. durch Kehlkopfentzündung

L

Laryngitis

Kehlkopfentzündung

Lungenemphysem

Beim Lungenemphysem sind die kleinsten Bronchien und die Lungenbläschen dauerhaft erweitert (Überblähung), verbunden mit einer Zerstörung der Lungenstruktur.

M

Mendel

Gregor Johann Mendel war ein katholischer Priester und bedeutender Naturforscher, der die nach ihm benannten Mendel´schen Regeln der Vererbung entdeckte. Das Muster der Vererbung wird oft in Form eines Schaubildes/Diagramms dargestellt.

Mukopharmaka

Medikamente, die zähen Schleim lösen und ein Abhusten erleichtern

Mukovizidose

Erbkrankheit, bei der es zu einer Eindickung der Sekrete der Lunge und in anderen Organe kommt

Mutation

Veränderung der Erbinformation

N

Nosokomial

im Krankenhaus erworben(er Infekt)

O

Obstruktion

Verengung, Einengung (hier der Atemwege)

Obstruktiv

verengt, eingeengt z. B. Bronchitis: bei der obstruktiven Bronchitis sind die Atemwege verengt

P

Passivrauchen

Wenn man selber nicht rauchen, aber zu Hause oder am Arbeitsplatz Zigarettenrauchbelastung (häufig über den ganzen Tag) ausgesetzt wird. Nicht nur Rauchen, auch Passivrauchen schadet der Lunge

Peak-flow-Meter

Einfach zu handhabendes Messgerät, das die Spitzengeschwindigkeit der Luft beim Ausatmen misst. Die Messung hilft, den Verlauf der Erkrankung (besonders beim Asthma) zu kontrollieren

Pertussis

Keuchhusten. Infektionskrankheit, die hauptsächlich im Kindesalter auftritt

Physiotherapie

Krankengymnastische Begleittherapie z. B. bei COPD und Mukovizidose

Pneumokokken /-impfung

Pneumokokken sind häufig vorkommende Bakterien, die eine Lungenentzündung verursachen können und oft für plötzliche Verschlimmerungen von Atemwegserkrankungen verantwortlich sind. Deshalb wird verschiedenen Patienten z. B. mit COPD einmal im Leben eine Pneumokokken-Schutzimpfung empfohlen.

Pneumologie

Lehre von den Erkrankungen der Atmungsorgane, Lungenheilkunde

Pneumonie

Lungenentzündung

Pneumothorax

Luftansammlung im Brustfellraum, der zu einem Zusammenfallen der Lunge führt. Ein Pneumothorax kann durch Verletzungen oder im Verlauf einer bestehenden Grunderkrankung z. B. Emphysem, aber auch spontan entstehen.

Prick-Test

Eine Form des Hauttests zur Ermittlung der für die allergische Erkrankung ursächlichen Allergene .

Prognose

Vorhersage zum Verlauf einer Krankheit

Provokationstest

Test, bei dem ein Allergen an das betroffene Organ gebracht wird, z.B. Nasenschleimhaut oder Bindehaut des Auges, um die Wirkung zu beobachten. Wenn der Patient daraufhin niesen muss oder seine Augen tränen, wird damit der Verdacht auf eine bestimmte Allergie bestätigt.

Pulmonale Hypertonie

Hochdruck im Lungenkreislauf. Verursacht oft Atemnot schon bei geringer körperlicher Belastung und Herzschwäche.
Ursachen u.a.: wiederholte Lungenembolie, COPD, Lungenfinbrose. Nicht immer ist die Ursache bekannt.

Pulverinhalator

Dosiergerät zur Inhalation von Medikamenten, die in Pulverform vorliegen.

R

Rast-Test

Blutuntersuchung, bei der die im Blut vorhandenen Antikörper gegen ein vermutetes Allergen bestimmt werden.

Rehabilitation

Maßnahmen zur Linderung oder Beseitigung gesundheitlicher Störungen. Bei Atemwegserkrankungen stehen die Anpassung der medikamentösen Behandlung an den jeweiligen Schweregrad der Erkrankung, körperliches Training und Bewegungstherapie, Patientenschulung, Atem- und Physiotherapie, Ernährungsberatung sowie die soziale Betreuung im Vordergrund.

Residualvolumen

ist die Luftmenge, die nach maximaler Ausatmung in der Lunge bleibt. Es ist also die Luftmenge, die nicht willkürlich ausgeatmet werden kann.

Restriktion

Lungenfunktionsstörung mit Verminderung der Vitalkapazität und der Totalkapazität. Die Lungenoberfläche für den Gasaustausch ist vermindert. Eine Restriktion kann z.B. durch Vernarbungen bzw. Versteifung des Lungengewebes bei Lungenfibrose, nach Tuberkulose, Silikose oder durch Operationen eintreten.

Restriktiv

eingeschränkt (in Bezug auf das Lungenvolumen)

Retardtablette

Tablette, aus der das Medikament verlangsamt, dafür aber über einen längeren Zeitraum abgegeben wird.

 

S

SARS

Bei SARS (Severe Acute Respiratory Syndrome) handelt es sich um eine in 2002 in der südchinesischen Guangdong (Kanton) Provinz erstmalig aufgetretene ansteckende schwere Lungenentzündung.

Schlafapnoe

Häufig auftretende Atempausen von mehr als 10 Sekunden während des Schlafs.

Sekundenluft

= FEV1: Exspiratorisches Volumen während der ersten Sekunde einer forcierten Ausatmung. Zeigt an, wie viel Liter Luft Sie bei maximaler Anstrengung in einer Sekunde ausatmen können (Sekundenluft)

Silikose

Reaktion des Lungengewebes auf inhalierte, kristalline Kieselsäure (Quarz), die zu schweren Lungenzerstöungen mit Knötchenbildung und Vernarbung führt. Es kann zu COPD, Emphysem und pulmonaler Hypertonie kommen.
"Bergarbeiter-Krankheit", allerdings sind auch verwandte Berufe wie Zahntechniker, Steinhauer, Steinbrucharbeiter betroffen.
Anerkannte Berufskrankheit

Spezifische Immuntherapie (SIT)

= Hyposensibilisierung

Spirometer

Gerät zur Messung der Lungenfunktion. Die Auswertung gibt Anhaltspunkte für das Vorliegen z. B. einer Verengung der Atemwege beim Asthma

Spirometrie

Lungenfunktionsmessung

Sputum

Auswurf

T

Theophyllin

Medikament, in Tablettenform, das die Bronchien erweitert (meist als Retardtablette) oder zur Injektion.

Totalkapazität

gesamtes Fassungsvermögen der Lunge

Tuberkulose

Infektionskrankheit, die durch eine spezielle Bakterien­art –die Mykobakterien- hervorgerufen wird. Für die Verur­sachung einer Tuber­kulose ist beim Menschen das Mycobacterium tuberculosis verantwortlich.

V

Vitalkapazität

VK, VC oder IVC. Zeigt an, wie viel Liter Luft Sie nach einer tiefen Ausatmung während einer langsamen, maximal tiefen Einatmung in die Lunge einatmen können.
„I“ steht für Inspiration = Einatmung

W

Weaning

Das Wort to wean ist englisch und bedeutet entwöhnen. Als weaning bzw. Beatmungsentwöhnung wird die Phase der Entwöhnung eines beatmeten Patienten vom Beatmungsgerät bezeichnet.

Geschrieben von Redaktion | Zuletzt bearbeitet am 06.08.2012 06:27