Presse

PharmaBarometer Ehrenpreis

Der PharmaBarometer Ehrenpreis ist ein wichtiger Bestandteil des Pharma Trend Image & Innovation Award. Diese Auszeichnung fördert gemeinnütziges Engagement zur Prävention chronischer Krankheiten. Sie wird bei einem Festakt im Deutschen Museum in München vergeben.

2012 ist die Deutsche Atemwegsliga für diesen Ehrenpreis nominiert.
http://www.goldenetablette.de/ehrenpreis.html

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Apotheker und Ärzte vereinheitlichen Asthma-Fortbildung

Berlin, Mai 2010 – Apotheker und Ärzte vereinheitlichen die Inhalte der Zertifikatsfortbildung „Pharmazeutische Betreuung von Asthma-Patienten“ für Apotheker. Das Curriculum der Bundesapothekerkammer wurde in der aktualisierten Fassung mit der Deutschen Atemwegsliga e.V. abgestimmt. „Unsere Patienten profitieren davon, dass Ärzte und Apotheker noch enger als bisher zusammenarbeiten. Die Fortbildungsinhalte zu vereinheitlichen ist ein Meilenstein, wir werden diese konstruktive Zusammenarbeit weiter ausbauen“, so Professor Dr. Heinrich Worth, Vorsitzender der Deutschen Atemwegsliga e.V. Seit Ende 2009 sind die Apotheker in die Nationale Versorgungsleitlinie (NVL) Asthma eingebunden, die Inhalte der Zertifikatsfortbildung werden jetzt daran angepasst.

Die Zertifikatsfortbildung setzt die allgemeinen Standards der aktuellen NVL Asthma und des entsprechenden Manuals zur Pharmazeutischen Betreuung um. Die Schwerpunkte liegen auf der Pharmakotherapie bei Asthma und der richtigen Inhalationstechnik. Zudem werden unter anderem die Lösung arzneimittelbezogener Probleme und die Implementierung der Pharmazeutischen Betreuung thematisiert. Die Fortbildung hat einen zeitlichen Umfang von neun Stunden und schließt mit einer Erfolgskontrolle ab. Im Anschluss muss der fortgebildete Apotheker mindestens einen Patient ein halbes Jahr lang pharmazeutisch betreuen.

Kontakt:
Dr. Ursula Sellerberg, MSc, Stellv. Pressesprecherin
Tel.: 030-4000 4134
Mail: u.sellerberg@abda.aponet.de

Tabakentwöhnung bei COPD

Es handelt sich um eine Informationsbroschüre für rauchende Patienten mit einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (chronic obstructive pulmonary disease, abgekürzt: COPD) und ihre Angehörigen. Die COPD ist durch eine chronische Bronchitis mit einer nicht mehr reversiblen Einengung der Atemwege und einer nicht mehr rückbildungsfähigen Lungenüberblähung (Lungenempysem) gekennzeichnet. Diese Patientenfassung beruht auf einer wissenschaftlich fundierten Leitlinie, die von mit der Tabakentwöhnung befassten wissenschaftlichen Fachgesellschaften und anderen Organisationen gemeinsam entwickelt wurde.
Diese Leitlinie soll Ärzten und Psychologen, die COPD-Patienten behandeln, helfen diese optimal bei der Tabakentwöhnung zu unterstützen.

Eine Leitlinie ist eine "systematisch entwickelte Entscheidungshilfe über die angemessene ärztliche Vorgehensweise bei speziellen gesundheitlichen Problemen". Das heißt, alle in dieser Leitlinie enthaltenen Aussagen sind sorgfältig aus der wissenschaftlichen Datenlage abgeleitet. Insofern stellen die Aussagen nicht nur die persönliche Meinung von Experten dar, sondern sind eine objektive Zusammenfassung des derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnisstandes. Daraus wurden zudem 11 wichtige Kernsätze formuliert, die jeweils gelb unterlegt am Ende einzelner Absätze zu finden sind.
Ziel dieser Patientenleitlinie ist es, Ihnen, sehr geehrte Patientinnen und Patienten, die für Sie wesentlichen Erkenntnisse über den Zusammenhang zwischen Lungenerkrankungen, insbesondere der COPD, und Rauchen wissenschaftlich korrekt aber dennoch verständlich darzustellen und die Möglichkeiten aufzuzeigen, das Rauchen aufzugeben.

Gerne senden wir Ihnen ein kostenloses Exemplar zu.

kontakt@atemwegsliga.de

Verreisen mit einer chronischen Atemwegserkrankung – Was ist dabei zu beachten?

Immer wieder stellen sich auch  Patienten mit einer chronischen Atemwegserkrankung – sei es mit einer chronisch obstruktiven (einengenden) Bronchitis mit/ohne Lungenemphysem oder mit einem Asthma bronchiale – die Frage, kann ich trotz meiner Krankheit verreisen und wo sollte ich  am besten  hinfahren?

Der erste Teil der Antwort ist einfach. Selbstverständlich können und sollen auch Menschen mit einer chronischen Atemwegserkrankung – unabhängig davon, ob sie überhaupt noch berufstätig sind – einmal Urlaub von ihrem Zuhause machen.

Der zweite Teil der Antwort ist etwas schwieriger, den „idealen“ Ort, den man allen Betroffenen empfehlen kann, gibt es nicht. Das liegt, wie man sich leicht vorstellen kann, daran, dass jeder Patient seine ganz persönliche Atemwegserkrankung hat und dass jeder über ein sehr individuelles körperliches Leistungsvermögen verfügt. Ein Weg, den der eine z.B. beim Wandern in einem Mittelgebirge noch leicht bewältigen kann, stellt unter Umständen für einen anderen schon ein kaum noch zu bewältigendes Hindernis dar.

Während der eine auf das Reizklima an der See schwört, kommt der andere mit dem Wind und mit  den – auch im Sommer möglichen – kühlen Temperaturen gar nicht zurecht.

Ausschlaggebend für einen erholsamen und auch im wahrsten Sinne des Wortes „schönen“ Urlaub sind daher die richtige Vorbereitung und eine sorgfältige Planung. Dies gilt natürlich insbesondere dann, wenn Sie zum ersten Mal Urlaub an einem Ort machen wollen, den Sie noch  nicht kennen. Und denken Sie daran, bei Empfehlungen von gesunden Freunden oder Bekannten, manchmal sogar bei Ratschlägen von medizinischen „Fachleuten“ ist stets eine gewisse Vorsicht geboten, denn nur ein Betroffener selbst weiß, wie und bei welchen Gegebenheiten ihn seine eigene Atemnot belasten kann.

Die folgenden Hinweise in Form von Fragen sollen Ihnen helfen, den für Sie ganz persönlich „richtigen“ Urlaub zu machen. Schreiben Sie sich Ihre Antworten auf, z.B. Anschriften, Telefonnummern. Kopieren Sie Unterlagen, die Sie immer wieder brauchen können, z.B. Rezepte, Befunde, Beipackzettel.

Frage Nr. 1: Haben Sie ein Asthma bronchiale oder eine chronisch obstruktive Bronchitis?

Wenn Sie ein Asthma bronchiale haben, kommt es darauf an, ob Ihr Asthma von Allergenen geprägt wird oder nicht. Wenn Sie auf bestimmte Allergene mit asthmatischen Beschwerden reagieren, müssen Sie die Sie betreffenden Allergene am Urlaubsort – soweit vorhersehbar – meiden.

Worauf kommt es also an:

  • örtlichen Pollenflug – Kalender besorgen (Fremdenverkehrsamt)
  • Milbenbelastung soweit wie möglich ausschalten

(Bettwäsche, Matratzen – Anfrage im Hotel, am besten eigene „milbendichte“ Bezüge mitnehmen).

Wenn Sie eine chronisch obstruktive Bronchitis haben, die eventuell mit einer Überblähung der Lunge verbunden ist, kommt es vor allem darauf an, wie stabil die Erkrankung im Allgemeinen und bei Beginn der Reise ist. Wie weit sind Sie körperlich noch belastbar? In Abhängigkeit davon, spielen die örtliche Lage Ihrer Unterkunft, deren Umgebung, öffentliche Verkehrsmittel, Nichtraucher-Zimmer und Nichtraucher-Räume eine wichtige Rolle. Zur Vermeidung von Infekten ist zwingend witterungsgerechte Kleidung (schneller Wetterwechsel sowohl an der See als auch im Mittelgebirge) erforderlich.

Bei der Verwendung von Inhalationsgeräten muss deren Reinigung möglich sein. Sind Sie bereits sauerstoffpflichtig, müssen Sie auf jeden Fall vor Beginn des Urlaubs klären (Gerätehersteller, Sauerstofflieferant), ob am Reiseziel eine ausreichende Versorgung und Hilfe bei technischen Defekten gewährleistet ist. Es empfiehlt sich, mit den genannten Stellen vor Reisebeginn einmal selbst zu sprechen und nicht nur auf Auskünfte anderer zu vertrauen (Sicher ist sicher!).

 Frage Nr. 2: Welche anderen Faktoren beeinflussen Ihre ganz persönliche Atemwegserkrankung?

Kommt es z.B. zu einer akuten Atemnot, wenn im Freien oder in Räumen bestimmte „Belastungen“ bestehen, z.B. Wind, Nebel, Kälte, Luftschadstoffe, Ozon oder Rauch, Kaminfeuer, Kerzen, neue Möbel, Bodenbeläge, Tapeten? (Anfrage im Hotel wegen eventueller Innenraumbelastungen, die Sie vermeiden wollen).

Frage Nr. 3: Waren Sie schon einmal während der vorgesehenen Jahreszeit in dem geplanten Urlaubsort und wie kommen Sie dorthin?

Unterschiedliche Jahreszeiten und die damit verbundenen unterschiedlichen Wetterlagen (Temperatursturz, Heizmöglichkeiten) können gerade bei Atemwegserkrankungen erhebliche Auswirkungen haben. Übrigens da Sie Ihre eigene Leistungsfähigkeit als informierter Patient realistisch einschätzen können, fahren Sie selbstverständlich zu Ihrem Urlaubsort mit dem Verkehrsmittel, das für Sie am bequemsten, d.h. am wenigsten belastend ist (Bahn, reservierte Plätze, Gepäcktransport). Bei Fahrten mit dem eigenen Auto regelmäßig Pausen einlegen und an der frischen Luft bewegen.

Patienten mit einer chronischen Atemwegserkrankung können grundsätzlich auch fliegen. Hinweise darüber, was bei einem Flug zu beachten ist, finden Sie in einem Informationsblatt der Deutschen Atemwegsliga e. V. mit dem Titel „Tipps für Flugreisen“.

Frage Nr. 4: Haben Sie Ihre erforderlichen Medikamente dabei (im Handgepäck!), auch in einer ausreichenden Menge?

Erforderlich sind selbstverständlich die Medikamente, die Sie regelmäßig zur Aufrechterhaltung eines stabilen Zustandes Ihrer Atemwegserkrankung einnehmen müssen. Und Sie wissen auch selbst – und Ihre Begleitperson weiß das auch – welche Wirkung die unterschiedlichen Medikamente haben. Wie Sie die Dosierung im Falle einer Verschlechterung – Sie haben das ja mit Ihrem Arzt besprochen! – selbst erhöhen können und was Sie und/oder Ihre Begleitperson bei einem akuten Atemnotanfall schon selbst tun können / müssen, bevor Sie ärztliche Hilfe (Notarzt!) anfordern.

Sie sollten aber nicht nur Ihre Medikamente immer dabei haben – auch wenn Sie an Ihrem Urlaubsort unterwegs sind - , sondern auch ein Peak-Flow Meter, damit Sie, wenn dies aus ihrer Sicht erforderlich ist, das Ausmaß der Öffnung Ihrer Atemwege selbst messen können. Falls Sie Probleme mit dem Abhusten von Schleim haben sollten, nehmen Sie auch die zur Unterstützung der Lösung des Schleims geeigneten Geräte mit.

Übrigens wenn Sie eine Allergie haben, die zu lebensbedrohlichen Reaktionen führen kann (Wespen, Bienen, Meeresfrüchte, Nüsse) haben Sie doch wohl immer (!) Ihr Notfall-Set dabei und Sie und Ihre Begleitperson wissen auch, wie  die einzelnen Medikamente einzusetzen sind. Wissen verhindert Angst!

Es empfiehlt sich, gerade bei Nahrungsmittelallergien die zu meidenden Allergene in der jeweiligen Landesprache auf einem Zettel notiert zu haben, den Sie dem Bedienungspersonal zeigen können!

Frage Nr. 5:    Wie ist die ärztliche Versorgung an Ihrem Urlaubsort?

Zuverlässige Informationen über die bestehenden ärztlichen und anderweitigen Hilfen am Urlaubsort tragen wesentlich dazu bei, dass Sie „beruhigt“ Urlaub machen können. Zögern Sie nicht, sich diese Informationen zu beschaffen.

Was sollten Sie also wissen:

  • Wo ist der nächste Arzt; wie ist er erreichbar?
  • Gibt es einen Lungenfacharzt (eigene Praxis, Krankenhaus) in der Nähe; wie ist er erreichbar?
  • Wo ist das nächste Krankenhaus; hat es eine pneumologische Ambulanz/Abteilung?
  • Können / dürfen Sie Ihren „Hausarzt“ anrufen? (Telefonnummer!).

Nehmen Sie Ihr Handy mit (einschließlich Ladegerät!), damit Sie, z.B. bei Spaziergängen oder Wanderungen, auch von unterwegs Hilfe anfordern können, z.B. ein Taxi.  Besorgen Sie sich einen Fahrplan der öffentlichen Verkehrsmittel.

Wenn Sie alle oben gegebenen Hinweise  beachten und sich entsprechend vorbereiten, dürfte trotz Ihrer chronischen Atemwegserkrankung einem  angenehmen und erholsamen Urlaub, wo immer Sie ihn auch verbringen werden, nichts mehr im Wege stehen. Gute Reise!

Dr. rer. pol. Helmut Berck
Vorsitzender  des Vorstandes, Patientenliga Atemwegserkrankungen e.V.

Patientenliga Atemwegserkrankungen e.V.
Berliner Straße 84
55276 Dienheim
pla@patientenliga-atemwegserkrankungen.de

Internet: patientenliga-atemwegserkrankungen.de