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Liebe Leserinnen und Leser,
Asthma und COPD haben sich zu Volkskrankheiten der deutschen Bevölkerung entwickelt. Die Prävalenz von Asthma beträgt ca. fünf Prozent. Etwa jeder Zehnte im Alter von mehr als 40 Jahren leidet an COPD. Aufgrund der demographischen Entwicklung in Deutschland wird vor allem die COPD in den nächsten Jahren an Bedeutung gewinnen. Für Asthma gilt das in diesem Maße nicht. Mit wirksamen Medikamenten und dem Einsatz nicht medikamentöser Therapieoptionen, wie strukturierter Patientenschulung und körperlichem Training sind diese Erkrankungen gut behandelbar. Aber wie sieht es in der Realität mit der Versorgung von Patienten mit Asthma und COPD aus? Werden tatsächlich alle Optionen optimal genutzt? Und wie sieht es mit der Vernetzung aller an der Behandlung der beiden Atemwegserkrankungen beteiligten Berufsgruppen und Einrichtungen aus? Werden hier mögliche Synergien zum Wohle der Betroffenen berücksichtigt?
Was müssen Patienten mit Atemwegserkrankungen beim Bauen und Wohnen beachten? In der aktuellen Ausgabe des Liga-Journals wird unsere Informationsreihe fortgesetzt.
Außerdem facebook, Twitter & Co. Auch die Atemwegsliga macht mit.
Liebe Leserinnen und Leser,
sind Begriffe wie „Year of the Lung“ oder „World Spirometry Day“ Anzeichen einer Globalisierung pneumologischer Diagnostik und Therapie? Wenn daraus eine weltweite Abnahme von Atemwegs- und Lungenkrankheiten sowie eine bessere Versorgung von Atemwegspatienten resultieren würde, wäre gegen eine Globalisierung auf diesem Gebiet sicherlich nichts einzuwenden. In der industrialisierten westlichen Welt stellt sich die Versorgung von Atemwegspatienten heute so gut wie nie zuvor dar. Deutschland nimmt dabei u. a. aufgrund der weiten Verbreitung der Bodyplethysmographie in pneumologischen Fachpraxen und -klinken, durch die Verfügbarkeit strukturierter Patientenschulungsprogramme sowie nicht-medikamentöser Therapien, wie z. B. Lungensport, sicherlich einen Spitzenplatz ein. In vielen anderen Nationen dieser Erde sind vergleichbare Möglichkeiten jedoch nicht vorhanden. Die Atemwegsliga unterstützt deshalb den Deutschen Lungentag und den Weltspirometrietag, der im Jahr 2010 erstmals im Rahmen des „Year of the Lung“ stattfand.
Etwa 20 Stunden täglich hält sich ein durchschnittlicher Bürger der Industrienationen in geschlossenen Räumen auf. Dabei nimmt der Aufenthalt in den eigenen vier Wänden den Hauptteil ein. Das Klima, das zuhause oder am Arbeitsplatz herrscht, kann unsere Gesundheit deshalb in hohem Maße beeinflussen. Es kann uns krank werden lassen oder bestehende Erkrankungen verschlimmern. Das gilt in besonderem Maße für Atemwegserkrankungen, weil in Wohnräumen viele flüchtige Stoffe oder Allergie auslösende Substanzen vorkommen können. In dieser Ausgabe des Liga-Journals beginnen wir eine neue Serie, mit der wir Sie über mögliche Gesundheitsgefahren im häuslichen Umfeld informieren möchten. Dabei konzentrieren wir uns auf solche Faktoren, die Atemwegserkankungen hervorrufen oder verschlimmern können.
Die Deutsche Atemwegliga hat im Jahr 2009 ihr 30-jähriges Bestehen begangen. Wir haben mit verschiedenen Aktivitäten im vergangenen Jahr auf bislang Erreichtes zurück geblickt. 30 Jahre Engagement für Erkrankungen der Atemwege bedeutet für uns aber auch eine Verpflichtung, den Blick weiterhin auf die medizinische Versorgung von Betroffenen mit Atemwegserkrankungen zu lenken. Eine besondere Aktion zu unserem Jubiläum war das interdisziplinäre Presse-Round-Table im vergangenen November, in dem wir die Versorgung von Patienten mit Atemwegserkrankungen in Deutschland kritisch hinterfragt haben. Die Ergebnisse des Workshops können Sie in diesem Heft nachlesen.
30 Jahre Deutsche Atemwegsliga
Seit ihrer Gründung im Sommer 1979 ist es Ziel der Deutschen Atemwegsliga, die Versorgung von Patienten mit chronischen Atemwegserkrankungen zu verbessern. Die beiden weit verbreiteten Krankheiten Asthma und COPD sowie Atemwegsinfekte stehen dabei im Fokus der Liga.