Glossar

A

Adhärenz

Adhärenz (engl. ad-herence für Befolgen, Festhalten) bedeutet Einhaltung der gemeinsam vom Patienten und dem medizinischen Fachpersonal (Ärzte, Pflegekräfte) gesetzten Therapieziele. Das Einhalten von Therapieplänen und  der Therapieerfolg liegen in der gemeinsamen Verantwortung von Fachleuten und dem Patienten. Alle Beteiligten sollen gleichberechtigt zusammen arbeiten.
Das bedeutet für den Patienten:

  • aktives Mitwirken am Gesundungsprozess,
  • befolgen ärztlicher Empfehlungen, wie z. B. die Einnahme von Medikamenten oder Änderungen des Lebensstils.

Für das medizinische Fachpersonal bedeutet Adhärenz:

  • die Aufklärung und Information zu den Zielen der Behandlung und über die verordneten Arzneimittel sowie
  • die Anpassung der Therapie auf die individuellen Möglichkeiten und Bedürfnisse des Patienten.
Aerosol

Feiner Nebel mit kleinsten Teilchen, die im Nebel schweben. Aerosole können für die Verabreichung von inhalierbaren Medikamenten werden, z.B. in Dosier-Aerosolen oder bei der Feuchtinhalation.

Akut

plötzlich auftretend

Allergen

Substanz, die eine allergische Reaktion bei bezüglich Allergenen empfindlichen Personen hervorruft

Allergenkarenz

Vermeidung von Allergenen

Allergie

Überreaktion des Immunsystems gegenüber körperfremden, eigentlich unschädlichen Substanzen

Allergiediagnostik

Bei der Feststellung/Diagnose einer Allergie werden unterschiedliche Testverfahren verwendet:

  • Prick-Test (Hauttest)
  • Rast-Test (Blutuntersuchung auf Antikörper)
  • Provokationstest (prüft, ob die Atemwege auf ein bestimmtes Allergen allergisch reagieren)
Allergologe

Fachärzte für Allergologie haben sich auf die Behandlung von Allergien spezialisiert und kennen die Ursachen für deren Entstehung, können die individuelle Ausprägung der jeweiligen Erkrankungen einschätzen und die angemessene Behandlung einleiten. Die Zusatzbezeichnung „Facharzt für Allergologie“ darf ein Arzt erst dann führen, wenn er sich nach einer mehrjährigen Weiterbildung fundierte Kenntnisse über dieses komplexe Krankheitsbild angeeignet hat. Bei dieser Weiterbildung erlernt er verschiedene diagnostische Verfahren und erwirbt detaillierte Kenntnisse zu modernsten Therapie-Methoden. Viele Haut- und Hals-Nasen-Ohren-Ärzte, aber auch Kinder- und Lungenfachärzte haben sich auf Allergien spezialisiert.

Allergologie

Als Allergologie wird das medizinische Fachgebiet bezeichnet, das sich mit der Erforschung und Behandlung von Allergien beschäftigt.

Alpha-1-Antitrypsin-Mangel

Bei manchen Menschen fehlt von Geburt an ein Eiweißkörper der die Lunge schützt, das Alpha-1-Antitrypsin. Diese Patienten entwickeln häufig frühzeitig ein Lungenemphysem, ganz besonders dann, wenn sie rauchen.

Alveolen

Lungenbläschen

Anamnese

Erhebung der Krankengeschichte (Art, Beginn, Verlauf der Erkrankung, usw.) im Gespräch zwischen Arzt und Patient

Anaphylaktischer Schock

Der anaphylaktische Schock ist die schwerste allergische Reaktion, die den gesamten Körper erfassen und zu Kreislaufversagen und Tod führen kann. Schnelles und umsichtiges Handeln ist daher lebenswichtig. Die häufigsten Notfallsymptome sind: Hautreaktionen z.B. Quaddeln, Juckreiz, Kratzen im Hals, Schluckbeschwerden, Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, Atemnot, Asthmaanfall, beschleunigter, flacher Puls. Die Symptome müssen nicht alle gleichzeitig auftreten.

Antiallergika

Arzneimittel gegen Allergien. Sie verhindern die allergische Reaktion oder blockieren den Ablauf der Allergie. Es handelt sich um Medikamente, die regelmäßig bei Allergenkontakt genommen werden müssen.

Anticholinergika

Bestimmte Sorte von Medikamenten, die die Bronchien erweitern

Antihistaminika

Antihistaminika, auch Histamin-Rezeptorblocker oder Histamin-Rezeptorantagonisten genannt, sind Wirkstoffe, die die Wirkung des körpereigenen Botenstoffs Histamin abschwächen oder aufheben. Sie blockieren die Wirkung von Histamin bei der allergischen Reaktion.

Antikörper

Abwehrstoffe des Körpers;
Eiweiße, die als Reaktion auf bestimmte Stoffe, sogenannte Antigene, gebildet werden. Antikörper stehen im Dienste des Immunsystems. Sie reagieren mit Antigenen (das können z.B. Fremdkörper oder Bakterien sein) und machen die Eindringlinge unschädlich.

Antileukotriene

Medikamente zur Asthmabehandlung in Tablettenform. Leukotriene sind körpereigene Botenstoffe, die eine wichtige Rolle bei entzündlichen und allergischen Vorgängen spielen. Die korrekte Bezeichnung der Medikamente lautet: Leukotrien-Rezeptor-Antagonisten.

ARDS

Akutes Lungenversagen (Adult Respiratory Distress Syndrome)

Asthma

Entzündung der Atemwege mit Überempfindlichkeit der Bronchien und wechselnder Atemwegsverengung. Auslöser können Allergene, körperliche Aktivitäten und andere Reize (z. B. Tabakrauch, kalte / trockene Luft, Stäube) sein. Oft wird die Ursache nicht gefunden.

Atopie

Erblich bedingte Veranlagung zu Allergien

Außerklinische Beatmung

Künstliche Beatmung, die zuhause vom Patienten selbst oder von einem Pflegedienst durchgeführt wird. Die Heimbeatmung wird angewandt, wenn die Atmung dauerhaft unzureichend ist

B

Beta2-Sympathomimetika

Medikamente, die die Bronchien erweitern und besonders zur Behandlung der Atemnot bei verschiedenen Atemwegserkrankungen eingesetzt werden (kurz auch Beta-Mimetika genannt)

Blutgasanalyse

Bestimmung der Blutgase: Es werden u.a. der Sauerstoffpartialdruck (pO2) und der Kohlendioxidpartialdruck (pCO2) gemessen

Bodyplethysmografie

Verfahren zur Messung der Lungenfunktion. Der Patient sitzt dabei in einer Kammer und atmet in ein Messgerät. Die Auswertung gibt Anhaltspunkte für das Vorliegen einer Atemwegserkrankung.

Bronchialkarzinom

Lungenkrebs

Bronchialobstruktion

Verengung der Atemwege

Bronchien

Äste der Luftröhre, über die die Luft in der Lunge verteilt wird.

Bronchitis

Entzündung der Schleimhäute der Bronchien, die in den meisten Fällen durch Viren verursacht wird

Bronchoalveoläre Lavage (BAL)

Diagnostisches Verfahren, bei dem Sekret aus der Lunge als Untersuchungsmaterial gewonnen wird.

Bronchodilatatoren

Medikamente, die die Bronchien erweitern

Bronchoskopie

Untersuchung der Atemwege meistens mit einem dünnen, biegsamen Schlauch. Dabei kann der Arzt in die Bronchien hineinsehen.

Bronchospasmolyse

Entkrampfung der Bronchialmuskulatur durch Medikamente

Bronchospasmolytika

(s. auch Bronchodilatatoren) Medikamente, die die verkrampften Muskeln in den Bronchien lockern

C

Chromosom

Strukturen im Zellkern, die Gene und damit Erbinformationen enthalten.

Coils

„Lung Volume Reduction Coils“, kurz LVRC, sind kleine Nitinol-Spiralen, die mittels eines minimalinvasiven Eingriffs in die Atemwege eingesetzt werden und das Lungenvolumen reduzieren. In zwei separaten Eingriffen, typischerweise im Abstand von zirka 30 Tagen werden jeweils bis zu zehn Spiralen in beide Lungenlappen implantiert.

Compliance

(engl. für Einhaltung, Folgsamkeit) bedeutet Therapietreue des Patienten, d.h. Mitarbeit bei der Therapie und  Bereitschaft, ärztliche Verordnungen und Empfehlungen zu befolgen. Diesem Verständnis zufolge trägt der Patient einseitig die Verantwortung für das Einhalten der Therapie. Heute verfolgt man eher das Konzept der Adhärenz.

COPD

Chronisch obstruktive Bronchitis und Lungenemphysem treten häufig gemeinsam auf. Der englische Begriff für chronisch-obstruktive Bronchitis und Lungenemphysem heißt COPD (chronic obstructive pulmonary disease, chronisch obstruktive Lungenerkrankung: dauerhafte, fortschreitende Lungenerkrankung mit Einengung der Atemwege).

Cystische Fibrose (CF)

Internationler Begriff für die Mukoviszidose (erbliche Stoffwechselkrankheit)

D

DNA

Desoxyribonukleinsäure, Moleküle, die die Erbinformationen (Gene) verschlüsseln

Dosieraerosol

Treibgasgetriebenes Dosiergerät zum Einatmen von Medikamenten.

E

Emphysem

Beim Lungenemphysem sind die kleinsten Bronchien und die Lungenbläschen dauerhaft erweitert (Überblähung), verbunden mit einer Zerstörung der Lungenstruktur.

Enzym

früher Ferment genannt, ist ein Stoff, der eine oder mehrere biochemische Reaktionen einleiten oder beschleunigen kann. Fast alle Enzyme sind Eiweiße (Proteine).

Etagenwechsel

Eine Ausweitung der eigentlichen Heuschnupfen-Symptome auf die tieferen Atemwege bis hin zum Asthma bronchiale.

Exazerbation

Verschlimmerung, Verschlechterung einer Erkrankung (COPD; Lungenfibrose)

Exspiration

Ausatmung

F

Feuchtinhalation

Bei der Feuchtinhalation wird das Medikament in wässriger Lösung mit Hilfe eines Düsenverneblers oder Ultraschallverneblers eingeatmet.

FEV1

Exspiratorisches Volumen während der ersten Sekunde einer forcierten Ausatmung. Zeigt an, wie viel Liter Luft Sie nach vorangehender tiefer Einatmung bei maximaler Anstrengung in einer Sekunde ausatmen können (Sekundenluft).

Fibrose

Bei der Lungenfibrose geht gesundes Lungengewebe zugrunde und wird durch Narbengewebe ersetzt.

G

Gene

Erbanlagen, die an die Nachkommen weitergegeben werden

Genotyp

Gesamtheit aller Erbinformationen

H

Hauttest

Diagnoseverfahren bei Allergien. Hier wird die Haut des Patienten verschiedenen Allergenen ausgesetzt. Die gängigsten Verfahren sind der Prick-Test und Intrakutan-Test. Zur Diagnose von Kontaktallergien wird der Patch-Test verwendet.

Heimbeatmung

siehe "Außerklinische Beatmung"

Heterozygot

 zwei verschiedene Gene für eine bestimmte Erbinformation

Heuschnupfen

Umgangssprachliche Bezeichnung für eine allergische Rhinitis (Pollenallergie), d.h. eine Entzündung der Atemwege, die durch Allergenkontakt ausgelöst wird.

Homozygot

die beiden Gene für eine Erbinformation sind gleich

Hyposensibilisierung

"Verminderung der Empfindlichkeit"
Spezifische Immuntherapie: Dabei wird zuerst in geringen, dann in langsam gesteigerten Dosen das Allergen, auf das der Patient empfindlich reagiert, verabreicht. Auf diese Weise können sich die körpereigenen Abwehrkräfte an das Allergen gewöhnen, so dass der Körper nicht mehr mit Überreaktion (Allergie) reagiert, wenn er mit dem Allergen in Kontakt kommt.
Die verabreichten Allergenextrakte können eingenommen werden (orale Hyposensibilisierung) oder unter die Haut gespritzt werden (subkutane Hyposensibilisierung).

Hypoventilation

Minderbelüftung der Lunge

I

Immunglobulin E (IgE)

ist ein Antikörper, der in erster Linie Parasiten abwehren soll. Er ist auch verantwortlich für Allergien.

Immunsystem

 das körpereigene Abwehrsystem

Immuntherapie

Hyposensibilisierung

Inspiration

Einatmung

K

Karenz

Vermeiden des Kontaktes mit allergieauslösenden Stoffen

Kombinationspräparate

Kombinationspräparate in der Lungenheilkunde sind Inhalatoren,  die mehrere Wirkstoffe enthalten.

Kortikosteroide

Medikamente, die die Entzündung bekämpfen. Gibt es zum Einatmen (Inhalieren) oder als Tablette (auch: Glukokortikoide, Kortison oder Steroide), im Notfall auch als Spritze

Kreuzallergie

Von einer Kreuzallergie (Kreuzreaktion) wird dann gesprochen, wenn Immunglobulin E-Antikörper, die gegen ein bestimmtes Allergen in einer bestimmten Allergenquelle gerichtet sind, auch andere Allergene in anderen Allergenquellen erkennen und somit auch bei Kontakt mit diesen anderen Allergenquellen eine allergische Reaktion auslösen können.

Krupp-Symdrom

Sammelbegriff für infektbedingte Verengungen der oberen Atemwege z. B. durch Kehlkopfentzündung

L

Laryngitis

Kehlkopfentzündung

Lungenemphysem

Beim Lungenemphysem sind die kleinsten Bronchien und die Lungenbläschen dauerhaft erweitert (Überblähung), verbunden mit einer Zerstörung der Lungenstruktur.

M

Mendel

Gregor Johann Mendel war ein katholischer Priester und bedeutender Naturforscher, der die nach ihm benannten Mendel´schen Regeln der Vererbung entdeckte. Das Muster der Vererbung wird oft in Form eines Schaubildes/Diagramms dargestellt.

Mukopharmaka

Medikamente, die zähen Schleim lösen und ein Abhusten erleichtern

Mukovizidose

Erbkrankheit, bei der es zu einer Eindickung der Sekrete der Lunge und in anderen Organe kommt

Mutation

Veränderung der Erbinformation

N

Nosokomial

im Krankenhaus erworben(er Infekt)

O

Obstruktion

Verengung, Einengung (hier der Atemwege)

Obstruktiv

verengt, eingeengt z. B. Bronchitis: bei der obstruktiven Bronchitis sind die Atemwege verengt

P

Passivrauchen

Wenn man selber nicht rauchen, aber zu Hause oder am Arbeitsplatz Zigarettenrauchbelastung (häufig über den ganzen Tag) ausgesetzt wird. Nicht nur Rauchen, auch Passivrauchen schadet der Lunge

Peak-flow-Meter

Einfach zu handhabendes Messgerät, das die Spitzengeschwindigkeit der Luft beim Ausatmen misst. Die Messung hilft, den Verlauf der Erkrankung (besonders beim Asthma) zu kontrollieren

Pertussis

Keuchhusten. Infektionskrankheit, die hauptsächlich im Kindesalter auftritt

Physiotherapie

Krankengymnastische Begleittherapie z. B. bei COPD und Mukovizidose

Pneumokokken /-impfung

Pneumokokken sind häufig vorkommende Bakterien, die eine Lungenentzündung verursachen können und oft für plötzliche Verschlimmerungen von Atemwegserkrankungen verantwortlich sind. Deshalb wird verschiedenen Patienten z. B. mit COPD einmal im Leben eine Pneumokokken-Schutzimpfung empfohlen.

Pneumologie

Lehre von den Erkrankungen der Atmungsorgane, Lungenheilkunde

Pneumonie

Lungenentzündung

Pneumothorax

Luftansammlung im Brustfellraum, der zu einem Zusammenfallen der Lunge führt. Ein Pneumothorax kann durch Verletzungen oder im Verlauf einer bestehenden Grunderkrankung z. B. Emphysem, aber auch spontan entstehen.

Prick-Test

Eine Form des Hauttests zur Ermittlung der für die allergische Erkrankung ursächlichen Allergene .

Prognose

Vorhersage zum Verlauf einer Krankheit

Provokationstest

Test, bei dem ein Allergen an das betroffene Organ gebracht wird, z.B. Nasenschleimhaut oder Bindehaut des Auges, um die Wirkung zu beobachten. Wenn der Patient daraufhin niesen muss oder seine Augen tränen, wird damit der Verdacht auf eine bestimmte Allergie bestätigt.

Pulmonale Hypertonie

Hochdruck im Lungenkreislauf. Verursacht oft Atemnot schon bei geringer körperlicher Belastung und Herzschwäche.
Ursachen u.a.: wiederholte Lungenembolie, COPD, Lungenfinbrose. Nicht immer ist die Ursache bekannt.

Pulverinhalator

Dosiergerät zur Inhalation von Medikamenten, die in Pulverform vorliegen.

R

Rast-Test

Blutuntersuchung, bei der die im Blut vorhandenen Antikörper gegen ein vermutetes Allergen bestimmt werden.

Rehabilitation

Maßnahmen zur Linderung oder Beseitigung gesundheitlicher Störungen. Bei Atemwegserkrankungen stehen die Anpassung der medikamentösen Behandlung an den jeweiligen Schweregrad der Erkrankung, körperliches Training und Bewegungstherapie, Patientenschulung, Atem- und Physiotherapie, Ernährungsberatung sowie die soziale Betreuung im Vordergrund.

Residualvolumen

ist die Luftmenge, die nach maximaler Ausatmung in der Lunge bleibt. Es ist also die Luftmenge, die nicht willkürlich ausgeatmet werden kann.

Restriktion

Lungenfunktionsstörung mit Verminderung der Vitalkapazität und der Totalkapazität. Die Lungenoberfläche für den Gasaustausch ist vermindert. Eine Restriktion kann z.B. durch Vernarbungen bzw. Versteifung des Lungengewebes bei Lungenfibrose, nach Tuberkulose, Silikose oder durch Operationen eintreten.

Restriktiv

eingeschränkt (in Bezug auf das Lungenvolumen)

Retardtablette

Tablette, aus der das Medikament verlangsamt, dafür aber über einen längeren Zeitraum abgegeben wird.

 

S

SARS

Bei SARS (Severe Acute Respiratory Syndrome) handelt es sich um eine in 2002 in der südchinesischen Guangdong (Kanton) Provinz erstmalig aufgetretene ansteckende schwere Lungenentzündung.

Schlafapnoe

Häufig auftretende Atempausen von mehr als 10 Sekunden während des Schlafs.

Sekundenluft

= FEV1: Exspiratorisches Volumen während der ersten Sekunde einer forcierten Ausatmung. Zeigt an, wie viel Liter Luft Sie bei maximaler Anstrengung in einer Sekunde ausatmen können (Sekundenluft)

Silikose

Reaktion des Lungengewebes auf inhalierte, kristalline Kieselsäure (Quarz), die zu schweren Lungenzerstöungen mit Knötchenbildung und Vernarbung führt. Es kann zu COPD, Emphysem und pulmonaler Hypertonie kommen.
"Bergarbeiter-Krankheit", allerdings sind auch verwandte Berufe wie Zahntechniker, Steinhauer, Steinbrucharbeiter betroffen.
Anerkannte Berufskrankheit

Spezifische Immuntherapie (SIT)

= Hyposensibilisierung

Spirometer

Gerät zur Messung der Lungenfunktion. Die Auswertung gibt Anhaltspunkte für das Vorliegen z. B. einer Verengung der Atemwege beim Asthma

Spirometrie

Lungenfunktionsmessung

Sputum

Auswurf

T

Theophyllin

Medikament, in Tablettenform, das die Bronchien erweitert (meist als Retardtablette) oder zur Injektion.

Totalkapazität

gesamtes Fassungsvermögen der Lunge

Tuberkulose

Infektionskrankheit, die durch eine spezielle Bakterien­art –die Mykobakterien- hervorgerufen wird. Für die Verur­sachung einer Tuber­kulose ist beim Menschen das Mycobacterium tuberculosis verantwortlich.

V

Vitalkapazität

VK, VC oder IVC. Zeigt an, wie viel Liter Luft Sie nach einer tiefen Ausatmung während einer langsamen, maximal tiefen Einatmung in die Lunge einatmen können.
„I“ steht für Inspiration = Einatmung

W

Weaning

Das Wort to wean ist englisch und bedeutet entwöhnen. Als weaning bzw. Beatmungsentwöhnung wird die Phase der Entwöhnung eines beatmeten Patienten vom Beatmungsgerät bezeichnet.

A

Adhärenz

Adhärenz (engl. ad-herence für Befolgen, Festhalten) bedeutet Einhaltung der gemeinsam vom Patienten und dem medizinischen Fachpersonal (Ärzte, Pflegekräfte) gesetzten Therapieziele. Das Einhalten von Therapieplänen und  der Therapieerfolg liegen in der gemeinsamen Verantwortung von Fachleuten und dem Patienten. Alle Beteiligten sollen gleichberechtigt zusammen arbeiten.
Das bedeutet für den Patienten:

  • aktives Mitwirken am Gesundungsprozess,
  • befolgen ärztlicher Empfehlungen, wie z. B. die Einnahme von Medikamenten oder Änderungen des Lebensstils.

Für das medizinische Fachpersonal bedeutet Adhärenz:

  • die Aufklärung und Information zu den Zielen der Behandlung und über die verordneten Arzneimittel sowie
  • die Anpassung der Therapie auf die individuellen Möglichkeiten und Bedürfnisse des Patienten.
Aerosol

Feiner Nebel mit kleinsten Teilchen, die im Nebel schweben. Aerosole können für die Verabreichung von inhalierbaren Medikamenten werden, z.B. in Dosier-Aerosolen oder bei der Feuchtinhalation.

Akut

plötzlich auftretend

Allergen

Substanz, die eine allergische Reaktion bei bezüglich Allergenen empfindlichen Personen hervorruft

Allergenkarenz

Vermeidung von Allergenen

Allergie

Überreaktion des Immunsystems gegenüber körperfremden, eigentlich unschädlichen Substanzen

Allergiediagnostik

Bei der Feststellung/Diagnose einer Allergie werden unterschiedliche Testverfahren verwendet:

  • Prick-Test (Hauttest)
  • Rast-Test (Blutuntersuchung auf Antikörper)
  • Provokationstest (prüft, ob die Atemwege auf ein bestimmtes Allergen allergisch reagieren)
Allergologe

Fachärzte für Allergologie haben sich auf die Behandlung von Allergien spezialisiert und kennen die Ursachen für deren Entstehung, können die individuelle Ausprägung der jeweiligen Erkrankungen einschätzen und die angemessene Behandlung einleiten. Die Zusatzbezeichnung „Facharzt für Allergologie“ darf ein Arzt erst dann führen, wenn er sich nach einer mehrjährigen Weiterbildung fundierte Kenntnisse über dieses komplexe Krankheitsbild angeeignet hat. Bei dieser Weiterbildung erlernt er verschiedene diagnostische Verfahren und erwirbt detaillierte Kenntnisse zu modernsten Therapie-Methoden. Viele Haut- und Hals-Nasen-Ohren-Ärzte, aber auch Kinder- und Lungenfachärzte haben sich auf Allergien spezialisiert.

Allergologie

Als Allergologie wird das medizinische Fachgebiet bezeichnet, das sich mit der Erforschung und Behandlung von Allergien beschäftigt.

Alpha-1-Antitrypsin-Mangel

Bei manchen Menschen fehlt von Geburt an ein Eiweißkörper der die Lunge schützt, das Alpha-1-Antitrypsin. Diese Patienten entwickeln häufig frühzeitig ein Lungenemphysem, ganz besonders dann, wenn sie rauchen.

Alveolen

Lungenbläschen

Anamnese

Erhebung der Krankengeschichte (Art, Beginn, Verlauf der Erkrankung, usw.) im Gespräch zwischen Arzt und Patient

Anaphylaktischer Schock

Der anaphylaktische Schock ist die schwerste allergische Reaktion, die den gesamten Körper erfassen und zu Kreislaufversagen und Tod führen kann. Schnelles und umsichtiges Handeln ist daher lebenswichtig. Die häufigsten Notfallsymptome sind: Hautreaktionen z.B. Quaddeln, Juckreiz, Kratzen im Hals, Schluckbeschwerden, Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, Atemnot, Asthmaanfall, beschleunigter, flacher Puls. Die Symptome müssen nicht alle gleichzeitig auftreten.

Antiallergika

Arzneimittel gegen Allergien. Sie verhindern die allergische Reaktion oder blockieren den Ablauf der Allergie. Es handelt sich um Medikamente, die regelmäßig bei Allergenkontakt genommen werden müssen.

Anticholinergika

Bestimmte Sorte von Medikamenten, die die Bronchien erweitern

Antihistaminika

Antihistaminika, auch Histamin-Rezeptorblocker oder Histamin-Rezeptorantagonisten genannt, sind Wirkstoffe, die die Wirkung des körpereigenen Botenstoffs Histamin abschwächen oder aufheben. Sie blockieren die Wirkung von Histamin bei der allergischen Reaktion.

Antikörper

Abwehrstoffe des Körpers;
Eiweiße, die als Reaktion auf bestimmte Stoffe, sogenannte Antigene, gebildet werden. Antikörper stehen im Dienste des Immunsystems. Sie reagieren mit Antigenen (das können z.B. Fremdkörper oder Bakterien sein) und machen die Eindringlinge unschädlich.

Antileukotriene

Medikamente zur Asthmabehandlung in Tablettenform. Leukotriene sind körpereigene Botenstoffe, die eine wichtige Rolle bei entzündlichen und allergischen Vorgängen spielen. Die korrekte Bezeichnung der Medikamente lautet: Leukotrien-Rezeptor-Antagonisten.

ARDS

Akutes Lungenversagen (Adult Respiratory Distress Syndrome)

Asthma

Entzündung der Atemwege mit Überempfindlichkeit der Bronchien und wechselnder Atemwegsverengung. Auslöser können Allergene, körperliche Aktivitäten und andere Reize (z. B. Tabakrauch, kalte / trockene Luft, Stäube) sein. Oft wird die Ursache nicht gefunden.

Atopie

Erblich bedingte Veranlagung zu Allergien

Außerklinische Beatmung

Künstliche Beatmung, die zuhause vom Patienten selbst oder von einem Pflegedienst durchgeführt wird. Die Heimbeatmung wird angewandt, wenn die Atmung dauerhaft unzureichend ist

B

Beta2-Sympathomimetika

Medikamente, die die Bronchien erweitern und besonders zur Behandlung der Atemnot bei verschiedenen Atemwegserkrankungen eingesetzt werden (kurz auch Beta-Mimetika genannt)

Blutgasanalyse

Bestimmung der Blutgase: Es werden u.a. der Sauerstoffpartialdruck (pO2) und der Kohlendioxidpartialdruck (pCO2) gemessen

Bodyplethysmografie

Verfahren zur Messung der Lungenfunktion. Der Patient sitzt dabei in einer Kammer und atmet in ein Messgerät. Die Auswertung gibt Anhaltspunkte für das Vorliegen einer Atemwegserkrankung.

Bronchialkarzinom

Lungenkrebs

Bronchialobstruktion

Verengung der Atemwege

Bronchien

Äste der Luftröhre, über die die Luft in der Lunge verteilt wird.

Bronchitis

Entzündung der Schleimhäute der Bronchien, die in den meisten Fällen durch Viren verursacht wird

Bronchoalveoläre Lavage (BAL)

Diagnostisches Verfahren, bei dem Sekret aus der Lunge als Untersuchungsmaterial gewonnen wird.

Bronchodilatatoren

Medikamente, die die Bronchien erweitern

Bronchoskopie

Untersuchung der Atemwege meistens mit einem dünnen, biegsamen Schlauch. Dabei kann der Arzt in die Bronchien hineinsehen.

Bronchospasmolyse

Entkrampfung der Bronchialmuskulatur durch Medikamente

Bronchospasmolytika

(s. auch Bronchodilatatoren) Medikamente, die die verkrampften Muskeln in den Bronchien lockern

C

Chromosom

Strukturen im Zellkern, die Gene und damit Erbinformationen enthalten.

Coils

„Lung Volume Reduction Coils“, kurz LVRC, sind kleine Nitinol-Spiralen, die mittels eines minimalinvasiven Eingriffs in die Atemwege eingesetzt werden und das Lungenvolumen reduzieren. In zwei separaten Eingriffen, typischerweise im Abstand von zirka 30 Tagen werden jeweils bis zu zehn Spiralen in beide Lungenlappen implantiert.

Compliance

(engl. für Einhaltung, Folgsamkeit) bedeutet Therapietreue des Patienten, d.h. Mitarbeit bei der Therapie und  Bereitschaft, ärztliche Verordnungen und Empfehlungen zu befolgen. Diesem Verständnis zufolge trägt der Patient einseitig die Verantwortung für das Einhalten der Therapie. Heute verfolgt man eher das Konzept der Adhärenz.

COPD

Chronisch obstruktive Bronchitis und Lungenemphysem treten häufig gemeinsam auf. Der englische Begriff für chronisch-obstruktive Bronchitis und Lungenemphysem heißt COPD (chronic obstructive pulmonary disease, chronisch obstruktive Lungenerkrankung: dauerhafte, fortschreitende Lungenerkrankung mit Einengung der Atemwege).

Cystische Fibrose (CF)

Internationler Begriff für die Mukoviszidose (erbliche Stoffwechselkrankheit)

D

DNA

Desoxyribonukleinsäure, Moleküle, die die Erbinformationen (Gene) verschlüsseln

Dosieraerosol

Treibgasgetriebenes Dosiergerät zum Einatmen von Medikamenten.

E

Emphysem

Beim Lungenemphysem sind die kleinsten Bronchien und die Lungenbläschen dauerhaft erweitert (Überblähung), verbunden mit einer Zerstörung der Lungenstruktur.

Enzym

früher Ferment genannt, ist ein Stoff, der eine oder mehrere biochemische Reaktionen einleiten oder beschleunigen kann. Fast alle Enzyme sind Eiweiße (Proteine).

Etagenwechsel

Eine Ausweitung der eigentlichen Heuschnupfen-Symptome auf die tieferen Atemwege bis hin zum Asthma bronchiale.

Exazerbation

Verschlimmerung, Verschlechterung einer Erkrankung (COPD; Lungenfibrose)

Exspiration

Ausatmung

F

Feuchtinhalation

Bei der Feuchtinhalation wird das Medikament in wässriger Lösung mit Hilfe eines Düsenverneblers oder Ultraschallverneblers eingeatmet.

FEV1

Exspiratorisches Volumen während der ersten Sekunde einer forcierten Ausatmung. Zeigt an, wie viel Liter Luft Sie nach vorangehender tiefer Einatmung bei maximaler Anstrengung in einer Sekunde ausatmen können (Sekundenluft).

Fibrose

Bei der Lungenfibrose geht gesundes Lungengewebe zugrunde und wird durch Narbengewebe ersetzt.

G

Gene

Erbanlagen, die an die Nachkommen weitergegeben werden

Genotyp

Gesamtheit aller Erbinformationen

H

Hauttest

Diagnoseverfahren bei Allergien. Hier wird die Haut des Patienten verschiedenen Allergenen ausgesetzt. Die gängigsten Verfahren sind der Prick-Test und Intrakutan-Test. Zur Diagnose von Kontaktallergien wird der Patch-Test verwendet.

Heimbeatmung

siehe "Außerklinische Beatmung"

Heterozygot

 zwei verschiedene Gene für eine bestimmte Erbinformation

Heuschnupfen

Umgangssprachliche Bezeichnung für eine allergische Rhinitis (Pollenallergie), d.h. eine Entzündung der Atemwege, die durch Allergenkontakt ausgelöst wird.

Homozygot

die beiden Gene für eine Erbinformation sind gleich

Hyposensibilisierung

"Verminderung der Empfindlichkeit"
Spezifische Immuntherapie: Dabei wird zuerst in geringen, dann in langsam gesteigerten Dosen das Allergen, auf das der Patient empfindlich reagiert, verabreicht. Auf diese Weise können sich die körpereigenen Abwehrkräfte an das Allergen gewöhnen, so dass der Körper nicht mehr mit Überreaktion (Allergie) reagiert, wenn er mit dem Allergen in Kontakt kommt.
Die verabreichten Allergenextrakte können eingenommen werden (orale Hyposensibilisierung) oder unter die Haut gespritzt werden (subkutane Hyposensibilisierung).

Hypoventilation

Minderbelüftung der Lunge

I

Immunglobulin E (IgE)

ist ein Antikörper, der in erster Linie Parasiten abwehren soll. Er ist auch verantwortlich für Allergien.

Immunsystem

 das körpereigene Abwehrsystem

Immuntherapie

Hyposensibilisierung

Inspiration

Einatmung

K

Karenz

Vermeiden des Kontaktes mit allergieauslösenden Stoffen

Kombinationspräparate

Kombinationspräparate in der Lungenheilkunde sind Inhalatoren,  die mehrere Wirkstoffe enthalten.

Kortikosteroide

Medikamente, die die Entzündung bekämpfen. Gibt es zum Einatmen (Inhalieren) oder als Tablette (auch: Glukokortikoide, Kortison oder Steroide), im Notfall auch als Spritze

Kreuzallergie

Von einer Kreuzallergie (Kreuzreaktion) wird dann gesprochen, wenn Immunglobulin E-Antikörper, die gegen ein bestimmtes Allergen in einer bestimmten Allergenquelle gerichtet sind, auch andere Allergene in anderen Allergenquellen erkennen und somit auch bei Kontakt mit diesen anderen Allergenquellen eine allergische Reaktion auslösen können.

Krupp-Symdrom

Sammelbegriff für infektbedingte Verengungen der oberen Atemwege z. B. durch Kehlkopfentzündung

L

Laryngitis

Kehlkopfentzündung

Lungenemphysem

Beim Lungenemphysem sind die kleinsten Bronchien und die Lungenbläschen dauerhaft erweitert (Überblähung), verbunden mit einer Zerstörung der Lungenstruktur.

M

Mendel

Gregor Johann Mendel war ein katholischer Priester und bedeutender Naturforscher, der die nach ihm benannten Mendel´schen Regeln der Vererbung entdeckte. Das Muster der Vererbung wird oft in Form eines Schaubildes/Diagramms dargestellt.

Mukopharmaka

Medikamente, die zähen Schleim lösen und ein Abhusten erleichtern

Mukovizidose

Erbkrankheit, bei der es zu einer Eindickung der Sekrete der Lunge und in anderen Organe kommt

Mutation

Veränderung der Erbinformation

N

Nosokomial

im Krankenhaus erworben(er Infekt)

O

Obstruktion

Verengung, Einengung (hier der Atemwege)

Obstruktiv

verengt, eingeengt z. B. Bronchitis: bei der obstruktiven Bronchitis sind die Atemwege verengt

P

Passivrauchen

Wenn man selber nicht rauchen, aber zu Hause oder am Arbeitsplatz Zigarettenrauchbelastung (häufig über den ganzen Tag) ausgesetzt wird. Nicht nur Rauchen, auch Passivrauchen schadet der Lunge

Peak-flow-Meter

Einfach zu handhabendes Messgerät, das die Spitzengeschwindigkeit der Luft beim Ausatmen misst. Die Messung hilft, den Verlauf der Erkrankung (besonders beim Asthma) zu kontrollieren

Pertussis

Keuchhusten. Infektionskrankheit, die hauptsächlich im Kindesalter auftritt

Physiotherapie

Krankengymnastische Begleittherapie z. B. bei COPD und Mukovizidose

Pneumokokken /-impfung

Pneumokokken sind häufig vorkommende Bakterien, die eine Lungenentzündung verursachen können und oft für plötzliche Verschlimmerungen von Atemwegserkrankungen verantwortlich sind. Deshalb wird verschiedenen Patienten z. B. mit COPD einmal im Leben eine Pneumokokken-Schutzimpfung empfohlen.

Pneumologie

Lehre von den Erkrankungen der Atmungsorgane, Lungenheilkunde

Pneumonie

Lungenentzündung

Pneumothorax

Luftansammlung im Brustfellraum, der zu einem Zusammenfallen der Lunge führt. Ein Pneumothorax kann durch Verletzungen oder im Verlauf einer bestehenden Grunderkrankung z. B. Emphysem, aber auch spontan entstehen.

Prick-Test

Eine Form des Hauttests zur Ermittlung der für die allergische Erkrankung ursächlichen Allergene .

Prognose

Vorhersage zum Verlauf einer Krankheit

Provokationstest

Test, bei dem ein Allergen an das betroffene Organ gebracht wird, z.B. Nasenschleimhaut oder Bindehaut des Auges, um die Wirkung zu beobachten. Wenn der Patient daraufhin niesen muss oder seine Augen tränen, wird damit der Verdacht auf eine bestimmte Allergie bestätigt.

Pulmonale Hypertonie

Hochdruck im Lungenkreislauf. Verursacht oft Atemnot schon bei geringer körperlicher Belastung und Herzschwäche.
Ursachen u.a.: wiederholte Lungenembolie, COPD, Lungenfinbrose. Nicht immer ist die Ursache bekannt.

Pulverinhalator

Dosiergerät zur Inhalation von Medikamenten, die in Pulverform vorliegen.

R

Rast-Test

Blutuntersuchung, bei der die im Blut vorhandenen Antikörper gegen ein vermutetes Allergen bestimmt werden.

Rehabilitation

Maßnahmen zur Linderung oder Beseitigung gesundheitlicher Störungen. Bei Atemwegserkrankungen stehen die Anpassung der medikamentösen Behandlung an den jeweiligen Schweregrad der Erkrankung, körperliches Training und Bewegungstherapie, Patientenschulung, Atem- und Physiotherapie, Ernährungsberatung sowie die soziale Betreuung im Vordergrund.

Residualvolumen

ist die Luftmenge, die nach maximaler Ausatmung in der Lunge bleibt. Es ist also die Luftmenge, die nicht willkürlich ausgeatmet werden kann.

Restriktion

Lungenfunktionsstörung mit Verminderung der Vitalkapazität und der Totalkapazität. Die Lungenoberfläche für den Gasaustausch ist vermindert. Eine Restriktion kann z.B. durch Vernarbungen bzw. Versteifung des Lungengewebes bei Lungenfibrose, nach Tuberkulose, Silikose oder durch Operationen eintreten.

Restriktiv

eingeschränkt (in Bezug auf das Lungenvolumen)

Retardtablette

Tablette, aus der das Medikament verlangsamt, dafür aber über einen längeren Zeitraum abgegeben wird.

 

S

SARS

Bei SARS (Severe Acute Respiratory Syndrome) handelt es sich um eine in 2002 in der südchinesischen Guangdong (Kanton) Provinz erstmalig aufgetretene ansteckende schwere Lungenentzündung.

Schlafapnoe

Häufig auftretende Atempausen von mehr als 10 Sekunden während des Schlafs.

Sekundenluft

= FEV1: Exspiratorisches Volumen während der ersten Sekunde einer forcierten Ausatmung. Zeigt an, wie viel Liter Luft Sie bei maximaler Anstrengung in einer Sekunde ausatmen können (Sekundenluft)

Silikose

Reaktion des Lungengewebes auf inhalierte, kristalline Kieselsäure (Quarz), die zu schweren Lungenzerstöungen mit Knötchenbildung und Vernarbung führt. Es kann zu COPD, Emphysem und pulmonaler Hypertonie kommen.
"Bergarbeiter-Krankheit", allerdings sind auch verwandte Berufe wie Zahntechniker, Steinhauer, Steinbrucharbeiter betroffen.
Anerkannte Berufskrankheit

Spezifische Immuntherapie (SIT)

= Hyposensibilisierung

Spirometer

Gerät zur Messung der Lungenfunktion. Die Auswertung gibt Anhaltspunkte für das Vorliegen z. B. einer Verengung der Atemwege beim Asthma

Spirometrie

Lungenfunktionsmessung

Sputum

Auswurf

T

Theophyllin

Medikament, in Tablettenform, das die Bronchien erweitert (meist als Retardtablette) oder zur Injektion.

Totalkapazität

gesamtes Fassungsvermögen der Lunge

Tuberkulose

Infektionskrankheit, die durch eine spezielle Bakterien­art –die Mykobakterien- hervorgerufen wird. Für die Verur­sachung einer Tuber­kulose ist beim Menschen das Mycobacterium tuberculosis verantwortlich.

V

Vitalkapazität

VK, VC oder IVC. Zeigt an, wie viel Liter Luft Sie nach einer tiefen Ausatmung während einer langsamen, maximal tiefen Einatmung in die Lunge einatmen können.
„I“ steht für Inspiration = Einatmung

W

Weaning

Das Wort to wean ist englisch und bedeutet entwöhnen. Als weaning bzw. Beatmungsentwöhnung wird die Phase der Entwöhnung eines beatmeten Patienten vom Beatmungsgerät bezeichnet.