Allgemeine Empfehlungen zu COVID 19

Darüber informiert diese Seite

  • Empfehlungen für Lungenfunktionsuntersuchungen in Zeiten der Pandemie
  • Corona-Warn-App
  • Risiko einer COVID-19-Infektion
  • online Fragebogen der Charité 
  • Handlungsempfehlungen der AG Lungensport zur Wiederaufnahme des Lungensports
  • Empfehlungen für Eltern, Lehrer und Schüler
  • Handlungsempfehlung der DEGAM für Praxen und Patienten
  • Häufig gestellte Fragen während unserer Telefonaktion
  • Hinweise zu Impfungen 
  • Links zu Informationen in leichter Sprache und Gebärdensprache

 

Arbeitspapier: Empfehlungen für Lungenfunktionsuntersuchungen

Lungenfunktion-Sars-CoV-2020-06-23.pdf (154,7 KiB)

Corona-Warn-App

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Informationen des Bundesministeriums für Gesundheit zur Corona-Warn-App:  
https://www.zusammengegencorona.de/informieren/praevention/

 

Risikoabschätzung

SARS-CoV-2 ist ein neuartiges Coronavirus. Das Risiko, sich zu infizieren, ist zurzeit hoch, da kaum jemand immun ist. Erst die Einführung eines wirksamen Impfstoffes wird dieses Risiko senken. Insbesondere Patient*innen mit Atemwegs- und Lungenerkrankungen sind verunsichert, möchten das eigene Risiko besser abschätzen und wissen, welche Schutzmaßnahmen individuell sinnvoll sind.

Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin hat an Hand von Fallbeispielen am 27.04.2020 eine Stellungnahme veröffentlicht und diese am 27.05.2020 ergänzt:

https://pneumologie.de/fileadmin/user_upload/COVID-19/20200527_DGP_BdP_Risikoabschaetzung_chron._LK_SARS-CoV-2_update.pdf

Die Deutsche Atemwegsliga hat die Inhalte der DGP-Stellungnahme in einem Informationsblatt für Patienten zusammengefasst und weitere Tipps für Atemwegserkrankte in Pandemiezeiten (Flyer Nr. 16 und 16a) veröffentlicht:

Online-Fragebogen der Charité

Dieser soll bei der Entscheidung helfen, ob ein Arztbesuch oder Coronavirus-Test erforderlich sind.
⇒https://covapp.charite.de/
 Diese digitale Anwendung erbringt keine diagnostische Leistungen. Sie soll lediglich mithelfen, die Handlungsabläufe in der Versorgung zu vereinfachen.

Handlungsempfehlungen der AG Lungensport

Die Arbeitsgemeinschaft Lungensport in Deutschland e.V. hat im Juni 2020 Handlungsempfehlungen zur WIederaufnahme des Lungensports veröffentlicht.

Empfehlungen für Eltern, Lehrer und Schüler

Empfehlungen zum Umgang mit der Coronapandemie in Schulen oder vergleichbaren Einrichtungen
Autor: Prof. Dr. med. Dieter Köhler

Präambel: Alle Hygienemaßnahmen haben nur zum Ziel die Virusausbreitung zu verlangsamen und größere Viruslasten bei einer Ansteckung zu vermeiden. Eine Erkrankung können sie nicht verhindern, was bei der Kontagiösität des Virus auch gar nicht möglich ist. Die folgenden Empfehlungen sind mit Prof. Dr. Reinier Mutters, dem Krankenhaushygieniker der Universität Marburg abgesprochen.

  1. Die Coronaviren übertragen sich praktisch nur über die Atmung; Husten und Nießen sind im Gegensatz zu bakteriellen Infekten weniger bedeutend.
    (https://www.youtube.com/watch?v=QFMWZ9ta-Rc )
  2.  Die infektiösen Partikel in der Luft, die den Virus tragen sind sehr klein (ca. 0,3μm) und verteilen sich rasch im Raum.
    (https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2020.04.16.20067728v1.full.pdf )
  3.  Das beste Mittel dagegen ist Lüftung mit Luftwechsel („es zieht“).
  4.  Wegen der hohen Luftbewegung draußen (auch beim Gehen oder Sport) werden die Viren sofort weggeweht und verdünnt. Deswegen gibt es praktisch keine Ansteckungsgefahr draußen. Von über 7.000 Erkrankungsfällen wurde nur eine Ansteckungsquelle gefunden. Masken im Außenbereich sind definitiv nicht erforderlich.
    https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2020.04.04.20053058v1.full.pdf )
  5. An der Wand haftende Viren gehen nie zurück in die Luft. Der Übertragungsweg über die Hände spielt kaum eine Rolle. Desinfektion ist bei der fast alleinigen Luftübertragung deswegen eher ein „Ritual“ (bei Bakterien ist das anders).
    (https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2020.04.16.20067728v1.full.pdf )
  6.  Kinder erkranken viel weniger als Erwachsene und sind seltener Überträger
    (https://www.aerzteblatt.de/pdf.asp?id=213829 )
  7. Toiletten sind kein relevanter Übertragungsweg. Die im Stuhl ausgeschiedenen Viren waren zumeist nicht mehr lebensfähig. Also nur auf die normale Hygiene wie üblich achten und den Deckel vor dem Abziehen schließen.
    ( https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7066521/ )
  8.  Die Schwere einer Covid Erkrankung wird auch durch die Viruslast bestimmt. Deswegen ist das Abstandsgebot in geschlossenen Räumen sinnvoll. Bei guter Lüftung kann man auf Masken im Klassenzimmer verzichten und sogar die Personenzahl erhöhen, weil der Abstand immer weniger wichtig wird (ca. 1 Meter reicht dann aus). Natürlich soll man es den Kindern (und Lehrern) nicht verbieten, wenn sie Masken tragen wollen.

COVID-19: Bei welchen Grunderkrankungen Kinder nicht in die Schule gehen sollten
Einschätzung der Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ):
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/112593/COVID-19-Bei-welchen-Grunderkrankungen-Kinder-nicht-in-die-Schule-gehen-sollten

FAQs zu Schulen und Kindertagesstätten (Telefonaktion)

  • Frage: Gehören Lehrerinnen und Lehrer mit leichtem Asthma zur Risikogruppe? Können sie wieder unterrichten?
    Antwort: Patienten und Patientinnen mit leichtem Asthma gehören nicht zur Gruppe der Risikopersonen. Die Unterrichtstätigkeit kann wieder aufgenommen werden.
  • Frage: Entsprechend den geltenden Regelungen brauchen Kinder in Kindergärten, Kindertagesstädten etc. keine Masken zu tragen. Wie sollen sich die Erzieherinnen und Erzieher schützen?
    Antwort: Das Tragen von Schutzmasken für die ErzieherInnen hat eine gewisse Schutzwirkung und eine psychologische Wirkung. Kinder übertragen die Infektion seltener als Erwachsene. Stoffmasken müssen jeden Tag gewechselt und vor dem erneuten Gebrauch in der Waschmaschine gewaschen werden. Alternativ kann die Maske mit einem Desinfektionsspray innen und außen behandelt werden, danach 1 Tag trocknen lassen. Der Aufenthalt von Kindern und ErzieherInnen im Freien (als Alternative zu geschlossenen Räumen) ist der beste Schutz und sollte im Sommer möglich sein. Kranke Kinder sollen zu Hause bleiben, Jede Mutter oder jeder Vater solle jeden Tag beim Abliefern des Kindes nach Krankheitssymptomen (Husten, Schnupfen, Fieber, Schmerzen) in der Familie (Wohngemeinschaft) und bei dem Kind gefragt werden.

Handlungsempfehlungen der DEGAM (Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Familienmedizin)

Fachinformationen für Praxen und Patientenleitline zum Download. Diese Informationen werden regelmäßig aktualisiert:
⇒https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/053-054.html

FAQs (Telefonaktion)

ASTHMA

  • Frage: 65 jährige Patientin mit mittelschwerem Asthma traut sich nicht aus ihrer Wohnung, weil die Leute sie seltsam angucken, wenn sie hustet.
    Antwort: Selbstgefertigte Masken mit 2 Schichten aus Textil oder die gekauften Masken in der Apotheke können die großen Tropfen, die beim Husten entstehen, abfangen. Bei Einhalten der Distanzregel bestehen auch keine Bedenken wegen der Aerosolbildung, die aus der Maske austreten können. Insofern kann sie ihre Umwelt beruhigen, selbst wenn sie infiziert wäre.
  • Frage: Patientin mit mittelschwerem Asthma fragt, ob sie ihre Tochter, die auswärts wohnt, zu ihrem 40. Geburtstag besuchen könne, alle sonstigen Gäste seien abgesagt worden.
    Antwort: Empfehlung bei der Tochter draußen, im Garten oder der Terrasse zu feiern, drinnen Masken zu tragen. So muss sie auf den Besuch nicht verzichten.
  • Frage: Soll ich bei Asthma mein inhalatives Kortison weiter nehmen?
    Antwort: Ja, an der vorschrieben Medikation sollte ohne Rücksprache mit dem Arzt oder der Ärztin auch in Zeiten der Corona-Pandemie keine eigenständige Veränderung vorgenommen werden.
  • Frage: Patient mit Asthma fragt nach den empfohlenen Impfungen und gibt an, dass er sich bisher nicht gegen Influenza hat impfen lassen.
    Antwort: Es ist wird empfohlen die Influenza-Impfung im Herbst durchführen zu lassen und bei dieser Gelegenheit nach weiteren empfohlenen Impfungen zu fragen.

COPD

  • Frage: 69-jähriger COPD Patient trägt FFP 2 Masken. Wie oft kann er eine Maske anziehen und wie kann er sie desinfizieren?
    Antwort: Jede FFP 2 Maske sollte maximal nur einen Tag getragen werden. Es gibt kein sicheres Sterilisierungsverfahren. Zum Beispiel metallhaltige Masken (Nasenbügel) können nicht, wie hin und wieder empfohlen, in der Mikrowelle desinfiziert werden. Die Empfehlung, im Backofen bei 60-70 Grad zu desinfizieren, ist ebenfalls problematisch. Die meisten Keime einschließlich Viren werden zwar abgetötet, aber das Filterpotential der Maske geht verloren. Diese Masken bringen für den Alltagsgebrauch keine Vorteile und sind teuer. Empfehlung: Handelsübliche Stoffmasken mit 2 Schichten, täglich waschen, z. B. in der Waschmaschine mit der normalen Wäsche.
  • Frage: Patientin mit schwerer COPD möchte Stuhljoga machen. Die Veranstaltung findet in geschlossenen Räumen statt. Die Patientin möchte keine Maske tragen.
    Antwort: Ohne Maske: nein

WEITERE ERKRANKUNGEN

  • Frage: Wie hoch ist das Risiko eines lungengesunden Kindes mit Alpha-1-Antitrypsinmangel an COVID-19 zur erkranken?
    Antwort: Zu dieser Frage liegen noch keine wissenschaftlichen Untersuchungen vor. Es ist zu vermuten, dass kein erhöhtes Risiko vorliegt.
  • Frage: Frau, 76 Jahre, der die Milz nach einem Pankreastumor entfernt wurde, fragt, wie sie sich verhalten soll
    Antwort: Es empfiehlt sich, zuhause zu bleiben, soziale Kontakte meiden, da mehrere Risikofaktoren vorliegen.
  • Frage: Kind mit Alpha-1-Antitrypsinmangel mit geringer Leberbeteiligung: Besteht ein erhöhtes Risiko, kann das Kind Freunde treffen, in die Schule gehen?
    Antwort: Personen mit Lungen- oder Lebererkrankung können zu den Risikogruppen gehören. Eine genaue Abklärung beim Facharzt oder der Fachärztin wird empfohlen.
  • Frage: Patientin mit Vaskulitis fragt, ob die anti-inflammatorische, immunmodulierende Therapie gegen IL-1 und IL-6 auch bei COVID-Pneumonie schützt.
    Antwort: Diese Frage kann zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht beantwortet werden. Dazu müssen die Ergebnisse von Studien, die derzeit durchgeführt werden, abgewartet werden.
  • Frage: Pat. mit Alpha-1-Antitrypsinmangel fragt, ob seine Behandlung auch in Zeiten der Corona-Pandemie weitergeführt werden soll.
    Antwort: Die Substitution sollte auch in COVID-Zeiten fortgeführt werden.
  • Frage: Sollte die Behandlung einer Schlafapnoe während der Corona-Pandemie fortgesetzt werden?
    Antwort: Die Therapie der Schlafapnoe sollte weitergeführt werden.

SCHULE UND KINDERTAGESTÄTTE

  • Frage: Gehören Lehrerinnen und Lehrer mit leichtem Asthma zur Risikogruppe? Können sie wieder unterrichten?
    Antwort: Patienten und Patientinnen mit leichtem Asthma gehören nicht zur Gruppe der Risikopersonen. Die Unterrichtstätigkeit kann wieder aufgenommen werden.
  • Frage: Entsprechend den geltenden Regelungen brauchen Kinder in Kindergärten, Kindertagesstädten etc. keine Masken zu tragen. Wie sollen sich die Erzieherinnen und Erzieher schützen?
    Antwort: Das Tragen von Schutzmasken für die ErzieherInnen hat eine gewisse Schutzwirkung und eine psychologische Wirkung. Kinder übertragen die Infektion seltener als Erwachsene. Stoffmasken müssen jeden Tag gewechselt und vor dem erneuten Gebrauch in der Waschmaschine gewaschen werden. Alternativ kann die Maske mit einem Desinfektionsspray innen und außen behandelt werden, danach 1 Tag trocknen lassen. Der Aufenthalt von Kindern und ErzieherInnen im Freien (als Alternative zu geschlossenen Räumen) ist der beste Schutz und sollte im Sommer möglich sein. Kranke Kinder sollen zu Hause bleiben, Jede Mutter oder jeder Vater solle jeden Tag beim Abliefern des Kindes nach Krankheitssymptomen (Husten, Schnupfen, Fieber, Schmerzen) in der Familie (Wohngemeinschaft) und bei dem Kind gefragt werden.

DIAGNOSTIK

  • Frage: Soll man mit Halsschmerzen ohne weitere Symptome einen SARS-CoV-2-Abstrich machen lassen?
    Antwort: Nein
  • Frage: Welche Aussagekraft hat ein Antikörpertests?
    Antwort: Nach derzeitigem Kenntnisstand zeigt ein serologischer Nachweis von SARS-CoV-2-spezifischen Antikörpern eine Exposition mit SARS-CoV-2 an, lässt derzeit jedoch noch keine eindeutige Aussage zur Infektiosität oder zum Immunstatus des Patienten zu.

Impfempfehlungen

Diese Impfungen sind besonders für Atemwegs- und Lungenerkrankte wichtig:

  • Impfung gegen Influenza (Grippeschutzimpfung)
  • Impfung gegen Pneumokokken

Informationen des Ministeriums für Arbeit, Soziales und Gesundheit in NRW

in leichter Sprache 
in Gebärdensprache

PDF-Dateien zum Ausdrucken (Stand 28. Mai 2020)

Geschrieben von Redaktion | Zuletzt bearbeitet am 16.06.2020 13:30