Page 8 - Liga-Journal für Ärzte 2012
P. 8









Die Atemwegsliga im Dialog: Soziale Netzwerke


Die Information von Ärzten, Patienten und der gruppen gut bedient. Schwieriger ist es jedoch, 

Öffentlichkeit über Prophylaxe, Früherkennung, jüngere Patienten und vor allen Dingen jüngere 
Diagnostik und Therapie bei Atemwegserkrankun­ Gesunde im Alter zwischen 18 und 45 Jahren zu 
gen ist eines der wichtigsten Ziele der Deutschen erreichen. Junge Gesunde ohne Atemwegserkran­ 

Atemwegsliga. Zu diesem Zweck haben wir eine kungen in der Familie oder im Bekanntenkreis 
Vielzahl von wissenschaftlichen Publikationen sind mit Printmedien kaum für das Thema „Lun­ 
veröffentlicht und an die verschiedenen nicht­ ge“ zu sensibilisieren. Das haben auch Befragun­ 

ärztlichen Zielgruppen in Form von Infoflyern gen im Rahmen von Informationsveranstaltungen 
oder Broschüren adaptiert. So ist im Laufe der bestätigt. Eine im Liga­Journal 2/2011 veröffent­ 
Zeit eine umfangreiche Bibliothek entstanden, die lichte Teilnehmerbefragung im Jahr 2011 anläss­ 

heute mehr als 60 Veröffentlichungen umfasst, lich des Deutschen Lungentages in Dresden hat 
ständig aktualisiert wird und weiterwächst. Einige gezeigt, dass die Mehrzahl der Teilnehmer älter 
der Veröffentlichungen, wie z. B. das Asthmatage­ als 60 Jahre war. Bei fast der Hälfte der Besucher 
buch mit einer Auflagenhöhe von fast drei Millio­ war bereits eine Atemwegerkrankung diagnosti­ 

nen oder das COPD­Tagebuch mit 500.000 haben ziert. Prävention und Prophylaxe in jüngerem 
sich zu wahren Blockbustern entwickelt. Mit Alter, also dort, wo sie beginnen sollten, funktio­ 
diesem Angebot wird das Informationsbedürfnis niert bei Atemwegserkrankungen mit klassischen 

von Patienten und Angehörigen fast aller Alters­
Medien und Konzepten also nicht.


08


Facebook - facebook.com/atemwegsliga.de

55+ 55+ 
Die Deutsche Atemwegsliga hat deshalb ihr Kommu­ 
nikationsangebot durch die Nutzung sozialer Netz­ 45­54 45­54 
werke erweitert. Seit September vergangenen 
35­44 35­44 
Jahres unterhält die Liga eine eigene Facebookseite. 
Facebook wird bereits von knapp 24 Millionen Bun­ 25­34 25­34 
desbürgern bei steigender Tendenz genutzt. Die 
18­24 18­24 
Altersverteilung der Facebook­Nutzer zeigt ein 
Maximum in der Altersgruppe der 18­ bis 34­Jähri­ 13­17
13­17
gen und erscheint deshalb für die Kommunikation 
4M
3M
2M
1M 0M
1M 2M
3M
4M
mit jüngerem Publikum gut geeignet.
männlich
weiblich
Abb 1: Alters­ und Geschlechtsverteilung der Facebook­ 
Das Informations­ und Kommunikationsangebot der 
Atemwegsliga bei Facebook besteht im Wesentlichen Nutzer. Quelle: allfacebook.de
aus aktuellen Gesundheitsmeldungen und Fragen 
rund um das Thema „Lunge“. Dabei werden auch 

thematisch angrenzende Gebiete, wie z. B. Allergien, 
Schutzimpfungen oder auch gesundheitspolitische 
Themen und Wissenswertes über die Lunge berück­ 

sichtigt. Die Inhalte beziehen sich einerseits auf 
eigene Ressourcen und Aktivitäten, wie z. B. das 
Informationsmaterial der Liga oder Aktivitäten im 

Rahmen von Kongressen oder Informationsveranstal­ 
tungen. Andererseits dienen aktuelle Meldungen von 
Nachrichtenagenturen, medizinischen Zeitschriften, 

Patientenorganisationen als Quelle, sofern sie online 
verfügbar sind. Jede Meldung ist mit einem Foto 
versehen, initiiert in den meisten Fällen einen Dialog 
mit den Nutzern oder wird von Nutzern kommentiert 

oder unkommentiert geteilt. Durch dieses Grundprin­ 
zip der sozialen Netzwerke wird eine schnelle und Abb 2: Beispiel einer Meldung bei Facebook
weite Verbreitung der Inhalte erreicht.

Die von Facebook gelieferte Altersverteilung zeigt 

ein Maximum bei der Gruppe der 25 bis 54­Jährigen, 
wobei das Angebot im Alter von 25 bis 34 Jahren am Geschlecht und Alter?
häufigsten genutzt wird und jeder 10. Nutzer jünger 

als 24 Jahre ist. Damit scheint das Ziel der Atemweg­ 0,6% 7,3% 17,6%
16,3%
14,6% 5,2% 2,3% 
sliga, jüngeres Publikum für das Thema „Lunge“ zu Weiblich 64%
13­17 18­24
25­34
35­44
45­54 55­64 65+
sensibilisieren, erreichbar zu sein. Interessant ist, Männlich 34,8%
dass die Zahl der weiblichen Nutzer in nahezu allen 1,1% 3,3%
8,4%
8,2%
7,5% 4,6% 1,7%

Altersgruppen überwiegt. Offensichtlich sind Ge­ Abb 3: Alters­ und Geschlechtsverteilung der Nutzer des 
sundheitsthemen eher eine Frauen­Domäne.
Facebookangebotes der Atemwegsliga


   5   6   7   8   9