GLI 2012 Desktop Software

Die Spirometrie ist einfache und schnelle Untersuchung der Funktion der Lunge. Dabei wird an einem Lungenfunktionsgerät nach einer tiefen Ausamtung bei maximaler Einatmung das maximale Lungenvolumen gemessen (Vitalkapazität) und anschließend bei einer schnellen und kräftigen Ausatmung das maximal in einer Sekunde abgeatmete Volumen bestimmt (Sekundenkapazität). Mit der Bestimmung der Vitalkapazität und der Sekundenkapazität kann man ein vermindertes Lungenvolumen und eine Behinderung der Ausatmung erkennen.

Obwohl es sich bei der Spirometrie um eine seit Jahrzehnten bewährte Methode zur Messung der Lungenfunktion handelt, wurde 2015 eine neue Leitlinie zur Spirometrie publiziert (siehe unten). Dies war notwendig geworden, weil 2012 neue spirometrische Referenzwerte publiziert wurden, die an mehr als 74.000 gesunden Nierauchern im Alter von 3 – 95 Jahren erhoben wurden. Im Vergleich zu den alten Normalwerten fanden sich bis zu 10 % höhere Lungenfunktionswerte und ab dem 45. Lebensjahr eine höhere Streuung der Werte, so dass sich der Normalbereich verschoben hat. 

Somit wurden bei Verwendung der alten Normalwerte, gerade im höheren Alter, krankhafte Werte diagnostiziert, die nach den neuen Berechnungen normal sind. Die neuen Normalwerte müssen jetzt in die Software der Lungenfunktionsmessgeräte implementiert werden.

Mit unten stehendem Programm kann man die Untersuchungsergebnisse nach GLI referenzieren, auch wenn das eigenen System nur EGKS besitzt.

Das Programm steht kostenlos zur Verfügung und kann auf jedem beliebigen windows-Computer installiert werden.

Lungenfunktion: Wichtig nicht nur bei Asthma und COPD

Die Prüfung der Lungenfunktion ist für die Diagnose und Verlaufsbeurteilung von Lungen- und Atemwegserkrankungen wie Asthma und COPD unumgänglich. Zur Prüfung der Lungenfunktion stehen verschiedene Untersuchungsmethoden zur Verfügung. In unseren Videos werden die Abläufe der Untersuchungen vorgestellt.

Die neue Leitline Spirometrie können Sie online lesen,
weitere Fachliteratur und Patienten-Informationen stehen zum Download bereit.

Gedruckte Exemplare können Sie über unser Bestellformular anfordern.

Guide to Spirometry

Guide to spirometry published by the Deutsche Atemwegsliga (German Airway League), the Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (German Respiratory Society) and the Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin (German Society of Occupational and Environmental Medicine)
C.-P. Criéeet al.
http://www.asu-arbeitsmedizin.com/ASUInternational-2015-3/Guide-to-Spirometry,QUlEPTYzOTgxOCZNSUQ9MTEzODE2.html?UID=4864275A4E7BDF50C5CF49C6802D4A60207DB8D4D37A6A7A
bzw. mit verkürztem Link http://bit.ly/1EcFaOj

Leitlinie 020 - 017 Spirometrie

Die S2k Leitlinie der Deutschen Atemwegsliga, der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin und der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin zur Spirometrie ist im Online-Portal der AWMF veröffentlicht.

AWMF (Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften)
 
 
 

Peak-Flow-Messung

Diese Messung führt der Patient selbst durch. Sie dient der Verlaufskontrolle von Asthma und COPD.

Spirometrie

Folgende Fragen kann die Spirometrie beantworten:

  • Liegt eine Atemwegsobstruktion vor?
  • Ist eine nachgewiesene Atemwegsobstruktion teilweise oder sogar vollständig reversibel (Reversibilitätstest mit Bronchodilatatoren?
  • Liegt eine relevante Verringerung der Lungenvolumina vor?

Literatur
Empfehlungen der Deutschen Atemwegsliga zur Spirometrie, C.-P. Criée, D. Berdel, D. Heise, P. Kardos, D. Köhler, W. Leupold, H. Magnussen, W. Marek, R. Merget, H. Mitfessel, M. Rolke, S. Sorichter, H. Worth und H. Wuthe
Dustri Verlag Dr. Karl Feistle, ISBN 3-87185-364-X

Ganzkörperplethysmografie

auch Bodyplethysmografie genannt: Weiterführende Untersuchung beim Lungenfacharzt

Das am weitesten verbreitete und praktikabelste Verfahren, um zum einen die mit der Spirometrie nicht unmittelbar messbaren statischen Lungenvolumina zu erfassen sowie zum anderen die Anforderungen an die Mitarbeit des Patienten abzuschwächen, ist die Ganzkörperplethysmografie.

Literatur
Empfehlungen der Deutschen Atemwegsliga und der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin
Empfehlungen zur Ganzkörperplethysmographie (Bodyplethysmographie)
C.-P. Criée et al., Dustri-Verlag Dr. Karl Feistle, ISBN 3-87185-394-1, ISBN13 978-3-87185-394-4

Weitere Empfehlungen

Weitere Informationen für Patienten