COVID-19: Maskenpflicht und Impfung

Ausnahmen von der Maskenpflicht sind regional unterschiedlich geregelt. Es gibt jedoch nur sehr wenige Menschen, die aus medizinischen Gründen keine Maske tragen können.
Wir raten allen, die sagen, dass sie keine Maske tragen können, zunächst zu überprüfen, ob die Behandlung ihrer Erkrankung(en) ausreichend ist.

 Personen, die von der Maskenpflicht befreit sind,

  • gehören in der Regel zur Hoch-Risikogruppe bzw. sind so krank, dass sie nicht einkaufen gehen oder öffentliche Verkehrsmittel nutzen sollen bzw. können.
  • wird geraten, Orte mit vielen Menschen auf engerem Raum bzw. in geschlossenen Räumen zu meiden.
  • dürfen zwar ohne Mund-Nasen-Bedeckung einkaufen gehen oder mit Bus und Bahn fahren. Allerdings kommt es immer wieder zu Konflikten, die meist aus der Situation heraus vor Ort geklärt werden müssen. Gerade schwer Kranke müssen sich selbst schützen!

Die Befreiung von der Maskenpflicht ist kein Wunschkonzert. Leider sehen dies etliche Menschen anders.  Die, die ein Attest möchten, sind nach unserer Erfahrung eher weniger schwer erkrankt. Gerade die Schwerkranken versuchen alles, um mit Maske klarzukommen. Dies ist allerdings nur ein Eindruck und nicht durch harte Zahlen belegt.
Für ein Attest muss der/die Arzt*in den Patienten/die Patientin genau untersuchen und die Diagnose muss dann auch nachvollziehbar im Attest stehen.

 Wir raten, verschiedene Masken auszuprobieren. Z.B. fester Nasenbügel – dann beschlägt die Brille nicht. Befestigung mit Kopfband (nicht hinter dem Ohr, insbesondere bei Brillen- und/oder Hörgerätträger*innen.)

Wichtig ist, dass die Betroffenen notwendige Arzttermine wahrnehmen. Auf Routineuntersuchungen kann durchaus verzichtet werden. Wenn dies beachtet wird, sollte sich die gesundheitliche Situation nicht verschlechtern.

Jeder kann sich auch in der Pandemie im Freien bewegen und aktiv bleiben.

Zu den psychosozialen Auswirkungen können wir nur Eindrücke aus unserer Beratung wieder geben (also keine Evidenz, nur Eindruck). Es gibt sicher Betroffene, die sehr angstbesetzt reagieren. Vermutlich waren viele dieser Ängste oft bereits vor der Pandemie vorhanden und haben sich jetzt lediglich verstärkt. Andere Anfrager fordern durchaus aggressiv „ihre Rechte“ ein. Unser Eindruck ist aber, dass die Mehrheit ganz gut mit der Situation klarkommt. Die Grundversorgung funktioniert in Deutschland einwandfrei.

Impfpriorisierung

In Zeiten der Social Media fällt es vielen zunehmend schwer, die eigenen Bedürfnisse richtig einzuordnen und sich vielleicht an geeigneter Stelle zurückzunehmen. Die Algorithmen verstärken die eigene „Blase“. In der Beratung ist diese Tendenz auch beim Thema Impf-Priorisierung zu verspüren. Der psychische Druck ist bei einigen groß.  Zum Teil wird durchaus bewusst kritisiert, dass der fitte 80jährige geimpft wird und ich – obwohl krank - noch nicht. Nach dem Motto „ich brauche es dringender und muss wegen dem warten.“

Leider ist die Berichterstattung „katastrophenorientiert“. Schlechte Nachrichten verkaufen sich besser als gute. Schade, dass so wenig Mut gemacht wird.

Ja – die Pandemie ist schlimm. Gerade deshalb sollten wir uns freuen, dass in so kurzer Zeit wie noch nie mehrere Impfstoffe gefunden wurden. Freuen wir uns doch. Selbst wenn es zur Zeit noch Verteilungsprobleme gibt – es handelt sich nur noch um kurze Zeit. Das ist doch prima.

 Deutsche Atemwegsliga e.V. im Februar 2021

Anlage: Information des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) zur Imfpriorität (Stand 25.02.2021)

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Geschrieben von Redaktion | Zuletzt bearbeitet am 19.05.2016 08:38