Allgemeine Empfehlungen zu COVID 19

Darüber informiert diese Seite

  • Empfehlungen für Schulen und vergleichbare Einrichtungen (Stand 31.Mai) 
  • Informationen zur Maskenpflicht 
  • Risiko einer COVID-19-Infektion
  • Bei welchen Grunderkrankungen Kinder nicht in die Schule gehen sollten
  • Handlungsempfehlungen von Fachgesellschaften
  • online Fragebogen der Charité 
  • Hinweise zu Impfungen 
  • Links zu Informationen in leichter Sprache und Gebärdensprache

Empfehlungen zum Umgang mit der Coronapandemie in Schulen oder vergleichbaren Einrichtungen

Präambel: Alle Hygienemaßnahmen haben nur zum Ziel die Virusausbreitung zu verlangsamen und größere Viruslasten bei einer Ansteckung zu vermeiden. Eine Erkrankung können sie nicht verhindern, was bei der Kontagiösität des Virus auch gar nicht möglich ist. Die folgenden Empfehlungen sind mit Prof. Dr. Reinier Mutters, dem Krankenhaushygieniker der Universität Marburg abgesprochen.

  1. Die Coronaviren übertragen sich praktisch nur über die Atmung; Husten und Nießen sind im Gegensatz zu bakteriellen Infekten weniger bedeutend.
    (https://www.youtube.com/watch?v=QFMWZ9ta-Rc )
  2.  Die infektiösen Partikel in der Luft, die den Virus tragen sind sehr klein (ca. 0,3μm) und verteilen sich rasch im Raum.
    (https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2020.04.16.20067728v1.full.pdf )
  3.  Das beste Mittel dagegen ist Lüftung mit Luftwechsel („es zieht“).
  4.  Wegen der hohen Luftbewegung draußen (auch beim Gehen oder Sport) werden die Viren sofort weggeweht und verdünnt. Deswegen gibt es praktisch keine Ansteckungsgefahr draußen. Von über 7.000 Erkrankungsfällen wurde nur eine Ansteckungsquelle gefunden. Masken im Außenbereich sind definitiv nicht erforderlich.
    https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2020.04.04.20053058v1.full.pdf )
  5. An der Wand haftende Viren gehen nie zurück in die Luft. Der Übertragungsweg über die Hände spielt kaum eine Rolle. Desinfektion ist bei der fast alleinigen Luftübertragung deswegen eher ein „Ritual“ (bei Bakterien ist das anders).
    (https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2020.04.16.20067728v1.full.pdf )
  6.  Kinder erkranken viel weniger als Erwachsene und sind seltener Überträger
    (https://www.aerzteblatt.de/pdf.asp?id=213829 )
  7. Toiletten sind kein relevanter Übertragungsweg. Die im Stuhl ausgeschiedenen Viren waren zumeist nicht mehr lebensfähig. Also nur auf die normale Hygiene wie üblich achten und den Deckel vor dem Abziehen schließen.
    ( https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7066521/ )
  8.  Die Schwere einer Covid Erkrankung wird auch durch die Viruslast bestimmt. Deswegen ist das Abstandsgebot in geschlossenen Räumen sinnvoll. Bei guter Lüftung kann man auf Masken im Klassenzimmer verzichten und sogar die Personenzahl erhöhen, weil der Abstand immer weniger wichtig wird (ca. 1 Meter reicht dann aus). Natürlich soll man es den Kindern (und Lehrern) nicht verbieten, wenn sie Masken tragen wollen.

 Prof. Dr. med. Dieter Köhler

Maskenarten, Maskenpflicht, Maskenreinigung

Unser Informationsblatt 16a informiert über den richtigen Umgang mit Masken und Ausnahmeregelungen:

Information zur Maskenpflicht in leichter Sprache aus NRW
Corona-Mundschutz-Info_LEICHT_2020-05-13-lang-FINAL_bf.pdf (1,3 MiB)
Wissenschaftliche Stellungnahme der DGP zur Maskenpflicht

Welche Masken geeignet sind und worauf bei der Verwendung geachtet werden sollte, erklärt die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V. (DGP) in einer aktuellen Stellungnahme vom 18.05.2020. Die Fachgesellschaft weist darin auch darauf hin, dass Mund-Nasen-Masken ein zusätzlicher Schutz vor einer möglichen Ansteckung mit SARS-CoV-2 sind, andere Maßnahmen wie beispielsweise das Abstandhalten aber nicht ersetzen.

Die Stellungnahme der DGP zur Auswirkung von Nase-Mund-Masken auf den Eigen- und Fremdschutz bei aerogen übertragbaren Infektionen in der Bevölkerung kann auf der DGP-Website abgerufen werden.

Regelungen in den einzelnen Bundesländern

Welche Ausnahmen gibt es? 
Werden Bußgelder fällig?
Hier finden Sie Links zu den Regelungen in den einzelnen Bundesländern:

Atemwiderstand von Masken

Die verfügbaren professionellen Masken (FFP2, FFP3, u.a.) haben einen erheblichen Atemwiderstand. D.h. es ist ein vermehrter Krafteinsatz für die Atmung erforderlich. Je nachdem wie krank der/die Pa-tient*in ist, empfinden die Betroffenen nach kurzer Zeit erhebliche Atemnot.
Die Masken beeinträchtigen die Abatmung von Kohlendioxid, da mehr Luft zwischen Nase bzw. Mund und den Bronchiolen hin- und her geatmet wird, ohne dass diese Luft am Gasaustausch teilnimmt (Erhöhung des Totraumvolumens). Der Partialdruck des Kohlendioxids (pCO2) kann ansteigen. In der Praxis werden die Betroffenen jedoch rechtzeitig die Maske absetzen. Bedrohliche Anstiege des pCO2 durch Masken sind unwahrscheinlich.

Ein chirurgischer Mundschutz bzw. eine selbst hergestellte Mund-Nasen-Bedeckung sind nicht völlig dicht, so dass ein pCO2-Anstieg bei Gesunden unwahrscheinlich ist. Dennoch können bei Patient*innen mit chronischer Atemschwäche (ventilatorischer Insuffizienz) der pCO2 und die Atemarbeit ansteigen, so dass die Bedeckung von Mund und Nase als unangenehm oder bedrohlich und subjektiv als Atemnot empfunden wird.

Risikoabschätzung

SARS-CoV-2 ist ein neuartiges Coronavirus. Das Risiko, sich zu infizieren, ist zurzeit hoch, da kaum jemand immun ist. Erst die Einführung eines wirksamen Impfstoffes wird dieses Risiko senken. Insbesondere Patient*innen mit Atemwegs- und Lungenerkrankungen sind verunsichert, möchten das eigene Risiko besser abschätzen und wissen, welche Schutzmaßnahmen individuell sinnvoll sind.

Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin hat an Hand von Fallbeispielen am 27.04.2020 eine Stellungnahme veröffentlicht:

https://pneumologie.de/fileadmin/user_upload/COVID-19/20200527_DGP_BdP_Risikoabschaetzung_chron._LK_SARS-CoV-2_update.pdf

Weitere Informationen sind in unserem neuen Flyer zu COVID-19 veröffentlicht 

 

COVID-19: Bei welchen Grunderkrankungen Kinder nicht in die Schule gehen sollten

Einschätzung der Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/112593/COVID-19-Bei-welchen-Grunderkrankungen-Kinder-nicht-in-die-Schule-gehen-sollten

Handlungsempfehlungen der DGAM (Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Familienmedizin)

⇒https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/053-054.html
Fachinformationen für Praxen und Patientenleitline zum Download. Diese Informationen werden regelmäßig aktualisiert.

Online-Fragebogen der Charité

Dieser soll bei der Entscheidung helfen, ob ein Arztbesuch oder Coronavirus-Test erforderlich sind.
⇒https://covapp.charite.de/
 Diese digitale Anwendung erbringt keine diagnostische Leistungen. Sie soll lediglich mithelfen, die Handlungsabläufe in der Versorgung zu vereinfachen.

Impfempfehlungen

Diese Impfungen sind besonders für Atemwegs- und Lungenerkrankte wichtig:

  • Impfung gegen Influenza (Grippeschutzimpfung)
  • Impfung gegen Pneumokokken

Informationen des Ministeriums für Arbeit, Soziales und Gesundheit in NRW

in leichter Sprache 
in Gebärdensprache

Geschrieben von Redaktion | Zuletzt bearbeitet am 28.05.2020 08:29